Wege durch das Land Extra – (Zusatzveranstaltung auf Grund der hohen Nachfrage)
Nach einer erfolgreichen Saison und ausverkauften Veranstaltungen haben wir uns etwas ganz besonderes überlegt: Wir holen einige der erfolgreichsten Programmpunkte der Saison noch einmal zurück auf die Bühne! Der Abend steht ganz im Licht großer Reiseklassiker der Weltliteratur: Schauspielerin Anna Schudt (bekannt u.a. aus dem Dortmunder Tatort), wird aus »Gullivers Reisen« von Jonathan Swift lesen. Der satirische Roman über Gulliver, der in ferne und fantastische Länder reist, in denen er auf Zwerge, Riesen und weltfremde Wissenschaftler trifft, strotzt nur so vor beißenden Humor und poetischer Gesellschaftssatire, die sich immer noch einer breiten Leserschaft jeden Alters erfreut. Nachdem Anna Schudt die Besucher:innen im ausverkauften Alten Güterbahnhof in Begeisterungsstürme versetzte, liest sie nun im Landestheater Detmold erneut aus Jonathan Swifts Meisterwerk. Im zweiten Teil der Veranstaltung reisen wir weiter von Lilliput in das spanische Kastilien. Der künstlerische Leiter des Festivals, Stephan Szász wird die Zuschauer:innen in einen weiteren zeitlosen Klassiker der Reiseliteratur mitnehmen: »Don Quijote« von dem spanischen Nationaldichter Miguel Cervantes. Don Quijote hält sich für einen fahrenden Ritter und zieht mit seinem treuen Knappen Sancho Pansa aus, um Abenteuer zu erleben und das Gute in der Welt zu verteidigen. Musikalisch wird der Abend begleitet von Murat Coşkun und Beatriz Picas, die mit orientalischen Percussion-Instrumenten, Streichinstrumenten und Stimme beide Teile wunderbar miteinander verbinden werden.
Der Kartenvorverkauf startet am 10. September 2026.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Detmolder Landestheater statt.
Anna Schudt studierte Schauspiel in München und gehörte anschließend fest zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Zudem spielte sie u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus und an der Berliner Schaubühne. Neben ihrer erfolgreichen Karriere als Theaterschauspielerin war Anna Schudt auch in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen. Vor allem mit der Rolle der Hauptkommissarin Martina Bönisch im Tatort Dortmund, die sie bis 2022 bekleidete, wurde sie einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Zahlreiche weitere TV-Auftritte folgten, wie z. B. Jan Georg Schüttes Impro-Film ‹Klassentreffen› (2019), ‹Eine harte Tour› (2020), die Krimi-Reihe ‹Mordshunger› (seit 2015) oder neustens in der Serie ‹PUSH› (2023). Auch in verschiedenen Kinofilmen wirkte Anna Schudt mit, so unter anderem in Hans Steinbichlers ‹Winterreise› (2006) und in ‹Keine Angst› (2009) unter der Regie von Aelrun Götte. Sie ist Preisträgerin des International Emmy Awards als beste Darstellerin in ‹Ein Schnupfen hätte auch gereicht› (2016), und wurde für ihre Leistung in ‹Aufbruch in die Freiheit› (2017) mit dem Bayerischen Filmpreis sowie mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
Murat Coşkun und Beatriz Picas verbindet ihre große Leidenschaft für die Musik, die zwischen den Welten und Stilen entsteht. Nach einer erfolgreichen CD-Release-Tour in der Türkei zahlreichen Konzerten in Deutschland und Portugal sind die beiden zu einem packenden Duo zusammengewachsen: Picas, deren Stimme mit ihrer individuellen Klangfarbe unmittelbar berührt, geht in der Verbindung von Cello und Vocals einen ganz eigenen Weg. Coşkun beherrscht als Meister seines Faches sein großes Percussion-Instrumentarium so virtuos, dass er sich scheinbar blind und intuitiv in die gemeinsame Musik geben kann.
Die erst einmal überraschend klingende Kombination mit Worldpercussion, Cello und Stimmen wird zu einem neuartigem aber überzeugenden Klangerlebnis: Mit dem Cello singen, mit der Stimme spielen, die Percussion zum Weinen und Lachen bringen.
Die Live-Performance lebt durch den intensiven und spontanen Austausch im Augenblick und dem Entdecken neuer Klang- und Spielräume. Hier trifft rhythmische Präzision mühelos und virtuos auf fantasievoll umgesetzte Phrasen und spontan aufgenommene Impulse. Ihre portugiesischen und türkischen Wurzeln sind als Resonanzboden der gemeinsamen Kompositionen zu erahnen − und so meint man, die Melancholie aus dem Meer oder den mit Seelenschmerz gewürzten Übermut aus den Bergen zu spüren.
Mit
Murat Coşkun: Rahmentrommeln, Percussion, Hang, Stimme
Beatriz Picas: Cello, Stimme
Stephan Szász studierte von 1990 bis 1995 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover Schauspiel. Danach folgten Engagements diversen Theatern im deutschsprachigen Raum u. a. Schauspiel Köln, Schauspielhaus Zürich, Nationaltheater Mannheim und viele andere mehr. Er spielte etliche Hauptrollen und wurde als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erfolgte sein Filmdebüt in ‹Das Experiment›, das unter anderem den Publikumspreis des Deutschen Filmpreises 2001 gewann. Seitdem war er in unzähligen deutschen und internationalen Filmen und Serien zu sehen, etwa im ‹Tatort›, ‹Polizeiruf 110› im BBC-Dreiteiler ‹37 Days› in den Kinofilmen ‹3/4› und ‹Albträumer›. Derzeit ist er in einer Hauptrolle als Ermittler Georg König in der Reihe der ZDF Reihe ‹Katharina Tempel› zu erleben. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit unterrichtet er seit 2014 Schauspielstudierende an verschiedenen Hochschulen, u. a. an der Ernst Busch Hochschule in Berlin und arbeitet als Dozent bei der Deutsche Welle Akademie und der Audi Akademie. Seit September 2023 ist Stephan Szász künstlerischer Leiter des Festivals ‹Wege durch das Land›.