Schloss Welda

Sonntag, 13. Mai 2018 - 11:30


Schloss Welda − Ferdinande-von-Brackel-Str. 12 − 34414 Warburg


Es lesen und konzertieren





Lesung


Teresa PräauerOh Schimmi

 




Konzert


Bernadette La Hengst (Gesang und Gitarre)

Claudia Wiedemer (Gesang)

Lieder aus den Alben Der beste Augenblick in deinem Leben, Machinette, Integrier mich Baby, Save the world with this melody




Pause





Lesung und Konzert


Maren Eggert

Ferdinande von Brackel Die Tochter des Kunstreiters

 

Bernadette La Hengst (Gesang und Gitarre)

Claudia Wiedemer (Gesang)

Lieder aus den Alben Der beste Augenblick in deinem LebenMachinetteIntegrier mich BabySave the world with this melody




Ich habe so einen Hass auf alles und gleichzeitig so eine Liebe für alles, ich kann es euch gar nicht sagen


Schloss Welda wurde samt seines barocken Landschaftsgartens in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts von dem Adelsgeschlecht der von Haxthausen erbaut. Nach dem Aussterben der männlichen Linie ging es an die Familie von Brackel über, die es bis 1932 bewohnte. Heute ist das Schloss umfassend renoviert und in Privatbesitz. Die Schriftstellerin Ferdinande von Brackel wurde 1835 in dem Schloss geboren und lebte bis zum Tod ihrer Mutter dort. Von Brackel schrieb Gedichte und Romane und galt als ‹talentvollste und bedeutendste katholische Schriftstellerin› ihrer Zeit. Bis zu ihrem Tod 1905 verfasste sie über 20 Werke, die zum Teil äußerst populär wurden. Ihr Roman ‹Die Tochter des Kunstreiters› wurde in fünf Sprachen übersetzt und erreichte über 25 Auflagen. Schauspielerin Maren Eggert, die am Deutschen Theater in Berlin engagiert ist, lange für den Tatort Kiel vor der Kamera stand und letztes Jahr den Filmpreis NRW zugesprochen bekam, ist mit einer Lesung aus der romantischen Liebesgeschichte zu erleben. Eine Liebesgeschichte ganz anderer Art stellt die österreichische Schriftstellerin Teresa Präauer vor. Präauer, die auch bildende Künstlerin ist und 2017 mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet wurde, hat mit ihrem Roman ‹Oh Schimmi› ein humorvolles, sexuell aufgeladenes und temporeiches Großstadtbuch geschrieben, dessen Protagonist, der Halbstarke Jimmy, sich zum Affen macht, die Angestellte eines Nagelstudios unter seinem Bett versteckt und leidenschaftlich in eine Frau namens Nini verliebt ist. 

Den musikalischen Teil des Programms gestaltet die aus Bad Salzuflen stammende Sängerin Bernadette La Hengst. Mit befreundeten Singer-Songwritern aus Ostwestfalen, darunter Jochen Distelmeyer und Bernd Begemann, gründete sie 1985 das einflussreiche Label ‹Fast Weltweit›. Bekannt wurde La Hengst mit der 90er-Jahre-Frauenrockband ‹Die Braut haut ins Auge› und ist seit nunmehr achtzehn Jahren auch als Solokünstlerin unterwegs. Längst ist sie zu einer der wichtigsten und innovativsten Elektropop-Musikerinnen des Landes geworden, die immer auch in politischen Zusammenhängen denkt und sagt: ‹Die Frage, die bleibt, ist: Kann/muss Kunst politisch sein? Ich denke ja, und wir dürfen die Welt nicht den Experten überlassen.› Auf Schloss Welda wird La Hengst bei einigen Liedern von Claudia Wiedemer als Sängerin begleitet.

 

Pause ca. 13.00 Uhr | Ende ca. 15.30 Uhr

50 | 40 €