Pressemitteilungen

12. November 2012

Rede zur Architektur fällt leider aus

 

Am Freitag erreichte uns die bedauerliche Nachricht, dass der Architekt Eduardo Souto de Moura aus akuten Gründen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Seine Ärzte können zur Zeit keine Angaben machen, wann sich sein Gesundheitszustand stabilisieren wird. Aus diesem Anlass müssen wir Ihnen hiermit bekanntgeben, dass die für den 17. November 2012 geplante Rede zur Architektur als Zugabe zu ‹Wege durch das Land› nicht stattfinden kann.


Das Architekturbüro teilte uns mit, dass Herr Souto de Moura die Rede zur Architektur gerne zu einem späteren Zeitpunkt geben wird, wenn es sein Gesundheitszustand erlaubt. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

25. Oktober 2012

Souto de Moura hält die Rede zur Architektur 2012

 

Der portugiesische Architekt Eduardo Souto de Moura hält die diesjährige Rede zur Architektur am 17. November 2012, 11.30 Uhr, auf Gut Böckel. Bei dieser Zugabe des Literatur- und Musikfestes Wege durch das Land spricht der Pritzker-Preisträger über seine Art des Entwerfens, Gestaltens und Bauens. In seinen Arbeiten trifft die nordportugiesische Bautradition auf zeitgemäße Form und moderne Materialien. Wie er an der historischen anonymen Architektur den Wechsel von Fels, Mauer, Treppe schätzt, wie sich aus der Natur das Artifizielle kaum merkbar abhebt, so verbinden sich in seinen Bauwerken Steinmauer mit Holz, Metall, Ziegel, Beton und Glas zu harmonischen Gegenüberstellungen. Die Mauer und der Innenhof, der gekonnte Wechsel von Abgeschlossenheit und Weite, die Verbindung von Außenwelt und Innenraum sind seine Passion. Die Konstruktion ist nicht die Architektur, sondern die Materialisierung des menschlichen Bedürfnisses nach Schutz und einem Zufluchtsort. ‹Hier spielen die Materialien, die Proportionen und das Licht eine Rolle und hier fängt Architektur an› (Souto de Moura in einem Gespräch mit Brigitte Labs-Ehlert). Zu den Hauptwerken von Souto de Moura zählen der Landespavillon auf der Expo 2000 in Hannover, das Fußballstadion in Braga (2003), das Museum Paula Rego in Cascais (2007) und das Museum für Moderne Kunst in Braganza (2008).

 

Gut Böckel selbst ist ein eindrucksvolles architektonisches Ensemble, gewachsen über Jahrhunderte, mit einer Vorburg, riesigen Wirtschaftsgebäuden und Scheunen – Pferde-, Schaf- und Kuhstall, Hafer- und Roggenhaus, Schmiede, Mühle und Stellmacherei – sowie dem repräsentativen Gutshaus von 1884. Der Park wurde vom Hamburger Gartenarchitekten Rudolph P.C. Jürgens angelegt und erinnert mit seinen vielen Wasserläufen an Claude Montes Giverny.

 

Eine Remineszenz an die Konzerte des Sommers geben Daniel Hope, Violine, und der Pianist Sebastian Knauer in dem sich anschließenden Konzert. Zu hören sind Kompositionen von Brahms, Mendelssohn und Grieg.

Die Rede zur Architektur wird unterstützt vom Unternehmen FSB Franz Schneider Brakel. (ble)

Pressekontakt: Annika Bochnig

Karten und Informationen unter
www.wege-durch-das-land.de
Wege durch das Land
Künstlerische Leitung Brigitte Labs-Ehlert
Hornsche Straße 38, 32756 Detmold
Tel. 49 5231 / 30 80 20

 

28. Juli 2012

Landvermessen mit Literatur
Erfolgreiche 13. Saison für das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land›

 

Die Abschlußveranstaltung des diesjährigen Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land› am 28. Juli lieferte erneut den überzeugenden Beweis, wie einzigartig sich die Lesungen und Konzerte auf den Ort beziehen und das Programm spannungsvolle Korrespondenzen zwischen der Literatur der Vergangenheit und der Gegenwart sowie zwischen Lesung und Konzert herstellt. Die Zuhörer im ausverkauften Theatersaal in Driburg waren begeistert vom norwegischen Schriftsteller Tomas Espedal, der lesend europäische Landschaften durchwandert, für den das Gehen Ausdruck von Freiheit ist und die Möglichkeit bietet, ein Leben wild und poetisch zu führen. Auf seinen Wanderungen begegnet er auch in Gedanken Friedrich Hölderlin, für den Driburg im Jahr 1796 zusammen mit Susette Gontard ein Ankunftsort war, die umgebende Landschaft ist vielfach in seine Dichtung eingegangen. Lars Eidinger las Gedichte von Friedrich Hölderlin, die mit einem Gang in die Landschaft begannen, sich dann dem Offenen und Hellen und der Lichtgestalt ‹Diotima› zuwandten und zum Schluß Abend und Vergänglichkeit thematisierte. Die Stimmung wechselte ein wenig, als Lars Eidinger, Trakl-Darsteller im Kino-Film ‹Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden› wie im Krebsgang jedem Hölderlin-Gedicht ein verwandtes von Georg Trakl gegenüberstellte und wie in einer Spirale zum Ausgang, in einer anderen Zeit, zurückkam. Passend dazu das Konzert der jungen vielfach ausgezeichneten Lauma Skride, Klavier, und Hyeyoon Park, Geige, mit Robert Schumann, Janacek, Debussy und Beethoven.

