Anđela Andolšek
Julius Apriadi
Der Vibraphonist, Schlagzeuger und Komponist Julius Apriadi, geboren 1987 in Neubrandenburg, studierte Vibraphon und Schlagzeug am Jazzinstitut Berlin bei Prof. David Friedmann, Prof. Mario Würzebesser, John Hollenbeck und Christian von der Goltz. Davor war er sieben Jahre Schüler des Berliner Musikgymnasiums C.-Ph.-E.-Bach und zugleich Jungstudent der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Jazz- und Klassikschlagwerk. Seine Laufbahn startete im Alter von fünf Jahren mit Schlagzeugunterricht, im Alter von zehn Jahren kamen Klavier und Musiktheorie hinzu. Seit 2018 ist er Dozent für Jazz-Vibraphon am Jazz Institut Berlin. Neben seiner Karriere als Jazzmusiker ist er Ingenieur und Informatikstudent, Lehrer an der Schlagzeugabteilung der Musikschule ‹Klangbaum› in Berlin sowie aktives Mitglied des ‹Yehudi Menuhin -Live Music Now›- Vereins. Neben Projekten und Kollaborationen mit befreundeten Musikerinnen und Musikern wie Alexej Gerassimez, der BerlinDrumCompany, percussive mechanics mit Anna Webber oder mit DamirOutLoud und Projekten wie ‹Julius und Marie› oder dem ‹Julius Trio›, bleibt der facettenreiche Künstler mit regelmäßigen neuen Produktionen stetig aktiv. Projekte für diverse Theater wie das Konzerthaus Berlin oder die Landesbühne Sachsenanhalt runden seine Arbeit ab.
Babel Collage
Es war ein sonniger Tag 2009 in Mexiko, als sich der mexikanische Gitarrist Carlos Corona und die brasilianische Sängerin Giovanna Piazza 2009 trafen. Sie hörte ihn ein brasilianisches Lied auf seiner siebensaitigen Gitarre spielen und begann sofort den zweiten Teil zu singen. Seitdem sind die beiden privat und auf der Bühne ein Paar und lassen die Zuhörer in ihrer ganz eigene Acapulco-Paris-Traum-Musik schwelgen, die sich manchmal anfühlt wie der erste Kuss, manchmal wie ein Glas vollmundiger Rotwein vor einem Bistro und manchmal wie ein ausgedehnter Strandspaziergang. Ihre charmante babylonische Collage ist ein jazziger Mix aus Bolero, Swing, ChaChaCha, Chanson und Bossa Nova, gesungen in sechs verschiedenen Sprachen. Viele lateinamerikanische und europäische Klassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkennt man dabei wieder, freut sich aber gleichzeitig daran, sie selten so frisch und raffiniert gehört zu haben.
Dietmar Bär
Dietmar Bär ist einer der profiliertesten Schauspieler der deutschen Film- und Fernsehbranche. Seine Schauspielausbildung absolvierte der gebürtige Dortmunder an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Ab Mitte der achtziger Jahre ist er zunehmend in Fernsehrollen zu sehen, bleibt dem Theater jedoch stets treu. So spielt er z. B. am Landestheater in Tübingen, dem Schauspielhaus Bochum oder am Schauspiel Frankfurt. Seine erste Hauptrolle im Kino spielt Dietmar Bär 1984 in Dominik Grafs ‹Treffer›. Auch Hörbuchfans ist er bekannt, unter anderem als feste Stimme für Håkan Nesser und Stieg Larsson und als Synchronsprecher für Filme wie ‹The Secret life of Pets› oder ‹Wickie und die starken Männer – Das magische Schwert›. 1997 stand Bär erstmalig zusammen mit seinem Kollegen Klaus Behrendt als Ermittlerduo Schenk und Ballauf im Kölner ‹Tatort› vor der Kamera. Für ihre Rollen als ‹Tatort›-Ermittler erhielten sie 2000 den Deutschen Fernsehpreis. 1998 gründeten Bär und Behrendt gemeinsam den Verein ‹Tatort – Straßen der Welt e.V.›, der sich sowohl für Entwicklungs- und Kinderrechtsprojekte im Ausland als auch für Bildungsprojekte in Deutschland engagiert. 2015 wurde die beiden für ihr Engagement mit dem Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Freiburger Barockorchester
Seit seiner Gründung 1985 hat das Freiburger Barockorchester mit seiner historisch informierten Aufführungspraxis und virtuosem Spiel eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben und zahlreiche internationale Preise gewonnen. Freuen Sie sich in der Saison 2025/26 auf herausragende Solistinnen und Solisten und lassen Sie sich von den barocken Meisterwerken Händels, Bachs, Mozarts und Vivaldis verzaubern – von der opulenten »Wassermusik« bis hin zu den ergreifenden »Weihnachtskantaten« Bachs.
