Meere, weite Strände und kleine Küstendörfer sind für viele Menschen Sehnsuchtsorte, die einem verheißungsvolles Versprechen nach Ruhe und Entspannung ins Ohr flüstern, nach einer willkommenen Flucht aus dem Alltag. Bernhard in Hans-Ulrich Treichels »Das Karussell«, kehrt im Ruhestand zurück nach Salermo – jenem italienischen Küstenort, an dem er vor Jahrzenten gelebt hatte und das damals ein Versprechen auf ein anderes Leben für ihn war. Dort trifft er nicht nur auf seinen ehemaligen Vermieter Alfredo, sondern auch auf das alte Karussell, dass er damals restaurieren wollte, gemeinsam mit Arianna, seiner einstigen großen Liebe. Melancholisch aber doch heiter erzählt Hans-Ulrich Treichel eine Wiedersehensgeschichte, die zugleich eine Abschiedsgeschichte ist.
Schauspielerin Claudia Michelsen nimmt uns dagegen mit in das Köln der 1920er Jahre, wo das Mädchem Gilgi ihre sichere Stelle als Sekretärin kündigt, weil sie sich lossagen will, aus den bevormundenden Strukturen ihres Elternhauses und der Gesellschaft. Denn »sie glaubt an das, was sie schafft und erwirbt« – und ihr Leben »soll nicht so’n Strindberg-Drama werden«. Mit ihrem Debütroman »Gilgi, eine von uns« wurde die 26-jährige Irmgard Keun 1931 praktisch über Nacht berühmt und traf mit ihrer Protagonistin mitten in den damaligen Zeitgeist.
Mit ihren energiegeladenen und dynamischen Inszenierungen, versetzte das katalanische Saxophonquartett Kebyart schon im letzten Jahr das Publikum in Begeisterungsstürme. Die unverwechselbare Handschrift von Kebyart spiegelt sich in einer kreativen Vision des Repertoires wider, zwischen klassischer Musik, Neuinterpretationen und eigene Arrangements. Die 1914 gebaute beeindruckende Christuskirche in Obernbeck gibt dieser Veranstaltung ein Zuhause.

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