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Bestellungen per E-Mail, Fax oder Post, die uns am 24. März 2019 ab 10.00 Uhr erreichen, werden systembedingt ab 16.00 Uhr bearbeitet.
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Theater im Park

Freitag, 10. Mai 2019 - 18:00


Theater im Park − Am Kurpark − 32545 Bad Oeynhausen


Es lesen und konzertieren





Rede an die Sprache


Clemens Meyer 




Konzert


Dorothee Oberlinger (Blockföte)

l'arte del mondo (Orchester)

Georg Friedrich Händel Concerto grosso D-Dur op. 6/5 HWV 323

Godfrey Finger Ground

Giuseppe Sammartini Konzert für Sopranblockflöte und Streicher F-Dur




Pause





Lesung


Anneke Kim Sarnau

Fabian Busch

Inge Müller Die Weiberbrigade




Konzert


Dorothee Oberlinger (Blockflöte)

l'arte del mondo (Orchester)

Luciano Berio ‹Gesti› für Blockflöte solo

Antonio Vivaldi ‹La Notte› Konzert für Blockflöte und Streicher g-Moll op. 10/2 RV 439

Evaristo Felice Dall'Abaco Concerto grosso D-Dur op. 5/6

Antonio Vivaldi Konzert für Flautino und Streicher C-Dur RV 443




Dass ich nicht ersticke am Leisesein


Im 19. Jahrhundert baute man im Herzen des Bad Oeynhausener Kurparks ein Theater, das ein eigenes Ensemble und einen täglich wechselnden Spielplan hatte, jedoch 1910 bis auf die Grundmauern abbrannte. Fünf Jahre später wurde die Neueröffnung des Königlichen Kurtheaters gefeiert. Hier wollen wir das Literatur- und Musikfest mit der ‹Rede an die Sprache› eröffnen. Der Leipziger Autor Clemens Meyer wird sie für uns verfassen. Seit seinem Debütroman ‹Als wir träumten› beschäftigt Meyer sich mit dem Thema Aufbruch. Er ist ein Spezialist für die Geschichte(n) der Nachwendezeit. Seine Werke beschreiben die Hoffnungen und die Sehnsüchte der vom Westen ‹befreiten› Ostdeutschen. Meyers Figuren dabei zu begleiten, wie sie im Rausch der neuen Freiheit Großes erträumen und dann doch mit Nichts dastehen, bricht einem bisweilen das Herz und erklärt quasi nebenbei die politische Wetterlage des Jahres 2019. Um den Aufbruch der Frauen geht es in Inge Müllers Hörspiel ‹Die Weiberbrigade›. In der DDR war die Gleichstellung der Frau offizielles Ziel der Gesellschaftspolitik. Bei Müller aber eckt eine Brigadistin an, die es von der Küchenhilfe zur Schlosserin gebracht hat und nun solche Entwicklungsmöglichkeiten auch für ihre Kolleginnen fordert. Sie muss erleben, dass es mit der Emanzipation im Alltag doch nicht so weit her ist, wie es das offizielle Bild der DDR verkündet. Anneke Kim Sarnau und Fabian Busch lesen aus Müllers Komödie. Dorothee Oberlinger und l'arte del mondo werden das Festival musikalisch eröffnen. Der Aufbruch des italienischen Musikers Evaristo Dall’Abaco nach Frankreich ist in dem ‹Concerto Nr. 6› zu hören. Dall’Abaco, dessen Werke in ihrer ungeahnten Energie und Frische denen Antonio Vivaldis in nichts nachstehen, musste infolge der spanischen Erbfolgekriege nach Versailles flüchten. Und wäre Händel nicht für mehrere Jahre nach Italien gegangen, hätte er die musikalische Italianità seiner Zeit nicht in sich aufsaugen und seine Concerti nach italienischem Muster nie so schreiben können, wie er es tat. ‹Barocke Spielfreuden› und einen ‹schier unerschöpflichen Atem› attestiert SpiegelOnline der Flötistin Dorothee Oberlinger. In ihrer intensiven und mitreißenden Beschäftigung mit der Barockmusik bezieht sie wie selbstverständlich auch zeitgenössische Werke ein, so ist ‹Gesti› von Luciano Berio für sie mit einer frühbarocken Sonate zu vergleichen. ‹Man muss›, ist die Musikerin überzeugt, ‹die Musik ja immer spielen, als wenn sie gerade aus der Feder gekommen ist›.

 

Pause ca. 19.30 Uhr | Ende ca. 22.00 Uhr

55 | 40 | 22 | Studentenkarte 15 €




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