 

Damit wurde nach 12 Wochen ein Festivalsommer beendet, der auch im 13. Jahr aufregend, einmalig und unverwechselbar in der deutschen Kulturszene ist. Kein Platz blieb leer, im Gegenteil. Obwohl mit knapp 8000 Plätzen mehr Karten als im Vorjahr angeboten werden konnten, waren alle 33 Veranstaltungen ausverkauft, 2 Zusatzveranstaltungen wurden wegen der großen Nachfrage ausgerichtet. Das Programm war ein Landvermessen mit Literatur und zugleich ein Fest für die Sprache. Es war ein Wandern mit Worten, so die künstlerische Leiterin Dr. Brigitte Labs-Ehlert, bei dem man mit vielen Besuchern aus ganz Deutschland bereits am Eröffnungswochenende auf den Spuren der Droste, der Brüder Grimm, von Peter Hille und Else Lasker-Schüler, Gräfin Dönhoff und Malwida von Maysenbug das ‹gebirgichte Westfalen› als eine Kernlandschaft der deutschen Literatur entdecken konnte. Weitere Höhepunkte waren die schon jetzt als legendär bezeichnete Mühlenlesung – zwölf Mühlen, zwölf Schauspieler, ein Text – die die emotional bewegende Lesung von Siegfried Lenz’ Deutschstunde auf kleinstem Mühlenraum mit einer Fahrt über Land und einem bukolischen Gastmahl südländischen Flairs für 650 Zuschauer verband. Oder die Lesung von Matthias Brandt auf Gut Geissel, die die Grenze von Lippe und Ruhr überquerte, Annette von Droste-Hülshoff zog es hinein nach Westfalen und Heinrich Hauser hinaus ins Schwarze Revier. Gebannt lauschten die Zuhörer Jeanette Hain und Nora Bossong in der Orangerie von Schloß Rheda und erlebten, wie Literatur Bilder, Düfte, Farben von Gärten, Blumen und Pfanzen wachrufen kann, ein unvergleichliches Zusammenspiel von Barockdichtung, Lyrik unserer Tage und großer Musikinterpretation von Carolin Widmann. Aufrüttelnd war der Auftritt des chinesischen Dissidenten Liao Yiwu in der Klosterkiche Falkenhagen, der unerschrocken gegen die politische Unterdrückung aufbegehrt und den Entrechteten seines Landes eine weithin hörbare Stimme verleiht. In Ringelsbruch beeindruckten die Schauspielerinnen der integrativen Theatertruppe RambaZamba das Pubikum nachhaltig mit ihrer intensiven Darstellung des Stückes ‹Lilith’s return›, einer Suche nach dem verlorenen Paradies von Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden.


Jens Harzer als Schauspieler in Residence verwandelte Schloß Wehrden für drei Tage zu einem Mekka für 600 Literaturfreunde, die Sprachkunst und Sprechkultur auf höchstem Niveau erlebten in den gemeinsamen Lesungen mit Bruno Ganz und Marina Galic. Die Akademie der Lesenden Künste führte ihren ersten Kurs durch, an dem Studenten aus Italien, Österreich, der Schweiz und verschiedenen deutschen Universitäten teilnahmen. Diese beiden 2012 eingeführten Neuerungen schärfen das Profil des Literatur- und Musikfestes, so Brigitte Labs-Ehlert, sie tragen maßgeblich dazu bei, das Erleben der Künste in heutiger Zeit zu vertiefen.


Das nächstjährige Eröffnungswochenende findet vom 10. bis 12. Mai 2013 im Kreis Minden-Lübbecke statt, das Finale präsentiert vom 2. bis 4. August 2013 den designierten Schauspieler in Residence im Schloß Corvey.

