Pressemitteilungen

13. August 2017: Rückblick auf die 18. ‹Wege durch das Land›-Saison

Mit einem großen Finale auf der Dreckburg bei Salzkotten ist an diesem Wochenende das 18. Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› zu Ende gegangen. Bibiana Beglau, diesjährige Schauspielerin in Residence, begeisterte die rund 600 Besucher an ...

Rückblick auf die 18. ‹Wege durch das Land›-Saison

Mit einem großen Finale auf der Dreckburg bei Salzkotten ist an diesem Wochenende das 18. Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› zu Ende gegangen. Bibiana Beglau, diesjährige Schauspielerin in Residence, begeisterte die rund 600 Besucher an zwei Theaterabenden durch ihr eindringliches Spiel. Während sie am Samstagabend, begleitet von dem Cellisten Valentin Erben, die kraftvoll sinnliche Sprache Hans Henny Jahnns zum Leben erweckte, brachte sie am Sonntag den Zeitgeist der Roaring Twenties auf die Bühne als sie gemeinsam mit August Zirner Werke von Zelda und F. Scott Fitzgerald las und das Spardosen-Terzett mit Jazz von Duke Ellington zu hören war.

Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs, die die künstlerische Leitung des Festivals im vergangenen Herbst übernommen haben, blicken beglückt auf ihre erste Saison zurück: ‹Der Zuspruch der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler sowie der unserer Besucher hat unsere Erwartungen übertroffen. Unser Vorschlag, 2017 mit dem Thema ‹Heimat› durch das Land zu reisen, ist mit großer Begeisterung aufgenommen worden und hat viel künstlerische Energie freigesetzt.›

Das diesjährige Programm zeichnete sich durch neue und ambitionierte Konzepte mit mehreren Uraufführungen, Eigenproduktionen und Auftragsarbeiten aus. Judith Kuckart entwickelte im Auftrag von ‹Wege durch das Land› das Erzähltheater ‹Heimaten› und zeigte in einer experimentierfreudigen Dorfbegehung mit einem Dutzend Dorfexperten ein vielschichtiges Willebadessen. Auf der Theaterbühne in Bad Oeynhausen wurde mit Maria Sommer eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Literatur- und Theaterlandschaft gewürdigt und auf Schloss Wendlinghausen kamen Literatur und Musik in der Konzertlesung von Ulrich Noethen und dem Detmolder Kammerchor auf das Schönste zusammen. Im Zeichen der zeitgenössichen Musik stand der von Helmut Oehring konzipierte Abend mit einer Uraufführung auf Gut Böckel. Durch das Land und über die Weser führten die Wege bei der Liebeserklärung an das Wasser als 150 Besucher – umrahmt und begleitet von Lesungen und Konzerten – mit dem Schiff von Schloss Wehrden nach Schloss Fürstenberg fuhren. Den Schlössern, Klöstern und Herrenhäusern wurden in diesem Sommer mondäne Bauten wie die Kunsthalle Bielefeld, das Marta Herford oder das COR-Haus in Rheda-Wiedenbrück als Veranstaltungsorte an die Seite gestellt. Zahlreiche Kooperationen entstanden und sollen in der nächsten Saison fortgeführt und ausgebaut werden, das Angebot der Studentenkarte wurde – mit Blick auf die Zukunft – deutlich erweitert.

Insgesamt fanden von Mai bis August 30 Veranstaltungen an 22 verschiedenen Orten statt, über 7.000 Karten wurden verkauft und wie in den Vorjahren überstieg die Kartennachfrage die zur Verfügung stehenden Plätze. Durch die Bereitschaft aller Beteiligten war es möglich, vier ausverkaufte Zusatzveranstaltungen anzubieten. Zu den rund 200 Künstlern aus 15 Nationen zählten u. a. Daniel Kehlmann, Andreas Maier, Sandra Hüller, Ronald Zehrfeld, Carolin Widmann, die Capella de la Torre und zahlreiche neue und neu zu entdeckende Künstler.
Das 19. Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› beginnt am 10. Mai 2018 im Kreis Höxter.


Wege durch das Land gGmbH
Hornsche Straße 38

32756 Detmold

Telefon: 05231-30 80 20
info(at)wege-durch-das-land.de

www.wege-durch-das-land.de

Künstlerische Leitung: Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs
Pressekontakt: Sarah Bloch | 05231-30 80 20 | bloch@wege-durch-das-land.de

27. Juni 2017: Gesellschafterversammlung der Wege durch das Land gGmbH

Am heutigen Dienstag, 27. Juni 2017, tagte die Gesellschafterversammlung der Wege durch das Land gGmbH im Schloss Brake in Lemgo. Themen waren u. a. der bisherige Verlauf des Festivals 2017 sowie die finanzielle Entwicklung im Wirtschaftsjahr 2017 ...

Gesellschafterversammlung der Wege durch das Land gGmbH

Am heutigen Dienstag, 27. Juni 2017, tagte die Gesellschafterversammlung der Wege durch das Land gGmbH im Schloss Brake in Lemgo. Themen waren u. a. der bisherige Verlauf des Festivals 2017 sowie die finanzielle Entwicklung im Wirtschaftsjahr 2017.

