Karten können online unter dem Menüpunkt ‹Karten› auf unserer Homepage sowie telefonisch unter 05231-30 80 210 erworben werden.
Die Online-Bestellung ist ab Sonntag, 24. März 2019, um 10.00 Uhr freigeschaltet.
Bestellungen per E-Mail, Fax oder Post, die uns am 24. März 2019 ab 10.00 Uhr erreichen, werden systembedingt ab 16.00 Uhr bearbeitet.
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Gut Böckel

Samstag, 18. Mai 2019 - 18:00


Gut Böckel − Rilkestraße 18 − 32289 Rödinghausen


Es lesen und konzertieren





Lesung


Hansjörg Schertenleib Die Fliegengöttin




Konzert


Trio Aurora: Lev Bespalov (Violoncello), Marina Bestschastnych (Violine), Elizaveta Ukrainskaya (Klavier)

Claude Debussy Estampes ‹La soirée dans Grenade›

Isaac Albéniz ‹Triana› aus der Suite ‹Iberia› für Klavier

Eugène Ysaÿe Sonate für Violine solo op. 27/2: Sarabande, Les Furies

Sergei Prokofjew Walzer aus ‹Aschenputtel› für Violine und Klavier

Juri Schaporin 5 Stücke für Cello und Klavier: Arie, Scherzo

Paul Juon ‹Litania› für Violine, Cello und Klavier




Pause





Lesung


Claudia Michelsen

Sylvester Groth

Vladimir Nabokov Erinnerung, sprich

Marcel Proust In Swanns Welt aus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Christa Wolf Kindheitsmuster




Konzert


Trio Charm: Artur Adrshin (Akkordeon), Arkadii Shkvorov (Akkordeon), Vladimir Stupnikov (Akkordeon) 

Modest Petrowitsch Mussorgski

Nr. 9 ‹Die Hütte auf Hühnerfüßen (Baba-Jaga)›

Nr. 10 ‹Das Heldentor (in der alten Hauptstadt Kiew)›

Petri Makkonen The memory of love

Petri Makkonen Disco-Toccata

Petri Makkonen Longing for primitivity

Camille Saint-Saëns Danse Macabre

Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow Vocalise




Sprich Erinnerung, sprich


Ein Abend über das Vergessen und das Erinnern

Leopold Koenig, der Großvater der Lyrikerin Hertha Koenig, erwarb das Gut Böckel 1874. Da er in Russland gelebt und mit dem Anbau von Zuckerrüben zu großem Reichtum gekommen war, fühlte er sich, ebenso wie zukünftige Bewohner des Gutes, Russland und seinen Künstlerinnen und Künstlern sehr verbunden. So waren in den letzten Jahren die Petersburger Sinfoniker genauso zu Gast wie die Konzeptkünstler Ilja und Emilia Kabakow, deren große Installation ‹meet your angel› im Park zu besichtigen ist. An diese Tradition wollen wir anknüpfen und haben gemeinsam mit der Gartow Stiftung zwei Trios eingeladen, die sich aus Studierenden des St. Petersburger Konservatoriums zusammensetzen: Das Trio Charm hat sich 2015 gegründet, bereits zahlreiche Preise auf internationalen Wettbewerben gewonnen und konzertiert europaweit. Auch die Musikerinnen und Musiker des Trio Aurora haben viele Wettbewerbsauszeichnungen erhalten. So wurden der Pianistin Elizaveta Ukrainskaja beim Europäischen Klavierwettbewerb 2016 in Bremen neben dem 1. Preis auch zwei Sonderpreise und der Publikumspreis zugesprochen. Beide Trios stellen Programme mit Werken aus dem ausgehenden 19. und dem 20. Jahrhundert vor, u. a. von Sergei Prokofjew und Sergei Rachmaninow.

Literarisch wollen wir uns mit dem Erinnern und dem Vergessen beschäftigen. Der in Irland lebende Schweizer Autor Hansjörg Schertenleib stellt seine Novelle ‹Die Fliegengöttin› vor, die vom Verschwinden der Erinnerung einer an Alzheimer erkrankten Ehefrau erzählt und von der kraftraubenden Pflege ihres Ehemannes, der hinnehmen muss, wie das Vergessen sie jeden Tag mehr umschließt. Dem setzen wir drei große Momente des Erinnerns aus der Weltliteratur entgegen. Claudia Michelsen und Sylvester Groth lesen aus ‹Kindheitsmuster› von Christa Wolf, aus ‹Erinnerung, sprich› von Vladimir Nabokov und aus dem ersten Band von Marcel Prousts ‹Auf der Suche nach der verlorenen Zeit›, ‹In Swanns Welt›. In allen drei Werken bestimmt das Erinnern die Form und den Inhalt des Buches. Die Autoren suchen Antwort auf die Frage, was weshalb erinnert wird. Warum löst eine Madeleine, eingetaucht in Tee, bei Proust eine gewaltige Erinnerungsflut aus? Christa Wolfs Roman geht der Frage auf den Grund, wie man sich in die eigene Kindheit zurückversetzen und sich der Erinnerung stellen kann und Nabokov, für den Erinnerung nicht linear ist, schreibt ‹Ich gestehe, dass ich nicht an die Zeit glaube›.

 

Pause ca. 19.30 Uhr | Ende ca. 22.00 Uhr

55 | 40 | 22 | Studentenkarte 15 €




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