 

13. Juni 2012

1. Kurs der Akademie der Lesenden Künste vom 27. bis 29. Juni 2012

Leitung: Peter Waterhouse
Mit: Barbara Nüsse, Rezitation und Anja Lechner, Cello

 

Die Akademie der Lesenden Künste widmet sich unter der Leitung des Schriftstellers Peter Waterhouse vom 27. bis 29. Juni 2012 auf Gut Holzhausen (Nieheim) zusammen mit der Schauspielerin Barbara Nüsse und der Cellistin Anja Lechner der Erzählung ‹Kalkstein› von Adalbert Stifter. Die lesenden Künste unterscheiden sich ebenso sehr von den erzählenden Künsten wie von der Kunst der Dichtung. Sie fassen die Sprache und die Poesie als viel weiteres Feld auf, als ein Feld ohne Erzählordnungen und Dichtungsformen. Die Wahrheit der Literatur liegt in der Unmittelbarkeit der poetischen Sprache, in ihren Buchstaben und Buchstabenbeziehungen. Aus diesem Sprachgefüge läßt sich ein neuer sinnlicher Zugang zu Texten gewinnen, der zu erstaunlichen Einsichten führt. Lesen ist ein werdender Vorgang, schöpferisch und unfertig – ein immer notwendigerer Produktionsprozeß, und Überraschungsprozeß. Die Akademie richtet sich an alle, die aus Profession, Passion und als Künstler mit Sprache arbeiten, sie übersetzen und vermitteln. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Es scheint eigentlich ein Widerspruch: In einer Zeit, in der die Schrift per Zeitung, Buch, Internet, Bildschirm oder Hinweisschild ihre Leser regelrecht überflutet, scheint dieser es fast verlernt zu haben, wie es geht: das Lesen. Also zu entdecken, zu entschlüsseln, zu beobachten und Buchstaben, Worte wie Sätze auf das tatsächlich unter oder hinter ihnen Heraufschimmernde und Mitzuteilende zu prüfen.

Daß Dichter hinsichtlich der Sprache schon immer ein anderes, entschleunigtes Zeitmaß und demzufolge eine größere Genauigkeit im Umgang mit der Sprache pflegten, ist kein Geheimnis. Wie sehr man deshalb in jeder Sprachsituation von ihnen lernen kann – nicht nur in poetischen Mußestunden, sondern vor allem auch im alltäglichen Umgang mit der Sprache – das wird in der Akademie der Lesenden Künste miteinander erprobt und kommuniziert. Angeleitet und angeregt durch einen ausgewiesenen Dichter: Peter Waterhouse. Er vermittelt, wie man nicht nur ihre Literatur, sondern auch eine ganze Gesellschaft besser ‹lesen› kann, er hilft, die Sinne für Hintergründe, Subversionen, ja selbst Manipulationen zu schärfen.

Am 30. Juni und 1. Juli 2012 steht im Park des Bielefelders Textilkontors Seidensticker noch einmal Adalbert Stifters Erzählung vom Landpfarrer mit der Vorliebe für kostbares Leinen und weiße Hemden im Mittelpunkt der Lesung von Barbara Nüsse und Ulrich Noethen sowie der Rede von Peter Waterhouse, bevor die atemberaubenden Virtuosen von Taraf de Haidouks mit ihrer Musik eine berauschende Dynamik entfalten.

Peter Waterhouse wurde in Berlin als Sohn eines Engländers und einer Österreicherin geboren, er wuchs zweisprachig auf. Seine jüngste Kindheit verbrachte er in Singapur. Die Faszination für Klänge, Töne und Modulationen eröffnen ihm einen ausgesprochen sinnlichen Zugang zur Sprache. Seine akustische und darauf aufbauend auch mnemotechnische Sprachsensibilität bestimmt seine poetische Arbeitsweise – er verfaßt Lyrik, Essays, Erzählungen, Theaterstücke und Romane – und ebenso seine Tätigkeit als Übersetzer, Waterhouse entdeckte und übertrug Lyriker wie Andrea Zanzotto, Biagio Marin oder Michael Hamburger in den deutschen Sprachraum. Seine Lehrtätigkeit an der Universität Wien behandelt übergreifende Fragestellungen des Übersetzens. Er ist im Board von ‹Metamorphosis› und der ‹Kritikfabrik› Graz. Peter Waterhouse wurde vielfach ausgezeichnet u. a. mit dem Heimito-von-Doderer-Preis (2000), Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzungen (2002), H.-C.-Artmann-Preis (2004), Erich-Fried-Preis (2007), Literaturpreis der Stadt Wien (2008), Nicolas-Born-Preis und Ernst-Jandl-Preis (2011), 2012 erhält er den Großen Österreichischen Staatspreis für sein Lebenswerk.

Akademie der Lesenden Künste
Dr. Brigitte Labs-Ehlert
Literatur- und Musikfest Wege durch das Land
Hornsche Straße 38
32756 Detmold
Ruf +49 – 5231 – 30 80 20
email info@wege-durch-das-land.de
www.wege-durch-das-land.de

 

25. Mai 2012

Andrea Sawatzki liest im Kloster Dalheim


Ein Wiedersehen mit Andrea Sawatzki gibt es am 16. Juni 2012 beim Literatur- und Musikfest Wege durch das Land, das sich im Kloster Dalheim auf eine literarische und musikalische Expedition begibt. Grund ist die Verschiebung der Rede zur Architektur, die Eduardo Souto de Moura erst im Herbst geben kann.