Nach knapp der Hälfte der Veranstaltungen des 18. Literatur- und Musikfestes  zeigen zahlreiche ausverkaufte Veranstaltungen sowie die positive Künstler- und Besucherresonanz, dass ‹Wege durch das Land› auch unter der neuen künstlerischen Leitung von Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs ein einzigartiges Kulturerlebnis im Raum Ostwestfalen-Lippe bleibt. Mit Eva Menasses ‹Rede an die Sprache›, PeterLichts ‹Rede an die Musik› und Norbert Hummelts ‹Gehrdener Journal› kamen drei Auftragsarbeiten zur Aufführung. Junge Autoren wie Deniz Utlu und Abbas Khider konnten ebenso wie renommierte Schauspieler wie Thomas Thieme und Ulrich Noethen überzeugen. Die ‹Liebeserklärung an das Wasser›, die Lyrik-Session auf Gut Holthausen sowie der Theaterabend mit Maria Sommer im Theater im Park waren Glanzlichter des bisherigen Programms.

Im Bereich der öffentlichen Fördermittel hat das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen nach einer Mitteilung der Bezirksregierung Detmold zwischenzeitlich die beantragten Fördermittel in Höhe von 207.000 € zur Verfügung gestellt. Die Bewilligung der Fördermittel durch die Bezirksregierung steht unter dem Vorbehalt der fristgemäßen vollständigen Begleichung der aus den Verwendungsnachweisprüfungen 2013 bis 2015 erwarteten Rückforderungen. Der Rückforderungsbescheid ist bisher noch nicht ergangen. Bis zum Erlass eines Zuwendungsbescheids werden auf Antrag Abschläge der Landeszuwendung ausgezahlt.

Erfreulich ist, dass das Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› über die Grenzen Ostwestfalen-Lippes hinaus auch von der neuen Landesregierung Anerkennung erfährt und im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP als ein die Kulturlandschaft prägendes Festival gewürdigt wird. Die Wege durch das Land gGmbH wertet diese Erwähnung als Auftrag, die bisherige Arbeit fortzuschreiben und Ostwestfalen-Lippe auch künftig durch Literatur und Musik neu- und wiederzuentdecken.

Der Geschäftsführer der Wege durch das Land gGmbH, Frank Schäfer, geht unter Berücksichtigung der aktuellen und zu erwartenden Zahlen von einem ausgeglichenen Jahresergebnis 2017 aus.


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20. Juni 2017: ‹Die Welt im Rücken›

Einen Sommer lang durch die Landschaft zu wandern und poetische Orte und Industriestätten durch Literatur und Musik zu entdecken und zu beleben, das ist seit dem Jahr 2000 das so erfolgreiche Konzept von ‹Wege durch das Land›. Am 8. Juli 2017 führt ...

‹Die Welt im Rücken›

Einen Sommer lang durch die Landschaft zu wandern und poetische Orte und Industriestätten durch Literatur und Musik zu entdecken und zu beleben, das ist seit dem Jahr 2000 das so erfolgreiche Konzept von ‹Wege durch das Land›. Am 8. Juli 2017 führt der Weg um 18.00 Uhr erstmals zum Möbelunternehmen COR in Rheda-Wiedenbrück. Im COR-Haus berichtet der Schriftsteller Thomas Melle im Gespräch von (s)einer manisch-depressiven Krankengeschichte. Die Schauspielerin Sibylle Canonica und der Komponist Mark Polscher sind mit einer Klang-Lese-Performace zu erleben, die sie auf Grundlage von Melles Buch ‹Die Welt im Rücken› erarbeitet haben.

Das Möbelunternehmen COR produziert seit über sechzig Jahren hochwertige Sitzmöbel und wurde mehrfach mit dem renommierten Red Dot Design Award ausgezeichnet. Mit dem COR-Haus hat das Familienunternehmen ein großflächiges Firmen-Museum geschaffen, das der kleinsten Heimat-Form ein Zuhause gibt: dem Sofa. Eine Eintrittskarte für die Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.
In ‹Die Welt im Rücken› erzählt Thomas Melle von (s)einer manisch-depressiven Krankengeschichte. Er stand mit seinen letzten drei Büchern auf der Short-List des Deutschen Buchpreises und ist zudem ein erfolgreicher Theaterautor. ‹Die Welt im Rücken› war ein literarisches Ereignis im vergangenen Jahr und wurde von der Kritik hoch gelobt. Thomas Melle berichtet von drei Krankheitsschüben, die stets nach ähnlichem Muster verlaufen, aber immer schlimmer werden. Alles, was ihn erreicht, bezieht er in seiner Manie direkt auf sich selbst. Jede Werbung, jeder Popsong, jedes Graffiti wird zum versteckten Zeichen, das von ihm entschlüsselt werden will. Eine Zeichenfülle, die den Kopf zu sprengen droht und die erst endet, wenn die Manie abebbt. Danach folgen die Phasen der Bedeutungslosigkeit, in der der Gang zum Kühlschrank ein Kraftakt ist und nichts einen Sinn hat. Thomas Melles Buch ist kein Krankenbericht, es ist reinste Literatur, weil es Zustände, die normalerweise verborgen bleiben, mit Gedankenschärfe und großer sprachlicher Brillanz sinnlich erfahrbar macht. Der Autor berichtet in einem Gespräch von seiner Krankheit und seinem literarischen Schaffen.
Die Schauspielerin Sibylle Canonica und der Komponist Mark Polscher haben auf Grundlage des Buches eine etwa 70-minütige Klang-Lese-Performance entwickelt, die sich insbesondere mit dem ersten Teil des Buches auseinandersetzt und am 8. Juli im Show-Room des COR-Hauses ihre Uraufführung erlebt.

