ZUSATZ: Lichtwerk

Sonntag, 8. Juli 2018 - 18:00


Lichtwerk Bielefeld − Ravensberger Park 7 − 33607 Bielefeld


Es lesen und konzertieren





Neu gelesen


Matthias Bundschuh

Heinrich Mann Professor Unrat




Konzert


Frederike Haas (Gesang)

Ferdinand von Seebach (Klavier und Gitarre)

Auf Wiederseh'n irgendwo auf der Welt

Lieder von Bronisław Kaper, Walter Jurmann, Kurt Weill, Emmerich Kálmán, Franz Waxman, Friedrich Hollaender, Werner Richard Heymann, Mischa Spoliansky




Pause





Filmvorführung


Frederike Haas (Gesang)

Ferdinand von Seebach (Klavier und Gitarre)

Auf Wiederseh'n irgendwo auf der Welt

Lieder von Bronisław Kaper, Walter Jurmann, Kurt Weill, Emmerich Kálmán, Franz Waxman, Friedrich Hollaender, Werner Richard Heymann, Mischa Spoliansky




Wege ins Kino


Die ‹Alte Tischlerei› im Ravensberger Park in Bielefeld, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem Jahr 1860, beherbergt eines der anspruchsvollsten Programmkinos der Region, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Entwicklungen der Filmgeschichte nachzuzeichnen und bedeutende Regisseure und Filme der Gegenwart zu porträtieren. Für einen Abend wird das Lichtwerk Kino Gastgeber des Literatur- und Musikfestes sein.

‹Wege durch das Land› nähert sich der Kunstform des Filmes natürlich über die Literatur und beschäftigt sich mit der berühmten Verfilmung von Heinrich Manns ‹Professor Unrat›: ‹Der blaue Engel› unter der Regie von Josef von Sternberg. Der Film, der 1930 uraufgeführt wurde, ist einer der wenigen Welterfolge des frühen deutschen Tonfilms. Während der Professor im Film gegen die Regeln der Gesellschaft verstößt und schlussendlich an ihren Gegebenheiten zerbricht, ist seine Entwicklung im Roman nach der Entlassung aus dem Schuldienst anders dargestellt. Hier macht er sich Gedanken über die gesellschaftliche Funktion von Sitte und Moral und verändert sich selbst aus eigener Motivation heraus. Der Schauspieler Matthias Bundschuh, der u. a. am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin engagiert war, wird aus Manns Roman lesen. Die Sängerin Frederike Haas und der Posaunist, Gitarrist und Pianist Ferdinand von Seebach verbeugen sich mit ihrem Programm ‹Auf Wiederseh’n irgendwo auf der Welt› vor Komponisten wie Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Paul Abraham und Kurt Weill. Diese mussten genauso wie Heinrich Mann und Mitarbeiter sowie Produzenten des Films vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen. Durch den Wortwitz, den melancholischen und doch heiteren Sound der Chansons lassen Frederike Haas und Ferdinand von Seebach das Berlin vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten in seiner kulturellen Blüte wieder auferstehen.

 

Pause ca. 19.30 Uhr | Ende ca. 22.00 Uhr

40 | Studentenkarte 15 €




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