Andrea Sawatzki liest die historische Reisebeschreibung von Johannes Grueber, der 1660 als erster Europäer Tibet durchquerte und in die tibetanische Hauptstadt gelangte, ‹welche die Chinesen Cam nennen, die Tartaren Barantola und die Fremden Lhasa›. Was das nun mit Ostwestfalen zu tun hat, wird die Lesung der bekannten Schauspielerin enthüllen, die mit ihre Vortragskunst beim Literatur- und Musikfest die Zuhörer gefesselt und begeistert hat. Die Schaupielerin hinterließ im letzten Jahr bei ihrem Auftritt zu den Isländer-Sagas einen glänzenden Eindruck.


Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr folgt anschließend in seiner Lesung den Nomaden Tibets auf den ‹Fliegenden Berg›. Für den faszinierenden Erzähler ist es die Route des Fußgängers, die wie ein roter Faden eine Erzählung durchläuft.‹Zum Fußweg gehört schließlich auch der langsame, allmähliche Wechsel der Perspektive, das Innehalten und Betrachten, erst dadurch kann so etwas wie ein vielschichtiges Bild der Welt entstehen und sich Material ansammlen für Geschichten, Erzählungen.›

 

Eine musikalische Reise ans Mittelmeer unternimmt das ‹Absolute Ensemble› mit dem charismatischen Dirigenten Kristjan Järvi. Die New York Times hat ihn einmal als ‹Wiedergeburt Leonard Bernsteins› gefeiert. Tatsächlich besitzt Kristjan Järvi eben jene geballte Live-Energie, die den amerikanischen Jahrhundertdirigenten auszeichnete. Mit seinem Absolute Ensemble schlägt Järvi den Bogen von Bach bis Frank Zappa. Das mitreißende Programm ‹Absolute Heaven and Hellenic› überbrückt Epochen und Genres: mittelalterliche Gesänge und moderne griechische Lieder, Jazz und klassische Musik des 21. Jahrhunderts. Das Ensemble tritt mit dem griechischen Violinisten Multiadis Papastamou und dem zypriotischen Sänger Alkinoos Ioannidis als Solisten auf. ‹Absolute ist heutzutage wahrscheinlich die verführerischste und virtuoseste Musikgruppe‹ (American Record Guide).


Kloster Dalheim, Am Kloster 2, 33165 Lichtenau

16. Juni 2012, 18.00 Uhr

Von Mauer und Fels

Andrea Sawatzki

Christoph Ransmayr

Kristjan Järvi’s Absolute Ensemble


Karten sind erhältlich unter 0 5231 /30 80 210 sowie online unter www.wege-durch-das-land.de

16. April 2012

Das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› in Berlin

 

Am Mittwoch, den 25. April 2012, findet ab 19.00 Uhr in der Landesvertretung NRW in Berlin ein Veranstaltungshöhepunkt im diesjährigen Ostermonat April statt: Das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› gastiert mit einer eigenen Produktion und zwei von Deutschlands bekanntesten Schauspielern sind dabei: Angela Winkler und Stefan Kurt lesen über eine Straßenszene in Paris, an der u.a. der Komponist Erik Satie, der Maler Pablo Picasso und der Dichter Rainer Maria Rilke beteiligt waren. Für alle drei hatte die Szene mit Gauklern große künstlerische Nachwirkungen. Was hat das nun mit Ostwestfalen zu tun? Der Maler schafft das große Gemälde ‹Les Saltimbanques›, der Dichter das Stück ‹Père Rollin›, der Komponist die Bühnenmusik ‹Parade›. Die westfälische Gutsbesitzerin, Kunstsammlerin und Mäzenin Hertha Koenig erwirbt das Gemälde, Rilke wohnt in ihren herrschaftlichen Räumen und bezeichnet sich als ‹Wächter am Picasso›. Die Artisten sind für ihn eine Metapher für die ungesicherte Existenz des Menschen, in der Hertha Koenig gewidmeten 5. Duineser Elegie setzt er das Gaukler-Bild ins Gedicht: ‹Wer aber sind sie, sag mir, die Fahrenden›. Musikalisch begleiten Pierre Charial, Paris, an der Drehorgel und Michael Riessler, München,  an der Klarinette.

 

Zur Einführung in die musikalische Lesung des ostwestfälischen Literatur- und Musikfestes spricht die künstlerische Leiterin Dr. Brigitte Labs-Ehlert. Künstler und Publikum werden begrüßt von Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW.

 

In diesem Jahr beginnt damit das Literatur- und Musikfest sozusagen im östlichsten Winkel der Region: In der Landesvertretung NRW in Berlin.