Von Heimat erzählen – das ist das Anliegen des 18. Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land›, das vom 25. Mai bis zum 13. August 2017 erneut durch ganz Ostwestfalen-Lippe zieht. Jede der 24 Veranstaltungen ist eine Premiere und in seiner literarischen und musikalischen Dramaturgie eng mit dem jeweiligen Ort verknüpft. Heimat als Gefühl – als Sehnsucht – ist von jeher auch in der Literatur und in der Musik zu Hause. Im spannenden Gegensatz stehen die große Heimatverbundenheit der Menschen in Ostwestfalen-Lippe, die Heimatlosigkeit zahlreicher Flüchtender und die Auffassung vieler Künstler, die ihre Heimat eher in der Sprache oder der Musik als an einem Ort finden. Renommierte Autoren, vielversprechende Schauspieler und Musiker, die sich einen internationalen Ruf erworben haben, treten an Orten wie Schlössern, Scheunen, Museen und an der Weser auf.

Die Veranstaltung im COR-Haus wird unterstützt durch das Unternehmen COR Sitzmöbel Helmut Lübke GmbH & Co. KG.
Karten für diese Veranstaltung kosten 45 / 35 / 22 und 15 (Studentenkarte) Euro.
Kartenbestellung unter www.wege-durch-das-land.de sowie von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 05231-30 80 210.

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30. Mai 2017: ‹Junge Wege› durch das Land

Die ‹Jungen Wege› sind das Programm für die jungen Besucher des Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land›. In diesem Jahr führen sie Kinder zwischen 9 und 13 Jahren am 23. Juni in das historische Badehaus nach Bad Oeynhausen. Ein literarisch ...

‹Junge Wege› durch das Land

Die ‹Jungen Wege› sind das Programm für die jungen Besucher des Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land›. In diesem Jahr führen sie Kinder zwischen 9 und 13 Jahren am 23. Juni in das historische Badehaus nach Bad Oeynhausen. Ein literarisch-theatralisches Programm umfasst kindgerechte Lesungen, Musik und viel eigenes Tun. Die ‹Jungen Wege› finden parallel zu der Veranstaltung für Erwachsene statt.

Die Zeiten, als der Alltag noch ohne Smartphones und Fernseher funktionierte und man in der Schule auf Schiefertafeln schrieb, erscheinen manchem (Kind) weit weg oder gar unvorstellbar. Das ‹Damals› ist aber noch da, in den Erzählungen der Zeitzeugen lebendig, zum Greifen nah. Wo kommt sie her, die Erinnerung? Mit spielerischen Mitteln des Theaters erforschen die Kinder zusammen mit der Schauspielerin und Theaterpädagogin Dafne-Maria Fiedler und dem Jazztrompeter Niklas Müller das Feld der Erinnerung. Dabei lassen sie sich inspirieren von Texten aus der Weltliteratur und begleiten von der Sprache der Musik. In Lesungen hören sie u.a. Auszüge aus Judith Kerrs Klassiker ‹Als Hitler das rosa Kaninchen stahl›. Judith Kerr hat in ihrem Roman bewegend aber auch heiter und vor allem aus der kindlichen Perspektive die Flucht ihrer Familie aus Hitler-Deutschland beschrieben. Die Hauptfigur Anna musste fast alles zurücklassen, so ist ihre Erinnerung vielfach die einzige Verbindung zu ihrem früheren Leben. Vom Gehörten geht es zum kreativen Tun: die Künstler entwickeln ausgehend vom Roman gemeinsam mit den Kindern eigene Szenen, in denen Erinnertes, Schönes wie Schweres, aber auch das Erinnern an sich mit den verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten des Theaters umgesetzt wird.
Dafne-Maria Fiedler, 1973 in Lübeck geboren, ist Theaterpädagogin, Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin und erarbeitet regelmäßig Theaterabende für die ‹Shakespeare Kids Berlin›. Der Heidelberger Jazztrompeter Niklas Müller entführt die Kinder mit verschiedenen akustischen und elektronischen Instrumente und seiner Loopstation in phantastische Klangwelten. Von groovigen Basslinien mit funkigen Trompetensolos über balladeske Klavierakkorde bis hin zu cineastisch wirkenden Klängen ist alles möglich. Kein Stück wird ein zweites Mal gleich gespielt, die Kinder sind am Entstehungsprozess direkt beteiligt.

