Bahnhöfe sind Orte des Ankommens, des Aufbruchs, Orte der Begegnung, wenn sich lang vermisste Menschen in die Arme fallen oder sich tränenreich verabschieden. Es sind Orte, an denen Geschichten geschrieben werden und die untrennbar mit unserem diesjährigen Festivalmotto »Reisen und Mobilität« verbunden sind. Der alte Güterbahnhof Herford hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Spielstätte entwickelt, zu der wir immer wieder gerne zurückkehren – so auch in diesem Jahr!
Das Blechbläserquartett Tetra Brass nimmt uns mit seinen gefühlvollen und experimentellen Sound mit auf eine Reise durch die Musikgeschichte und präsentiert ihr vielfältiges Repertoire aus einer Kombination aus klassischen Werken der Romantik und des 20. Jahrhunderts bis zu hin zu eigener uraufgeführten Musik der Gegenwart. Hierzu tauchen wir ein in einen absoluten zeitlosen Klassiker der Literaturgeschichte, ein Frühwerk der Reiseliteratur: Jonathan Swifts »Gullivers Reisen«. Schiffarzt Lemuel Gulliver strandet, nachdem er und seine Crew immer wieder Schiffbruch erlitten, in verschiedenen Welten: Mal findet er sich von Kopf bis Fuß mit Stricken gefesselt und von winzigen Menschen umgeben im Zwergenland Liliput wieder, wo er kurzerhand einen Krieg verhindert, mal wird er bei den Riesen von Brobdingnag als Attraktion zur Schau gestellt. »Gullivers Reisen« ist mehr als ein fantastischer Reisebericht, vielmehr eine beißende Gesellschaftssatire auf die englische Politik zur Zeiten der Aufklärung. Aus diesem beliebten Klassiker der Weltliteratur lesen wird Schauspielerin Anna Schudt.
Ein sowohl kluger als auch vielschichtiger »Europaroman« ist auch Katerina Poladjans »Goldstrand« Der sechzigjährige Filmregisseur Eli reflektiert auf dem Sofa seiner Psychotherapeutin seine Familiengeschichte, erzählt von seinen Eltern Felix und Francesca, die sich am Goldstrand, einem touristischen Großprojekt der fünfziger Jahre an der bulgarischen Schwarzmeerküste, kennenlernten. Ein Buch der hellen Utopien, die an den Klippen der Wirklichkeit zerschellt sind, über europäische politische Abgründe, Hoffnungen und persönliche Träume.


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