 

Kontakt Wege durch das Land Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Annika Bochnig

Künstlerische Leitung: Dr. Brigitte Labs-Ehlert

Hornsche Straße 38, 32756 Detmold, Fon: 05231-30802-0

Mail: info@wege-durch-das-land.de

 

23. März 2012

Ein Gang zu den Bildern im Kopf

Bruno Ganz, Hannelore Elsner, Liao Yiwu, Kristjan Järvi beim Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land›

 

Die Veranstaltungen sind lang, die Schauplätze abgelegen, die Künstler prominent. Die alte Kulturlandschaft zwischen Weser und Wiehengebirge wird mit anspruchsvoller Literatur und verwegener Musik erschlossen. Das 13. Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› führt vom 11. Mai 2012 bis zum 28. Juli 2012 an 35 verschiedene Renaissanceschlösser, barocke Herrenhäuser, Mühlen und romanische Klöster mit bekannten Schauspielern wie Eva Mattes, Dominique Horwitz, Fritzi Haberlandt oder Lars Eidinger, mit international renommierten Schriftstellern wie Tomas Venclova, Andrzej Stasiuk, Katharina Hacker und bedeutenden Musikern, unter ihnen Carolin Widmann, Tabea Zimmermann, Kristjan Järvi’s Absolute Ensemble und das Gurdjieff Folk Instruments Ensemble. Schwerpunkte der 28 Veranstaltungen bilden das dreitägige Eröffnungswochenende in den Schlössern Corvey, Vinsebeck und Detmold mit der Literarischen Exkursion zu herausragenden Literaturorten in der Landschaft. Parallel-Lesungen an zwölf verschiedenen Mühlen, die Musiktheater- Produktion des Theaters RambaZamba, der Auftritt von Liao Yiwu sowie die Rede zur Architektur sind weitere Höhepunkte. Mit der erstmaligen Bestellung eines Schauspielers in Residence wird die Bedeutung der Sprachkultur und Sprachgestaltung unterstrichen. Die neugegründete Akademie der Lesenden Künste führt ihre erste Klasse durch.

Das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› beginnt 2012 mit einem dreitägigen Eröffnungswochenende.
Vom 11. bis 13. Mai 2012 finden in den Schlössern Corvey, Vinsebeck und Detmold Lesungen und Konzerte mit Ulla Hahn, Marion Poschmann, Adam Wiedemann, Rosemarie Fendel, Fritzi Haberlandt, der Akademie für Alte Musik, dem Apollon Musagète Quartett und Alexander Melnikov statt. Andrzej Stasiuk hält die diesjährige Rede an die Sprache und nimmt dabei das Bild Europas aus der Peripherie in den Blick. Die Literarische Exkursion führt am 12. und 13. Mai 2012 zu bedeutenden Literaturorten, an architektonische Kleinodien: Schlösser, Burgen, einsam gelegene Kapellen, durch die hügelige Landschaft, in englische Parks, durch Hohlwege und jahrhundertealte Alleen. Die Guts- und Schloßherren öffnen ihre Anlagen und Brigitte Labs-Ehlert, Intendantin des Literatur- und Musikfestes, spricht über die Landschaft im Werk der Schriftsteller. Die Schauspielerin Corinna Harfouch liest an beiden Tagen am authentischen Ort Texte von Annette von Droste-Hülshoff und Else Lasker-Schüler.

Jens Harzer ist der erste Schauspieler in Residence beim Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land›.
An drei Tagen wird er im Schloß Wehrden an der Weser Texte sprechen, die er für diesen Anlaß ausgewählt hat. Das Literatur-und Musikfest zeichnet mit dieser Position einen für den deutschsprachigen Raum herausragenden Schauspieler aus und schafft zugleich der Sprache und er Sprachgestaltung einen besonderen Raum. Zusammen mit Marina Galic liest er am 6. Juli 2012 Gedichte, Briefe und aus Tagebüchern von Sylvia Plath und Ted Hughes. Am 7. Juli 2012 trägt er mit Bruno Ganz ‹Gespräch im Gebirg› vor, Paul Celans Lyrik und seine ‹Meridian›-Rede werden mit Gedichten und Texten von Büchner, Lenz und Mandelstam verbunden. Am 8. Juli 2012 ist Jens Harzer mit Thomas Bernhards Erzählung ‹Amras› zu hören. Die Lesungen werden musikalisch begleitet von Teodoro Anzellotti, Olafur Arnalds und Matan Porat.