Für die Eltern und die erwachsenen Begleitpersonen sind noch Karten für die parallel stattfindende Hauptveranstaltung im Theater im Park erhältlich: Die Schauspieler Leslie Malton und David Bennent erinnern mit dem Kuss Quartett zu George Taboris zehntem Todestag mit Lesung und Konzert an den großen Tragik-Komiker des deutschen Theaters. Zudem schildert Maria Sommer, Taboris langjährige Verlegerin und Weggefährtin, in einem Gespräch ihre Arbeit und berichtet von ihrer Freundschaft mit George Tabori.

Karten für die ‹Jungen Wege› kosten inkl. Abendimbiss 16 Euro.
Karten für die Erwachsenen-Veranstaltung im Theater im Park kosten 50 / 40 / 27 Euro.
Kartenbestellung unter www.wege-durch-das-land.de sowie von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 05231-30 80 210.


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Künstlerische Leitung: Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs
Ansprechpartnerin: Marlen Dettmer | 05231-30 80 20 | dettmer@wege-durch-das-land.de
Pressekontakt: Sarah Bloch | 05231-30 80 20 | bloch(at)wege-durch-das-land.de

11. Mai 2017: ‹Der Vogel, weiß (Mit anderen Augen)›

Am 15. Juli 2017 ist auf Gut Böckel in Rödinghausen die Uraufführung einer Auftragsarbeit des Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› zu erleben. Im Zentrum der Konzertlesung steht Helmut Oehrings Gedichtvertonung ‹Der Vogel, weiß›, die er mit ...

‹Der Vogel, weiß (Mit anderen Augen)›

Am 15. Juli 2017 ist auf Gut Böckel in Rödinghausen die Uraufführung einer Auftragsarbeit des Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› zu erleben. Im Zentrum der Konzertlesung steht Helmut Oehrings Gedichtvertonung ‹Der Vogel, weiß›, die er mit autobiografischen Textpassagen und kammermusikalisch neu bearbeiteten Ausschnitten aus aktuellen Musiktheaterwerken verknüpft. Zusammen mit ihm und Dagmar Manzel treten fünf junge europäische Musiker auf. Es ist ein Abend ganz im Zeichen der zeitgenössichen Musik, die sinnlich erfahrbar ist und kein Expertentum voraussetzt.
Hertha Koenig war nicht nur Hausherrin auf dem 1350 erstmals urkundlich erwähnten, ehemaligen Rittergut Böckel, die Lyrikerin und Kunstmäzenin machte es sich auch zur Aufgabe, das Gut für Kunst und Kultur zu öffnen. Es ist daher kein Zufall, dass hier so schaffensreich und vielfältig gedichtet wurde. Bis heute gibt Gut Böckel der Kunst eine Heimat und die Familie Leffers zählt seit dem Gründungsjahr des Literatur- und Musikfestes zu den Gastgebern von ‹Wege durch das Land›.
Dichtung spielt auch im Werk von Helmut Oehring eine bedeutende Rolle. Seit 30 Jahren verknüpft der 1961 in Ostberlin geborene Gitarrist, Komponist, Autor und Regisseur in seinen vielfach preisgekrönten audiovisuellen Werken an der Schnittstelle zwischen instrumental-vokalem Theater und szenischem Konzert poetische, dokumentarische und (auto-)biografische Inhalte. In seiner 2011 erschienenen Autobiografie ‹Mit anderen Augen. Vom Kind gehörloser Eltern zum Komponisten› schreibt er: ‹Im Anfang war die Gebärde. Der Anfang ist bei mir innen, immer Gebärde. Kein Wort. Ich höre mit den Augen. Mit anderen Augen.› Helmut Oehring wurde zum Heimatlosen, der sich sowohl in der Welt der Hörenden, als auch in der elterlichen Welt der Taubstummen fremd fühlt. Eine Heimat fand er in der Musik.
Auf Gut Böckel wird seine Vertonung von Johannes Bobrowskis Gedicht ‹Der Vogel, weiß› – eine Auftragsarbeit des Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land› – zur Aufführung kommen. Er liest zudem aus ‹Mit anderen Augen› und verlinkt die Textpassagen mit Ausschnitten aus seinem aktuellsten instrumentalvokal-theatralen Œuvre. ‹AGOTA? Die Analphabetin (Gestern/Irgendwo)› beschäftigt sich mit Leben und Werk der ungarischen Schriftstellerin Ágota Kristóf. Die Collage instrumental-vocal mis-en-scène ‹Angelus Novus II› wurde durch das literarisch-geschichtsphilosophische Werk Walter Benjamins und die gleichnamige Bilderserie Paul Klees inspiriert.
Die Werke werden sängerisch von Dagmar Manzel interpretiert; die Schauspielerin ist Kommissarin im Franken-Tatort, spielt am Deutschen Theater Berlin, ist Protagonistin an der Komischen Oper und dem Kino- und Fernsehpublikum aus Filmen wie ‹Stiller Sommer› und ‹Die Unsichtbare› bekannt. In der Uraufführung von ‹AGOTA?› mit dem Ensemble Modern sang und spielte sie 2016 die Titelrolle.
Gemeinsam mit Dagmar Manzel und Helmut Oehring performen fünf junge Musiker aus Deutschland, der Schweiz und Serbien mit Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon, Trompete, E-Gitarre sowie in Gebärden und Stimmen. Damir Bacikin, Felix Kroll, Lukas Rutzen, Marena Whitcher und Nico van Wersch sind herausragende Interpreten der Werke Helmut Oehrings.