Friederike Becht
Bibiana Beglau
Die Schauspielerin Bibiana Beglau spielte wiederholt unter der Leitung von Christoph Marthaler, Einar Schleef, Frank Castorf, Luk Perceval und Martin Kušej bevor sie mit ihrer Hauptrolle in Volker Schlöndorffs Spielfilm ‹Die Stille nach dem Schuss› nationale Berühmtheit und internationale Anerkennung erlangte. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Silbernen Bären, dem Ulrich-Wildgruber-Preis und dem Adolf-Grimme-Preis. Neben ihren Theaterengagements an wichtigen deutschsprachigen Bühnen spielt sie in vielen großen Film- und Fernsehproduktionen mit und leiht Hörbüchern ihre Stimme. Unter den Filmen und Serien sind Rollen in ‹Tatort›, ‹Vienna Blood›, ‹King of Stonks› oder im Kinofilm ‹Wann kannst du meine Wunden küssen› von 2022. Beglau ist Ensemblemitglied des Burgtheaters in Wien. Sie wurde 2015 für ihre besondere schauspielerische Leistung mit dem Deutschen Theaterpreis ‹Der Faust› ausgezeichnet, sowie in den folgenden Jahren mit zahlreichen weiteren Preisen. Als Beste Interpretin erhielt sie 2017 für Thea Dorns ‹Die Unglückseligen› den Deutschen Hörbuchpreis. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Ines Berwing
Ines Berwing, geboren 1984 in Bad Nauheim, lebt als Drehbuchautorin und Lyrikerin in Berlin. Für ihre Lyrik gewann sie unter anderem den Paula Rombach-Literaturpreis, 2019 wurde ihr erster Gedichtband muster des stillen verkabelns vom Haus für Poesie Berlin als eines der besten Lyrikdebüts des Jahres gewürdigt. Zuletzt wurde Berwing mit Stipendien der Roger Willemsen Stiftung und des Berliner Senats ausgezeichnet.
Nico Bleutge
Rainer Bock
Rainer Bock, geboren 1954 in Kiel, betrieb zunächst ein Café in seiner Heimatstadt, bevor er auf Anregung einiger Gäste aus der lokalen Theaterszene zur Schauspielerei wechselte. Nach dem Besuch einer Schauspielschule erhielt Bock 1982 sein erstes Engagement an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, gefolgt vom Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Nach Stationen in Heidelberg und am Mannheimer Nationaltheater stand er von 1995 bis 2001 mit einem festen Engagement am Stuttgarter Staatstheater auf der Bühne. Ab der Spielzeit 2001/02 bis 2011 war Bock Ensemblemitglied des Bayerischen Staatsschauspiels. Hier stand er in etwa in Tschechows ‹Onkel Wanja› als titelgebender Wanja oder im Shakespeares Stück ‹Maß für Maß› auf der Bühne. Neben seiner Theaterarbeit war Rainer Bock seit 1996 auch in Kino- und Fernsehrollen zu sehen, so etwa in Jo Baiers ‹Stauffenberg› (2004), Anton Corbijns ‹A most wanted Man› (2014) oder der Serie ‹Better call Saul› (2018/19). Für große Aufmerksamkeit sorgte er mit seiner Verkörperung des Dorfarztes in Michael Hanekes vielfach preisgekröntem Drama ‹Das weiße Band› (2009) – eine Darstellung, für die er eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis als ‹Bester Nebendarsteller› erhielt. Für seine Hauptrolle in David Nawraths ‹Atlas› (2018) erhielt er 2019 sowohl den Deutschen Schauspielpreis in der Kategorie Schauspieler als auch den Darstellerpreis des Günter-Rohrbach-Filmpreis.