Die Akademie der Lesenden Künste widmet sich unter der Leitung des Schriftstellers Peter Waterhouse
vom 27. bis 29. Juni 2012 auf Gut Holzhausen zusammen mit der Schauspielerin Barbara Nüsse und der Cellistin Anja Lechner der Erzählung ‹Kalkstein› von Adalbert Stifter. Die lesenden Künste unterscheiden sich ebenso sehr von den erzählenden Künsten wie von der Kunst der Dichtung. Sie fassen die Sprache und die Poesie als viel weiteres Feld auf, als ein Feld ohne Erzählordnungen und Dichtungsformen. Die Wahrheit der Literatur liegt in der Unmittelbarkeit der poetischen Sprache, in ihren Buchstaben und Buchstabenbeziehungen. Aus diesem Sprachgefüge läßt sich ein neuer sinnlicher Zugang zu Texten gewinnen, der zu erstaunlichen Einsichten führt. Lesen ist ein werdender Vorgang, schöpferisch und unfertig – ein immer notwendigerer Produktionsprozeß, Überraschungsprozeß, der den Lesenden in Bewegung führt. Am 30. Juni steht im Park des Bielefelders Textilkontors Seidensticker noch einmal Adalbert Stifters Erzählung vom Landpfarrer mit der Vorliebe für kostbares Leinen und weiße Hemden im Mittelpunkt der Lesung von Barbara Nüsse und Ulrich Noethen sowie der Rede von Peter Waterhouse, bevor die atemberaubenden Virtuosen von Taraf de Haidouks mit ihrer Musik eine berauschende Dynamik entfalten.

Das Musiktheater ‹Lilith’s Return›
erhält in einer Gegend, in der noch im 17. Jahrhundert junge Mädchen als Hexen hingerichtet wurden, eine zusätzliche Dimension. Die mythologische Figur der Lilith, die als widerspenstiges Wesen aus dem Paradies vertrieben wurde, wird im Text der libanesischen Autorin Joumana Haddad eine junge Frau, die sich gegen alle Erwartungen stellt, die provoziert und ihre Rechte einfordert. Eine ganz eigene Bedeutung gewinnt der Text in der Interpretation durch die Schauspielerinnen des Berliner Theaters RambaZamba. In der Darstellung der jungen Frauen mit Down Syndrom steht Lilith für die Selbstbehauptung des Anderen, Unpassenden, oftmals auch Aussortierten. Neben dem Regisseur Frank Krug arbeitete Davide Camplani, Tänzer und Choreograf aus dem Ensemble Sasha Waltz & Guests, mit den drei Schauspielerinnen zusammen. Die Komposition des libanesischen Musikers und Komponisten Mahmoud Turkmani verbindet Elemente der westlichen musikalischen Moderne mit der orientalischen Tradition der Improvisation. Die Aufführung findet am 2. Juni 2012 auf dem Gut Ringelsbruch statt.

An 12 Mühlen
lesen die Schauspieler Michael Altmann, Rolf Becker, Daniel Berger, Markus Boysen, Johann von Bülow, Heikko Deutschmann, Ulrich Gebauer, Marek Harloff, Simon Roden, David Rott, Hans-Martin Stier und Gerd Wameling zeitgleich und parallel am 7. Juni 2012 aus dem Roman ‹Die Deutschstunde›, in dem Siegfried Lenz ein leidenschaftliches Plädoyer für ein freies Denken gegen die Regimetreue in Zeiten des Totalitarismus ablegt. Die Mühle ist bei ihm zentraler Schauplatz, kindliches Versteck, künstlerisches Refugium, Zufluchtsort und Bollwerk. Anschließend ist Hannelore Hoger im Neuen Theater Espelkamp mit ‹Geschichten aus Bollerup› von Siegfried Lenz zu hören, und das Ensemble Resonanz tritt unter der Leitung von Tabea Zimmermann auf mit Werken von Mendelssohn, Dowland, Britten und Korngold, in denen wie ein Echo über die Jahrhunderte hinweg die Sehnsucht nach dem Heimatland erklingt.

Literarische Raritäten
werden in Detmold mit den Erinnerungen der Frauenrechtlerin Malwida von Meysenbug gehoben, denen Ulla Hahn ihre ‹Widerworte› zur Seite stellt (12.5.), sowie in der Lesung Christian Brückners im Haus Brincke mit Oden des Barockdichters Friedrich von Stolberg, dessen Gedanken mit den transluziden Gedichten von Christian Lehnert korrespondieren und einen Widerhall in den Liedern und Songs von Henry Purcell, Leonard Cohen und Nick Drake finden (19./20.5.). Entdeckungen sind zu erleben, wenn Matthias Brandt auf Gut Geissel die westfälische Droste-Landschaft mit dem schwarzen Revier von Heinrich Hauser konfrontiert, das Auryn-Quartett ein Streichquartett von Maximilian Droste-Hülshoff ‹ausgräbt› und Katharina Hacker den Weg zurück in die Kindheit beschreitet (27./28.5.) oder wenn sich Jeanette Hain in der Orangerie von Schloß Rheda auf den Spuren des Grafen von Tecklenburg vorlesend in Gärten des 16. Jahrhunderts aufhält und Nora Bossong ihre lyrische Sicht auf Gärten und Landschaft dagegenhält und Carolin Widmann Bartók und Sciarrino kombiniert (22.7.).