Die Veranstaltung auf Gut Böckel wird unterstützt durch das Unternehmen Hörmann und die
Sparkasse Herford.
Karten für diese Veranstaltung kosten 50 / 40 / 27 und 15 (Studentenkarte) Euro.
Kartenbestellung unter www.wege-durch-das-land.de sowie von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 05231-30 80 210.

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31. März 2017: Von Heimat erzählen

Von Heimat erzählen – das ist das Anliegen des 18. Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land›, das vom 25. Mai bis zum 13. August 2017 erneut durch ganz Ostwestfalen-Lippe zieht. Jede der 24 Veranstaltungen ist eine Premiere ...

18. Literatur- und Musikfest ‹Wege durch das Land› in Ostwestfalen-Lippe
25. Mai – 13. August 2017

Von Heimat erzählen – das ist das Anliegen des 18. Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land›, das vom 25. Mai bis zum 13. August 2017 erneut durch ganz Ostwestfalen-Lippe zieht. Jede der 24 Veranstaltungen ist eine Premiere und in seiner literarischen und musikalischen Dramaturgie eng mit dem jeweiligen Ort verknüpft. Heimat als Gefühl – als Sehnsucht – ist von jeher auch in der Literatur und in der Musik zu Hause. Im spannenden Gegensatz stehen die große Heimatverbundenheit der Menschen in Ostwestfalen-Lippe, die Heimatlosigkeit zahlreicher Flüchtender und die Auffassung vieler Künstler, die ihre Heimat eher in der Sprache oder der Musik als an einem Ort finden. Renommierte Autoren, vielversprechende Schauspieler und Musiker, die sich einen internationalen Ruf erworben haben, treten an Orten wie Schlössern, Scheunen, Museen und an der Weser auf.
Neue Kooperationen gibt es in diesem Jahr mit der Hochschule für Musik Detmold, dem Marta Herford, der Literarischen Gesellschaft OWL, dem NDR Kultur und dem Weserrenaissance-Museum. Der ‹Rede an die Sprache› und der ‹Rede an die Architektur› wird die neugeschaffene ‹Rede an die Musik› zur Seite gestellt, um den aus Ort, Literatur und Musik bestehenden Dreiklang des Literatur- und Musikfestes zu würdigen. An einer Vielzahl von Orten ist das Literatur- und Musikfest zum ersten Mal zu Gast, darunter Schloss Fürstenberg, Gut Holthausen, die Kunsthalle Bielefeld, das COR-Haus in Rheda-Wiedenbrück, Marta Herford, das Training Centrum von Phoenix Contact in Schieder-Schwalenberg, Schloss und Dorf Willebadessen sowie die Dreckburg bei Salzkotten. Für zahlreiche Veranstaltungen können Schüler, Auszubildende und Studierende bis 26 Jahre die ‹Studentenkarte› für 15 Euro erwerben.
Im Herbst des vergangenen Jahres haben Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs die künstlerische Leitung von ‹Wege durch das Land› übernommen. Mit ihrem Programm beschreiten sie alte und neue Wege, ermöglichen ein Wiedersehen mit bekannten Künstlern und das Kennenlernen von (noch) unbekannten Protagonisten – dem Geist des Festivals bleiben sie treu.
Das Programm wird vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Kunststiftung NRW gefördert, durch zahlreiche Sponsoren und Spender unterstützt und durch die jährlichen Beiträge der acht Gesellschafter finanziert.
Nachdem ‹Wege durch das Land› 2016 ohne Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde, werden intensive und konstruktive Gespräche mit der Bezirksregierung Detmold geführt, um eine Einigung über die Rückforderungssumme für die Jahre 2013 – 2015 herbeizuführen. Seit dem vergangenen Frühjahr wird die Wege durch das Land gGmbH interimsmäßig durch den externen, kaufmännischen Geschäftsführer Siegfried Pick geleitet. Derzeit gibt es sehr aussichtsreiche Verhandlungen über die weitere kaufmännische Geschäftsführung. Mit Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs befindet man sich im Austausch über eine Fortsetzung ihrer Künstlerischen Leitung.
Eröffnet wird ‹Wege durch das Land› mit der ‹Rede an die Sprache› im Konzerthaus Detmold, die Lyrik-Session auf Gut Holthausen präsentiert die Vielfalt der modernen Lyrik, zum ersten Mal gibt es die ‹Rede an die Musik› auf Schloss Wendlinghausen, Auftragsarbeiten erleben während des Festivals ihre Uraufführung und die diesjährige Schauspielerin in Residence, Bibiana Beglau, gestaltet das Finale auf der Dreckburg bei Salzkotten.