Rainer Böhm
Rainer Böhm (geb.1977) zählt heute zu den gefragtesten Jazzpianisten Europas – sowohl als Solist als auch als einfühlsamer Begleiter. Mit seinem Sextett wurde er 2024 mit dem Hi Five Music Award ausgezeichnet, und bereits 2021 gewann er mit dem Peter Gall Quintet den renommierten BMW Welt Jazz Award. Seine künstlerische Handschrift – vielschichtig, virtuos und zugleich poetisch – ist auf über 70 CD-Einspielungen zu hören.
Neben seiner aktiven Konzerttätigkeit ist Rainer Böhm als Professor für Jazzklavier und Ensembleleitung an den Hochschulen in Mannheim und Nürnberg tätig. Im Frühjahr 2024 übernahm er zudem eine Lehrstuhlvertretung am Jazzcampus Basel (FHNW).
Bereits in jungen Jahren wurde sein außergewöhnliches Talent mit zahlreichen Preisen gewürdigt – darunter der Jazzpreis der Nürnberger Nachrichten, der Neue Deutsche Jazzpreis, der Landesjazzpreis Baden-Württemberg, dem BMW Welt Jazz Award sowie dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und internationale Piano Solo Wettbewerb in Freiburg gewann er 2007 den 1. Preis.
Seine musikalische Reise führte ihn u.a. nach New York City, wo er mit einem DAAD-Stipendium sein Masterstudium an der City University absolvierte. Dort studierte er bei Jazzgrößen wie John Patitucci, Ari Hoenig, Gene Jackson und Michael Mossman.
Rainer Böhm war und ist ein geschätzter Partner auf der Bühne und im Studio – ob mit Dave Liebman, Mark Turner, Kurt Rosenwinkel oder Randy Brecker. Seine musikalische Vielseitigkeit zeigt sich in unterschiedlichsten Formationen: vom intimen Trio bis zum komplexen Sextett, vom akustischen Solo bis zu orchestralen Klanglandschaften.
Was ihn besonders auszeichnet, ist die Verbindung aus technischer Brillanz, tiefem Ausdruck und einer feinfühligen Kommunikationsfähigkeit – sowohl im Spiel als auch in der Lehre. Für ihn steht stets die Musik im Zentrum, nicht der Selbstzweck.
Stefanie Boltz ist von der deutschsprachigen Konzertlandschaft nicht mehr wegzudenken. Über Jahre lotete sie die Grenzen des Stimme-Bass-Duos ‚Le Bang Bang‘ mit Sven Faller aus, steht seit 8 Jahren auch unter eigenem Namen als Leaderin und Songwriterin im Rampenlicht. Zudem führt sie eine Konzertagentur und kuratiert eigene Festival-Formate, wie zuletzt als künstlerische Leitung von »Alpenrausch« am Gasteig HP8 in München. Mit Christian Wegscheider gründete sie 2021 »JAZZBABY«, ein ideologie-befreites Projekt zwischen Blues, Kammermusik und Song bzw. Chanson – mit Jazz als großer Klammer. Ihre Musik und versteht sich als eine Plattform für ‚mutige Musik‘. Mut nicht nur für musikalisch Ungewöhnliches, Genre-überwindendes, sondern auch Mut zu viel Gefühl, Ausbruch und Eskapade. 2024 erschien ihr Album »FEMALE« in der sie in Vergessenheit geratene Stücke weiblicher Komponistinnen neu interpretiert.