Bedeutende Dichter werden mit ihrem Bezug zu Ostwestfalen gezeigt.
Rainer Maria Rilke war Gast auf Gut Böckel, Hannelore Elsner und Dominique Horwitz lesen dort am 17. Mai 2012 seine Gedichte in einer literarisch-musikalischen Inszenierung mit dem Trio di Clarone. Friedrich von Spee fand im Kloster Falkenhagen Asyl, Roman Hunger-Bühler liest an diesem Ort am 9. Juni aus dessen Brevier der Unmenschlichkeiten, hier tritt der Dissident Liao Yiwu auf mit seiner Anklage des chinesischen Regimes ‹Für ein Lied und hundert Lieder›, der Oboist Albrecht Mayer zeigt mit Kantaten von Bach einen Weg von Schmerz zu Schönheit. Johann von Goethe war mit dem Bergwerksminister von Reden, der auf Schloß Wendinghausen lebte, auf den Spuren des technischen Fortschritts und der Beschleunigung unterwegs, Anlaß für Manfred Osten und Peter Sloterdijk, nach der Lesung von Sebastian Rudolph aus ‹Faust II› die Aktualität Goethes Prophetie ‹auf Vernichtung läuft’s heraus› zu diskutieren (23.6.). Mit Karl Philipp Moritz’ ‹Anton Reiser› begibt sich David Bennent im Gut Renkhausen auf einen Weg aus der Unmündigkeit heraus und findet in John Burnside den begnadeten Erzähler, der den Auf- und Ausbruch junger Menschen heute beschreibt (20./21.7.). Für Friedrich Hölderlin war sein Driburger Aufenthalt 1796 ein tatsächliches Ankommen, danach wurde ihm alles zur Flucht und zur Einsamkeit. Lars Eidinger liest seine späten Gedichte ‹In herrlicher Einsamkeit›, ihnen begegnet der norwegische Schriftsteller Tomas Espedal auf seinen Gedanken-Wanderungen. Robert Schumanns ‹Gesänge der Frühe. An Diotima› schildern ‹die Empfindungen beim Herannahen u. Wachsen des Morgens›, es konzertieren Lauma Skride und Hyeyoon Park bei diesem Finale am 28. Juli 2012.<

 

Was die Literatur fürs Leben so hergibt
zeigen die Lesungen von Eva Mattes und Ulrikka Gernes, die von den Begegnungen zwischen Mensch und Wald sprechen (Schloß Rheder, 26. / 27. Mai). Wie die Poetik eines Ortes Literatur, Architektur und Musik beeinflußt und inspiriert, ist im Kloster Dalheim zu hören und zu sehen, wenn Christoph Ransmayr seine melodiösen Reflexionen über Schriftzeichen und Sternenhimmel aus dem Roman ‹Der fliegende Berg› vorträgt und die minimalistische Architektur des portugiesischen Pritzker-Preisträgers Souro de Moura vorgestellt wird. Kristjan Järvi’s Absolute Ensemble, eines der weltweit führenden Kammerensembles, tritt mit dem griechischen Violinisten Miltiadis Papastamou und dem zypriotischen Sänger Alkinoos Ioannidis auf (16.6.). Eine verloren geglaubte Landschaft mit ihren vielfarbigen Klängen, Tönen und Melodien hat der Troubadour Georges Gurdjieff durchwandert und ihre Lieder gesammelt, die das Gurdjieff Folk Instruments Ensemble auf authentischen Instrumenten interpretiert. Diese Musik trifft am Schloß Wendlinghausen auf die Kunst und Literatur von Haralampi Oroschakoff, der sich als einer der ersten Künstler im Westen mit der Aktualisierung der östlichen Spiritualität und Poetik auseinandersetzte (24.6.) Vom Zauber der Landschaft liest Matthias Habich im Tal der Durbeke aus dem autobiographischen Roman des polnischen Literaturnobelpreisträgers Czeslaw Milosz ‹Im Tal der Issa›, jene Grenzgegend, in der auch der litauische Lyriker Tomas Venclova die Kindheit verbrachte. Im Konzert von Michel Godard und Gavino Murgia verbindet sich traditioneller sardischer Gesang mit alter französischer Musik (14./15.7.).

‹Junge› Wege durch das Land
finden in der Windmühle Levern (7. Juni 2012) zum ‹Gestiefelten Kater› mit dem Dramatiker, Filmemacher und Hörspielautor Werner Fritsch statt.
Informationen zum Literatur- und Musikfest
www.wege-durch-das-land.de
Kartentelefon 05231/ 3080210
Kartenbestellung online unter www.wege-durch-das-land.de
Wege durch das Land
Hornsche Straße 38, 32756 Detmold
Tel. 49 5231 / 308020
Fax 49 5231 / 3080220

 

10. Februar 2012

Jens Harzer ist Schauspieler in Residence beim Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› 2012

 