25. Mai, Konzerthaus Detmold
Am 25. Mai hält Eva Menasse die ‹Rede an die Sprache› im Konzerthaus Detmold. Julia von Sell und Thomas Thieme leihen Wolfgang Herrndorfs Figuren in seiner Erzählung ‹Im Oderbruch› ihre Stimmen und für die musikalischen Akzente des Abends sorgt das zehnköpfige Musikensemble Franui Musicbanda. Bewusst beginnt das Festival so mit vertrauten Künstlern an einem bekannten Ort, um von dort zu neuen Wegen aufzubrechen.
Unterstützt durch die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt und den Kreis Lippe; in Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold.

27. Mai, Segelflugplatz Oerlinghausen
Der Segelflugplatz Oerlinghausen ist ein Sehnsuchtsort, dessen weites Flugfeld wie das Mittelmeer für Ankunft und Aufbruch steht. Brigitte Hobmeier liest am 27. Mai aus Homers ‹Odyssee› und auch Deniz Utlu erzählt in seinem Debütroman ‹Die Ungehaltenen› von der Sehnsucht nach dem Meer und der zweiten Heimat in Deutschland. Die Neuen Vocalsolisten wagen mit ‹Mediterranean Voices› eine Interpretation des Mittelmeerraumes mit den Mitteln zeitgenössischer Musik.
Unterstützt durch Bertelsmann und den Kreis Lippe.

28. Mai, Ziegeleimuseum Lage
Das Ziegeleimuseum in Lage ist Teil der Europäischen Route der Industriekultur und ein beeindruckender Ort der Arbeit. Am 28. Mai liest Margarita Broich hier aus dem Lebensbericht einer Zieglerfrau in Lippe. Abbas Khider geht in seinem Romandebüt ‹Ohrfeige› der Frage nach, was es bedeutet, weder in der Fremde noch in der Heimat leben zu dürfen, und das Saxophonquartett clair-obscur interpretiert Werke von Mozart, Kapustin und Schostakowitsch.
Unterstützt durch die Ecclesia Gruppe und den Kreis Lippe.

3. Juni, Rossmühle Oberbauerschaft
Am 3. Juni ist ‹Wege durch das Land› in der Rossmühle Oberbauerschaft zu Gast. Hier lesen die Katalanin Maria Barbal und ihre Übersetzerin Heike Nottebaum aus ‹Wie ein Stein im Geröll› und berichten vom rauen und entbehrungsreichen Landleben zurückliegender Jahrzehnte. Heikko Deutschmann trägt aus Alphonse Daudets heiter-ironischen Alltagsbeobachtungen ‹Briefe aus meiner Mühle› vor und das Lisa Bassenge Trio ist mit Jazz zu hören.

5. Juni, An der Weser (Schloss Wehrden und Schloss Fürstenberg)
Eine Liebeserklärung an das Wasser ist die Veranstaltung an der Weser am 5. Juni. John von Düffel zeichnet in seinem Roman ‹Vom Wasser› Flusslandschaften bei allen Licht- und Wetterverhältnissen, Alexander Khuon liest aus Wilhelm Raabes ‹Alte Nester› und von einer Rückkehr an die Weser und nach Schloss Wehrden und auch Johanne von Harsdorf und Nele Nelle spüren im Konzert der Anziehungskraft des Wassers nach. Die Besucher bewegen sich mit dem Schiff und zu Fuß zwischen den Schlössern Wehrden und Fürstenberg.

9. Juni, Gut Geissel
Raimond Queneaus ‹Stilübungen› sind eine Hommage an die Sprache und ihre Möglichkeiten. Die preisgekrönten Literaturübersetzer Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel haben diesen Klassiker der französischen Avantgarde neu übersetzt und tragen in einer Leseperformance am 9. Juni auf Gut Geissel daraus vor. Im Konzert ist der britische Komponist und Pianist Sam Haywood mit französischer Klavierliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts zu erleben.
Unterstützt durch Beckhoff.

15. Juni, Gut Holthausen
Auf Gut Holthausen ist am 15. Juni ein ganzer Tag der Poesie gewidmet. In Lesungen, Performances, Podiumsdiskussionen oder der ‹Lyrik im Séparée› geben die Lyriker Dagmara Kraus, Kerstin Preiwuß, Rike Scheffler, Ryszard Krynicki, Christian Maintz und Dirk von Petersdorff Einblick in die große Vielfalt der modernen Lyrik. Der Gitarrist Claus Boesser-Ferrari begleitet einige der Gedichtlesungen und ist als Solist im Konzert zu erleben.

16. Juni, Schloss Wendlinghausen
Eine Premiere erlebt die ‹Rede an die Musik›. Peter Licht trägt sie am 16. Juni auf Schloss Wendlinghausen sprechend und singend vor. Den Abend im Zeichen der Musik und der Renaissance gestalten weiterhin Ulrich Noethen mit seiner Lesung aus Heinrich Kleists ‹Die heilige Cäcilie oder Die Macht der Musik› und der Kammerchor der Hochschule für Musik Detmold.
Unterstützt durch die Staff-Stiftung Lemgo.