Boulanger Trio
Das Boulanger Trio, bestehend aus der Pianistin Karla Haltenwanger, der Violinistin Birgit Erz und der Cellistin Ilona Kindt, begeistert seit 18 Jahren durch sein leidenschaftliches Spiel und seine intelligenten Interpretationen. Neben der Beschäftigung mit klassischem und romantischem Repertoire sind die Musikerinnen gefragte Interpretinnen Neuer Musik und spielten u. a. im Konzerthaus Berlin, im Festspielhaus Baden-Baden, im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Wigmore Hall London und in der Elbphilharmonie Hamburg. Ihre CDs wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Supersonic Award und dem begehrten Excellentia Award in Luxemburg. 2008 wurde den Musikerinnen der Peter Raue Preis für Neue Kammermusik verliehen und 2012 startete das Ensemble eine eigene Konzertreihe, die Boulangerie. Dieses Jahr veröffentlicht das Ensemble gleich zwei neue Alben: eines mit Werken von Komponistinnen von der Renaissance bis heute bei Berlin Classics und eines mit Kammermusik von Johannes Maria Staud bei NEOS. Das mehrfach in Kammermusikwettbewerben ausgezeichnete Trio ist nach den Schwestern Nadia und Lili Boulanger benannt, die durch ihre außergewöhnlichen Persönlichkeiten und ihren kompromisslosen Einsatz für die Musik den Künstlerinnen bis heute eine große Inspirationsquelle sind.
Wolfram Brandl
Wolfram Brandl wurde 1975 in Würzburg geboren. Im Alter von acht Jahren erhielt er den ersten Geigenunterricht bei seinem Vater. Zu Schulzeiten hatte er Unterricht bei Prof. Max Speermann in Würzburg und gewann mehrfach 1. Preise bei Wettbewerb ‹Jugend musiziert› auf Bundesebene. Mit Unterstützung der Jürgen-Ponto-Stiftung ging er nach seinem Abitur 1994 nach Berlin, um an der Universität der Künste bei Prof. Uwe-Martin Haiberg zu studieren. Bevor er 2011 1. Konzertmeister der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim wurde, war er zehn Jahre lang erster Geiger bei den Berliner Philharmonikern. Neben seiner Tätigkeit als Konzertmeister ist Brandl 1. Geiger des Scharoun Ensembles Berlin, was 1983 von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gegründet wurde. Mit dieser Kammermusikformation gastierte er u. a. in der Carnegie Hall New York, der Wigmore Hall London, im Konzerthaus in Wien, dem Concertgebouw Amsterdam und der Scala in Mailand. So ergaben sich viele künstlerische Impulse aus Begegnungen mit Pierre Boulez, Christoph Penderecki, Heinz Holliger, Thomas Adés, Matthias Pintscher, Brett Dean und Jörg Widmann. Zahlreiche Aufnahmen dokumentieren seine Arbeit und sind mit Preisen wie dem Echo.
Klaus Brinkbäumer
Klaus Brinkbäumer, geboren im Januar 1967, ist Journalist, und das meint in seinem Fall: Er schreibt Bücher, Kolumnen und Reportagen, moderiert einen Podcast („OK, America?“, zusammen mit Rieke Havertz) und eine Talkshow („Riverboat“) und ist Experte für Außenpolitik beim Mitteldeutschen Rundfunk.
Ekki Busch
Ekki Busch wurde 1964 geboren und wuchs in Münster auf. Er spielt seit seinem 10. Lebensjahr Schlagzeug, später kamen Klavier und Kirchenorgel dazu. 1985 zog er nach Berlin, begann Musikwissenschaften zu studieren und spielte in verschiedenen Bands Keyboard, Akkordeon und sang. Daneben war er in der Berliner Off-Theater-Szene als Musiker und Schauspieler aktiv. Seit 1991 ist er regelmäßig als Akkordeonist bei der Band Element of Crime zu hören und begleitete die Band von 1993 bis 1997 und ab 2016 auch live. Zwischendurch widmet er sich immer wieder der Theaterarbeit und begleitet auch andere Künstler am Akkordeon, darunter Maren Kroymann, Georgette Dee und Wiglaf Droste. 1999 gründete er das Ekki Busch Terzett, mit dem er seitdem auch eigene Songs präsentiert.