Jens Harzer ist der erste Schauspieler in Residence beim Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land›. An drei Tagen wird er im Schloß Wehrden an der Weser Texte sprechen, die er eigens für diesen Anlaß ausgewählt hat. Zusammen mit Marina Galic liest er am 6. Juli 2012 Gedichte, Briefe und aus Tagebüchern von Sylvia Plath und Ted Hughes. Am 7. Juli 2012 trägt er mit Bruno Ganz ‹Gespräch im Gebirg› vor, Paul Celans Lyrik und seine ‹Meridian›-Rede werden mit Gedichten und Texten von Büchner, Lenz und Mandelstam verbunden. Am 8. Juli 2012 ist Jens Harzer mit Thomas Bernhards Erzählung ‹Amras› zu hören. Mit dem Schauspieler in Residence wird ein besonderer Ort der Sprache und ein Raum der Sprachgestaltung geschaffen, denn das Gedicht, die Prosa werden erst im Akt des Lautlesens als das Unmittelbare und das stets unfertig Fertige wahrnehmbar, betont die künstlerische Leiterin Brigitte Labs-Ehlert. Das ‹Schauspieler-in-Residence›-Programm wird auch in den Folgejahren fortgesetzt.

 

Jens Harzer, geboren in Wiesbaden, erhielt seine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München und war zunächst bei den Münchner Kammerspielen, danach am Bayrischen Schauspielhaus tätig. Er wirkte bei Produktionen unter der Regie von Herbert Achternbusch, Peter Zadek, Jan Bosse, Dieter Dorn und Martin Kušej mit. Harzer war von 2001 bis 2004 der Tod im ‹Jedermann› bei den Salzburger Festspielen. Bei den Berliner Festspielen war er in den Filmen ‹Requiem› und ‹Der Lebensversicherer› zu sehen sowie in ‹Same Same but different›. Seit 2009 ist Jens Harzer Ensemblemitglied des Thalia Theaters in Hamburg. 2008 wurde er von der Fachzeitschrift Theater heute zusammen mit Ulrich Matthes zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 wurde Jens Harzer zum zweiten Mal zum Schauspieler des Jahres gewählt. Die Auszeichnung erhielt er u.a. für seine Rolle als Marquis Posa in Jette Steckels Inszenierung des ‹Don Carlos›. Aktuell spielt er die Erzählerfigur in dem Stück von Peter Handke ‹Immer noch Sturm› am Thalia Theater Hamburg, das mit ihm in der Hauptrolle bei den Salzburger Festspielen im vergangenen Jahr uraufgeführt wurde.

 

Wege durch das Land / Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe, Hornsche Straße 38,  32756 Detmold

Ruf 05231/30802-0 Fax 05231/30802-20 www.wege-durch-das-land.de  info@wege-durch-das-land.de

 

31. Januar 2012

‹Wege durch das Land› ist Preisträger im Wettbewerb ‹365 Orte im Land der Ideen›

 

‹Wege durch das Land› ist im Jahr 2012  ein ‹Ausgewählter Ort› im Land der Ideen. Damit gehört das ostwestfälische Literatur- und Musikfest zu den Preisträgern im Wettbewerb ‹365 Orte im Land der Ideen›. Das gab die Standortinitiative ‹Deutschland – Land der Ideen›, die seit 2006 die Auszeichnung in Kooperation mit der Deutschen Bank vergibt, am heutigen Dienstag, den 31. Januar 2012, bekannt.

Die Initiative unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und die Deutsche Bank prämieren jährlich 365 herausragende Projekte und Ideen, die das Innovationspotential Deutschlands repräsentieren und einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit leisten. Aus über 2.000 Bewerbungen hat eine Jury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern in diesem Jahr auch das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› in der Kategorie Kultur ausgezeichnet.

Seit dem Jahr 2000 veranschaulicht die Veranstaltungsreihe ausgehend von Detmold die Bedeutung Ostwestfalen-Lippes als literaturgeschichtliche Kernregion. ‹Wege durch das Land› wurde als erstes Festival in Deutschland mit dem Schwerpunkt Literatur und Musik gegründet und hat diese Stellung bis heute inne. Die Lesungen und Konzerte finden in Schlössern und Gutshöfen, Mühlen, Scheunen, Kirchen, Klöstern und unter freiem Himmel statt.

Das Programm der 13. Saison, die 2012 vom 11. Mai bis 28. Juli stattfindet, unterstreicht die Bedeutung der ostwestfälischen Region für Europa, indem die vielfältigen Verflechtungen in Literatur und Musik aufgegriffen werden. Dabei folgt das Festival einem innovativen, sparten- und länderübergreifenden Ansatz. Und immer wieder wird die heimische Landschaft mit ihren Protagonisten thematisiert und in Spannung gesetzt zu Mythos und Urbanität.

Im Rahmen seiner diesjährigen Abschlussveranstaltung wird das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› am 28. Juli 2012 als ‹Ausgewählter Ort im Land der Ideen› ausgezeichnet.

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