Schloss Hamborn

Samstag, 16. Juni 2018 - 18:00


Schloss Hamborn − Schloss Hamborn 5 − 33178 Borchen


Es lesen und konzertieren





Lesung


Norman OhlerDie Gleichung des Lebens




Konzert


Alexander Gebert (Cello)

Janne Rättyä (Akkordeon)

Philippe Hersant Lully Lullay

Johann Sebastian Bach Gambensonate G-Dur BWV 1027

Philippe Hersant Strophe, en hommage à Henri Dutilleux

Johann Sebastian Bach Gambensonate D-Dur BWV 1028




Pause





Lesung und Konzert


Lisa Martinek

Rainer Maria Rilke Die Turnstunde

Joachim Ringelnatz Turngedichte

 

Alexander Gebert (Cello)

Janne Rättyä (Akkordeon)

Tomasz Skweres Uraufführung

Johann Sebastian Bach Gambensonate g-Moll BWV 1029




Literarische Turnübungen


Das Weserrenaissance-Schloss Hamborn schaut auf eine bewegte Geschichte zurück. Nachdem es 1929 vollständig abbrannte und kurz darauf wieder aufgebaut wurde, wandelte es sich von einem landwirtschaftlichen Betrieb zu einem heilpädagogischen Internat auf anthroposophischer Grundlage. Nach dem Krieg wurde aus dem Schloss endgültig ein Internat, das sich der Lehre Rudolf Steiners verpflichtet fühlt und 125 Schülern Platz bietet. Heute besteht die ‹Werkgemeinschaft› von Schloss Hamborn aus mehr als 500 Menschen, die hier lernen und aufwachsen. ‹Wege durch das Land› gastiert in der Turn- und Festhalle der Schule und folgerichtig thematisiert die Lesung der Schauspielerin Lisa Martinek Literatur zum Thema Sport, die bei Joachim Ringelnatz eher heiter und bei Rainer Maria Rilke ernster ist: In seinen 1920 erschienenen ‹Turngedichten› jongliert Ringelnatz mit einer Vielzahl lyrischer Stilmittel, um den Körperkult seiner Zeit aufs Korn zu nehmen. In Rilkes Erzählung ‹Die Turnstunde› stirbt ein Schuler im Turnunterricht, weil er seinem Lehrer zeigen wollte, dass auch er den hohen Anforderungen gerecht werden kann. Beide Texte verbindet die Kritik an dem gesellschaftlichen Bild, dass die Jugend immer stark und sportlich sein müsse. Einen Aspekt unseres Jahresmotivs ‹Mut und Widerstand› thematisiert auch die Lesung des Autors Norman Ohler. Er beschreibt in seinem spannenden Roman ‹Die Gleichung des Lebens› das schwierige Vorhaben Friedrich des Großen, den Oderbruch zu Ackerland für die neu einzuführende Kartoffel zu machen. Der polnische Cellist Alexander Gebert und der finnische Akkordeonist Janne Rättyä gestalten den Abend musikalisch. Sie sind mit Sofia Gubaidulinas Werk ‹In croce›, komponiert für die Besetzung Cello und Akkordeon, und den Triosonaten von Johann Sebastian Bach, die sich auf Grund ihrer klaren und transparenten Dreistimmigkeit hervorragend für eine Übertragung auf die Instrumente Cello und Akkordeon eignen, zu hören. Auf Schloss Hamborn erlebt zudem eine Neukomposition, mit der das Duo Tomasz Skweres beauftragt hat, ihre Uraufführung. Im Rahmen der Kooperation zwischen ‹Wege durch das Land› und der Hochschule für Musik in Detmold, an der Alexander Gebert seit 2010 Professor ist, wird Janne Rättyä einen Meisterkurs für Studierende geben.

 

‹Wege durch das Land›-Besucher können das Schloss Hamborn um 17.00 Uhr in einem geführten Spaziergang besichtigen.

 

Pause ca. 19.30 Uhr | Ende ca. 22.00 Uhr

50 | 40 | 27 | Studentenkarte 15 €




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