23. Juni, Theater im Park
Anlässlich George Taboris zehnten Todestags erinnert ‹Wege durch das Land› am 23. Juni auf der Bühne des Theaters im Park an den großen Tragik-Komiker des deutschen Theaters. Seine langjährige Verlegerin Maria Sommer berichtet im Gespräch von ihrer künstlerischen Freundschaft, die Schauspieler Leslie Malton und David Bennent lesen aus Werken Taboris und das renommierte Kuss Quartett bringt Kompositionen von Ludwig van Beethoven und György Kurtág zur Aufführung.
Unterstützt durch Wago und das Staatbad Bad Oeynhausen.

23. Juni, Theater im Park / 2. Juli, Gut Holzhausen
Ein jüngeres Publikum wird mit den ‹Jungen Wegen› und der Familienveranstaltung angesprochen. Am 23. Juni erforschen Kinder im Badehaus von Bad Oeynhausen zusammen mit der Schauspielerin und Theaterpädagogin Dafne-Maria Fiedler das Feld der Erinnerung und am 2. Juli gestalten Johanna Eiworth und Bo Wiget auf Gut Holzhausen einen Nachmittag für Jung und Alt mit Geschichten und Liedern von Astrid Lindgren.

24. Juni, Schloss Rheder
2015 hat der Dichter Norbert Hummelt nach einem Arbeitsaufenthalt in Gehrden im Auftrag von ‹Wege durch das Land› das ‹Gehrdener Journal› geschrieben, aus dem er am 24. Juni in Schloss Rheder lesen wird. Seine Wanderung vorbei an symbolischen, katholischen Namen hätte auch eine Figur Heinrich Bölls gehen können. Grund genug seinen Roman ‹Und sagte kein einziges Wort› von Crescentia Dünßer und Stefan Kurt in der Pfarrkirche St. Katharina vortragen zu lassen. Die Violinistin Carolin Widmann ist u. a. mit Werken von Bach und Sciarrino zu erleben.

1. Juli, Kunsthalle Bielefeld
Am 1. Juli ist das Literatur- und Musikfest erstmals in der Kunsthalle Bielefeld zu Gast. Das Thema der Ausstellung ‹Partners in Design: Alfred H. Barr Jr. und Philip Johnson. Bauhaus-Pioniere in Amerika› aufgreifend liest Christoph Bantzer Erzählungen des US-amerikanischen Literaten Kurt Vonnegut. Dmitrij Kapitelman begibt sich in seinem Debüt ‹Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters› auf eine Reise nach Israel, dem ‹Klein-Amerika im Nahen Osten›. Das Thilo Wolf Quartett stellt melodischen ‹Hot Swinging Jazz› vor.
In Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft OWL.

8. Juli, COR-Haus
Im COR-Haus, einem großflächigen Firmenmuseum, berichtet Thomas Melle am 8. Juli im Gespräch von (s)einer manisch-depressiven Krankengeschichte. ‹Die Welt im Rücken› ist kein Bericht, sondern reinste Literatur, weil es Zustände, die normalerweise verborgen bleiben, mit Gedankenschärfe und sprachlicher Brillanz sinnlich erfahrbar macht. Die Schauspielerin Sibylle Canonica und der Komponist Mark Polscher haben auf Grundlage des Buches eine Klang-Lese-Performance entwickelt, die an diesem Abend ihre Uraufführung erlebt.
Unterstützt durch COR.

15. Juli, Gut Böckel
Im Zentrum der Konzertlesung auf Gut Böckel am 15. Juli steht Helmut Oehrings Gedichtvertonung ‹Der Vogel, weiß›, die Auftragsarbeit wird als Uraufführung zu hören sein. Zur Aufführung kommen auch Ausschnitte aus seinem instrumentalvokal-theatralen Œuvre sowie seine Autobiographie ‹Mit anderen Augen› und Texte von Ágota Kristóf und Walter Benjamin. Gemeinsam mit ihm und Dagmar Manzel performen fünf junge Musiker mit Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon, Trompete, E-Gitarre, Stimme und Gebärde.
Unterstützt durch Hörmann und die Sparkasse Herford.


16. Juli, Gut Böckel
Am 16. Juli ist Daniel Kehlmann auf Gut Böckel zu erleben. Er liest aus seinem neuesten Werk ‹Du hättest gehen sollen› und treibt darin das Wechselspiel aus Realität und Fiktion lustvoll auf die Spitze. Der Trompeter Damir Bacikin und der Akkordeonist Felix Kroll spielen in ihrem Konzert ‹Spektren› mit experimentellen bis folkloristischen Themen und werden den Abend musikalisch abrunden.

21. Juli, Marta Herford
Die mexikanische Architektin Tatiana Bilbao hält am 21. Juli im Marta Herford die diesjährige ‹Rede an die Architektur›. Im Museum wird die Ausstellung ‹Zwischen Zonen – Künstlerinnen aus dem arabisch-persischen Raum› präsentiert. Sandra Hüller ist passend dazu mit Auszügen aus Mansura Eseddins Roman ‹Hinter dem Paradies› zu erleben. Die ägyptische Schriftstellerin geht darin der Frage nach, was es heißt, als selbstbestimmte Frau in Ägypten leben zu wollen. Frauen stehen auch im Mittelpunkt des Programms des Cölner Barockorchesters, das die Zuschauer in einer musikalischen Raumbegehung durch die Ausstellung geleitet.
Unterstützt durch die Unternehmen FSB und Wemhöner.