Aylin Celik
Aylin Celik ist Musikerin, Produzentin, Moderatorin und Autorin aus Düsseldorf und präsentiert zum ersten Mal ihr Debüt Album „Twentysomething“. 2020 veröffentlichte Sie ihre erste selbstproduzierte EP „Avoid“ , jetzt ist es endlich Zeit für das erste Album, durch die Unterstützung der Bandprofessionalisierungsförderung der Stadt Düsseldorf. Zwischen Einflüssen von Pop, Uk Garage, R‘n‘b und englischen Lyrics, beschreibt Aylin Celik ihre Welt der Struggles, das Leben in den Zwanzigern, zwischen Liebe, Herkunft, alltäglichen Banalitäten und der Frage nach Zugehörigkeit, mit einem Wink zur Nostalgie. Denn Manchmal fühlt sich alles so an, als wäre das eigene Leben eine TV-Show. Jeder Song beschreibt eine andere Phase, eine anderen Zustand, Und sowohl durch die Instrumentals, die Melodie, als auch die Songtexte, Nahbarkeit schaffen. „Twentysomething“ ist eine Ode an die Zwiespältigkeit der verschiedenen Lebensphasen in den Zwanzigern und der ewigen Frage „Where Should I Go?“
Jonas Dassler
David Helbock & Julia Hofer
David Helbock, 1984 in Vorarlberg, Österreich, geboren, begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen. Nach einigen Jahren Klavierunterricht an der Musikschule Feldkirch und am Jazzseminar Dornbirn wechselte er 1998 ans Konservatorium Feldkirch, um bei Prof. Ferenc Bognar klassisches Klavier zu studieren, wo er 2005 sein Konzertfach-Diplom mit Auszeichnung abschloss. David Helbock ist Preisträger des weltweit größten Jazzpianosolo-Wettbewerbs des Jazzfestivals Montreux (Schweiz) von 2007 und 2010 und gewann dort auch den Publikumspreis. 2011 wurde ihm der Outstanding Artist Award verliehen, der wichtigste Förderpreis des Landes Österreich. Während seiner gesamten musikalischen Laufbahn war David Helbock auch als Komponist sehr aktiv. Neben Auftragskompositionen für Streichorchester, Kammermusik, Chöre oder Big Bands zählt ein großes ‹Jahreskompositionsprojekt› zu seinen Werken, in dem er ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück schrieb. Anfang 2010 wurde das ‹Personal Realbook› mit über 600 Seiten Musik veröffentlicht. 2018 wurde ihm außerdem das Staatsstipendium für Komposition des Bundes Österreich verliehen. Helbock hat bisher fast 25 Alben unter eigenem Namen als Bandleader veröffentlicht. Seine Debütveröffentlichung bei dem renommierten Münchner Label ACT-Music, ‹Into the Mystic›, im Jahr 2016, wurde unter anderem für den deutschen Echo Jazz nominiert. Zuletzt veröffentlichte er mit Fola Dada 2025 ‹Random/Control›.
Die österreichische Bassistin Julia Hofer wurde durch ihre Videos für den Musikalienhändler Thomann und auch durch ihren eigenen YouTube-Kanal weltbekannt. Nach ihrem Bachelor- und Masterstudium in Wien, Köln und Mannheim, entwickelte sie sich schnell zu einer gefragten Bassistin in der deutschen und österreichischen Szene. Im Ensemble der Vereinigten Bühnen Wien ist sie sowohl am Kontra- als auch am E-Bass tätig und unterrichtet außerdem an der Gustav Mahler Privatuniversität in Klagenfurt. Als Live- und Studiomusikerin konnte sie sich in den letzten Jahren international in den verschiedensten Stilrichtungen etablieren. Auf Tour und im TV konnte man sie u.a. in der ARD Sportschau im Rahmen der EM 2021, im ORF im Rahmen von Starmania, mit den heavytones und den No Angels erleben.
