Schloß Fürstenberg

Freitag, 20. Juni 2014 - 18:00


Schloss Fürstenberg − Am Schlosspark 10 − 33181 Bad Wünnenberg


Es lesen und konzertieren





Lesung


Clemens Meyer

Von Hunden und Pferden

Der alte Mann begräbt seine Tiere




Konzert


Szymanowski Quartet

Johann Sebastian Bach Choral, BWV 668

Franz Schubert Quartettsatz c-Moll, D 703

Ludwig van Beethoven ‹Cavatina› aus dem Streichquartett op. 130

Karol Szymanowski Nocturne und Tarantella, op. 28




Rezitation und Musik


Dominique Horwitz und Szymanowski Quartet

‹Nur wer weint, hat schöne Augen›

Texte von Bohumil Hrabal

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett in d-Moll, KV 421

Giacomo Puccini Crisantemi für Streichquartett

Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquartett Nr.6 f-Moll, op. 80

Andrej Bielow Violine

Grzegorz Kotów Violine

Vladimir Mykytka Viola

Marcin Sieniawski Violoncello

Pause 19.30 Uhr, Ende ca. 22.00 Uhr
47 / 37 €




Nur wer weint, hat schöne Augen


Am Rande des Sintfeldes liegt auf einem Hochplateau Schloß Fürstenberg, das der kunstsinnige Friedrich Wilhelm von Westphalen Fürstbischof von Hildesheim und Paderborn 1783 als Sommersitz erbauen ließ. Der Kasseler Hofbaumeister...


Am Rande des Sintfeldes liegt auf einem Hochplateau Schloß Fürstenberg, das der kunstsinnige Friedrich Wilhelm von Westphalen Fürstbischof von Hildesheim und Paderborn 1783 als Sommersitz erbauen ließ. Der Kasseler Hofbaumeister Simon Louis du Ry entwarf ein elegantes Schloß, um einen Ehrenhof gruppiert sich ein neunachsiges Gebäude im Stil des französischen Rokoko. Auf dem Sintfeld angesiedelt ist auch die Sage von der blauen Blume. Ganz im Stile der Romantik, wenn auch sicherlich viel älter, ist sie zum Sinnbild der Sehnsucht und Liebe geworden. Die blaue Wunderblume ist das vergeblich auf ihren Bräutigam wartende Mädchen, gepflückt, öffnet sie dem späten Heimkehrer die Augen. Und tatsächlich gibt es in der Nähe Fürstenbergs das einzigartige blauviolette Westfälische Galmeistiefmütterchen ‹Viola guestphalica›. ‹Im Grunde bin ich ein optimistischer Pessimist und ein pessimistischer Optimist. Ich bin amphibisch, doppelgehäusig. Das Lachen von Rabelais, das Weinen von Heraklit. Das große JA und das große NEIN gehören nämlich zusammen...› ist Bohumil Hrabals Einstellung, dessen Erzählungen das Programm von Dominique Horwitz und dem Szymanowski Quartet inspirieren. Sein ausgeprägtes Gespür für Musik macht Dominique Horwitz zu einem der gefragtesten Künstler des musikalisch-literarischen Genres. Die vier Musiker zeichnen sich durch hervorragende Technik, angeborene Musikalität und ein außerordentliches Empfinden für die Klangbalance im Ensemble aus. (The Strad) 2014 gastiert das Quartett u. a. in der Wigmore Hall London und dem Concertgebouw Amsterdam. Größte Empathie enthalten die Short Stories von Clemens Meyer, wenn er sich in ‹Die Nacht, die Lichter› den Menschen auf der Schattenseite des Lebens zuwendet. In kürzester Zeit leuchtet ihr ganzes Wesen auf, so offen der Schluß auch bleibt, eine dunkle Ahnung, was gewesen sein könnte, dämmert und man erschrickt, wenn man selbst die Erzählung zu Ende denkt. Clemens Meyer erhielt u. a. den Preis der Leipziger Buchmesse und 2013 den Bremer Literaturpreis.





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