22. Juli, Phoenix Contact
Der Zeit des Übergangs zwischen Schule und Ausbildung bzw. Studium spürt die Veranstaltung im Ausbildungszentrum des Unternehmens Phoenix Contact am 22. Juli nach. Katrin Theiner und
Friederike Gösweiner lesen aus ihren Romanen und Kurzgeschichten über die Generation Praktikum und Jella Haase trägt aus ‹Huckleberry Finns Abenteuern› vor. Das Detmolder Kammerorchester ist mit Werken, die von Jugend und Aufbruch erzählen, zu hören.

28. Juli, Zionskirche Bethel
Die Zionskirche Bethel ist geistlicher Mittelpunkt einer Gemeinde, die vom Miteinander behinderter und nicht behinderter Menschen geprägt ist. Hier liest Ronald Zehrfeld am 28. Juli aus ‹Oliver Twist› – einem Monumentum der Mitmenschlichkeit. Andreas Maier beschreibt in seinem Roman ‹Der Kreis› ebenfalls eine Jugend, in der der Erzähler die alles verändernde Macht der Kunst für sich entdeckt. Joel Frederiksen und Vladimir Ivanoff treten gemeinsam mit den syrischen Musikern Rebal Al Khodari und Mohamad Fityan auf, ihre Musik thematisiert das Miteinander und die verbindende Kraft der Musik.

29. Juli, Stift Fischbeck
Anlässlich des Reformationsjubiläums trägt die Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe am 29. Juli im Stift Fischbeck einen Essay über ihr Verhältnis zu Martin Luther vor. Die Schauspieler Helene Grass, Thomas Sarbacher und Gerd Wameling lesen Texte von Luthers Zeitgenossen und die Capella de la Torre spielt Musik auf historischen Instrumenten, die auch auf Luthers Hochzeit hätte erklingen können. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und am 29. Oktober in der Reihe ‹Sonntagsstudio› auf NDR Kultur gesendet.
In Zusammenarbeit mit NDR Kultur, unterstützt durch Schwering und Hasse.

5. August, Gut Bruche
Die Suche nach der ‹schönen Seele› durchdringt das Wirken der Romantiker und bestimmt das
Programm der Veranstaltung auf Gut Bruche am 5. August. Die Mezzosopranistin Gerhild Romberger und der Pianist Alfredo Perl bringen mit Schuberts ‹Die Winterreise› einen der bekanntesten Liederzyklen der Romantik zur Aufführung. Meike Droste und Sylvester Groth lesen daran anknüpfend Auszüge aus Elfriede Jelineks gleichnamigem Theaterstück, Jean-Jacques Rousseaus ‹Julie oder Die neue Héloïse› und Novalis’ Gedichtzyklus ‹Hymnen an die Nacht›.
Unterstützt durch den Verein für Kunst und Kultur Bruche e.V. und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück.

6. August, Schloss und Dorf Willebadessen
In drei Akten wird Judith Kuckart am 6. August mit Bibiana Beglau, Annalisa Derossi, Matthias Romir und einem Dutzend Bewohnern des Orts ein mehrschichtiges Willebadessen erkunden. Das Ensemble geht der Frage nach, ob Heimat das ist, wo man herkommt, wo man hin will oder was man tut. Die Veranstaltung ‹Heimaten› ist als Auftragsarbeit von ‹Wege durch das Land› an Judith Kuckart entstanden.
Unterstützt durch die Sparkassenstiftung für den Kreis Höxter.

12. und 13. August, Dreckburg
Das diesjährige Finale gestaltet die Schauspielerin in Residence, Bibiana Beglau, an einem der neuen Veranstaltungsorte – der Dreckburg bei Salzkotten. Mit dem Titel ‹Schauspieler in Residence› zeichnet ‹Wege durch das Land› einen für den deutschsprachigen Raum herausragenden Schauspieler aus. Bibiana Beglau ist am 12. August mit dem Cellisten Valentin Erben in dem konzertanten Hörstück ‹Perrudja› nach Hans Henny Jahnn und am 13. August mit August Zirner in einer Lesung aus Zelda Fitzgeralds ‹Himbeeren mit Sahne im Ritz› und Briefen von F. Scott Fitzgerald zu erleben. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Spardosen-Terzett mit Swing von Duke Ellington.

Kartenbestellung ab 3. April 2017, 9.00 Uhr unter www.wege-durch-das-land.de sowie von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 05231-30 80 210.
Eintrittspreise zwischen 15 und 50 €

Wege durch das Land gGmbH
Hornsche Straße 38
32756 Detmold
Telefon: 05231-30 80 20
E-Mail: info@wege-durch-das-land.de
Homepage: www.wege-durch-das-land.de
Künstlerische Leitung: Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs
Pressekontakt: Sarah Bloch | 05231-30 80 20 | bloch(at)wege-durch-das-land.de