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Gut Böckel

Sonntag, 19. Mai 2019 - 18:00


Gut Böckel − Rilkestraße 18 − 32289 Rödinghausen


Es lesen und konzertieren





Rede an die Musik


Carolin WidmannMusik ist mein Leben, mein Leben ist Musik




Konzert


Signum Quartett (Streichquartett)

Erkki-Sven Tüür 2. Quartett ‹Lost Prayers›

Leoš Janáček Streichquartett Nr. 1 ‹Kreutzersonate›




Pause





Lesung


Peter StammDie sanfte Gleichgültigkeit der Welt




Konzert


Signum Quartett

Franz Schubert Streichquartett Nr. 14 d-Moll ‹Der Tod und das Mädchen›




Musik ist mein Leben, mein Leben ist Musik


Seit 1991 ist Gut Böckel im Besitz von Ernst und Karen Leffers, die auf dem Kulturgut seitdem viele international erfolgreiche Musikerinnen und Musiker haben auftreten lassen. Ein geeigneter Ort also für die Geigerin Carolin Widmann, um hier die ‹Rede an die Musik› zu halten. Natürlich sind die vielen Auszeichnungen, die Anzahl ihrer Konzerte auf internationalen Podien und mit den besten Orchestern der Welt beeindruckend. Der Grund, sie einzuladen, war jedoch ihre Haltung – ihre stete Neugierde, ihre Offenheit für Neues, ihre Begeisterung für die Musik, die Kunst im Allgemeinen und für die Menschen, mit denen sie zusammen musiziert. Und so wird ihre Rede mit dem Leitsatz beginnen: ‹Ich bin hier, um meine Passion mit dem Publikum zu teilen›. Widmann wird sich mit ihrer Rolle als Interpretin beschäftigen, mit so elementaren Aspekten wie der Identitäts- und Seelensuche im Klang oder mit dem Körpergefühl als entscheidendem Faktor, eine musikalische Situation zu reproduzieren. Es wird um Räumlichkeit, um Aufhebung von Zeit und um nicht weniger als das Allumfassende der Musik und die Frage der Schönheit gehen.

Die Arbeit des 1994 gegründeten Signum Quartett ist durch immer neue Ansätze und Impulse geprägt. Auf Gut Böckel wenden sich die Musikerinnen und Musiker dem Thema Aufbruch zu. So bedeutete das 1. Quartett des estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür einen Aufbruch im eigenen Schaffen des Streichquartetts. Leoš Janáčeks 1. Streichquartett ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Sehnsucht der Frau nach Freiheit und Unabhängigkeit. Für Franz Schubert wiederum war der Einfluss des Geigers Ignaz Schuppanzigh ein Signal zur Komposition neuer Quartette und führte in seinem Schaffen zu einer regelrechten Neugeburt seiner Kammermusik.

Peter Stamm wird seinen Roman ‹Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt› vorstellen, der mit dem Schweizer Buchpreis 2018 ausgezeichnet wurde. In ihm treibt Stamm ein für ihn typisches Verwirrspiel um die Identität seiner Figuren. In sanftem, melancholischem Ton schreibt er über die großen Lebensfragen und lässt möbiusbandhaft das Ende des Buches in den Anfang münden. Stamm errichtet inmitten einer Stockholmer Liebesgeschichte ein literarisch höchst komplexes Spiegelkabinett, das die Leserinnen und Leser immer wieder in die Irre führt, sie aber schließlich erstaunt und fasziniert erlöst.

 

Pause ca. 19.30 Uhr | Ende ca. 22.00 Uhr

55 | 40 | 22 | Studentenkarte 15 €




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