Ulrike Draesner
Ulrike Draesner, geb. 1962 in München, schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane und Essays. In ihren vielfach ausgezeichneten Werken fasst sie in Sprache, was kaum sagbar ist, Sehnsüchte, Abgründe und Traumata. Mit Humor und poetischem Blick spürt sie auch neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen nach und erkundet die Natur. Ulrike Draesner hat acht Romane, zuletzt zu lieben, acht Gedichtbände, mehrere Erzählungs- und Essaybände veröffentlicht. Ihr Roman Die Verwandelten war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2020 erhielt sie den Preis für Nature Writing
sowie den bayrischen Buchpreis, 2021 den Großen Preis des Deutschen Literurfonds, 2024 den Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ihr jüngstes Werk, das Postepos penelopes sch()iff, ein Re-Writing von Homers Odyssee, erscheint im Herbst 2025. Nach verschiedenen internationalen Gastdozenturen und Poetikvorlesungen ist Draesner seit 2018 Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Draesner lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
Daniela Dröscher
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London, Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam zur Poetologie Yōko Tawadas sowie ein Diplom in »Szenischem Schreiben« an der Universität Graz. Ihr Romandebüt »Die Lichter des George Psalmanazar« erschien 2009 im Berlin Verlag, es folgten der Erzählband »Gloria« und der Roman »Pola« sowie das Memoir »Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft« bei Hoffmann & Campe. Sie wurde u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) und einer Residenz in der Villa Kamogawa, Kyoto ausgezeichnet. Ihr autofiktionaler Roman »Lügen über meine Mutter« (Kiepenheuer & Witsch) stand 2022 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. 2023 war Daniela Dröscher Writer-in-Residence am Goethe-Institut Reykjavík.
Meike Droste
Die deutsche Schauspielerin Meike Droste, geboren 1980, studierte bis 2003 Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Noch während ihres Studiums sammelte sie erste Schauspielerfahrungen bei den Münchner Kammerspielen. Es folgten Stationen am Berliner Ensemble, dem Residenztheater München, am Schauspielhaus Zürich, im Ensemble des Deutschen Theaters Berlin und der Staatsoper Berlin. Es folgten Fernsehproduktionen wie ‹Tatort›, ‹SOKO Köln› und ‹Hannah Mangold›. Durch ihre Rolle der Bärbel Schmied in der mehrfach preisgekrönten Serie ‹Mord mit Aussicht› wurde Meike Droste einem großen Fernsehpublikum bekannt. 2021 war sie im zweiten Teil der ARD-Reihe ‹Das Leben ist kein Kindergarten›, sowie in ‹Der Kommissar und die Eifersucht› im ZDF. 2024 stand sie das letzte Mal vor der Kamera im Film ‹Another German Tank Story› und für die Serie ‹Alarm für Cobra 11›. Droste wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, 2009 erhielt sie den Faust-Theaterpreis für die Beste Darstellerische Leistung in Tschechows ‹Die Möwe› unter der Regie von Jürgen Gosch, 2015 folgte der Grimme Preis für den Film ‹Der Fall Bruckner›. Meike Droste spricht auch Hörspiele ein, wurde für ‹Verborgene Chronik› mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zuletzt sprach sie ‹Das Klimaquartett› der schwedischen Autorin Maja Lunde ein.
Duo Aliada
Das Duo Aliada setzt sich seit der Gründung 2013 aus dem serbischen Akkordeonisten Bogdan Laketic und dem polnischen Saxophonisten Michał Knot zusammen. Das Duo spielte im Wiener Musikverein, der Carnegie Hall New York, der Tonhalle Zürich oder dem Hermitage Theater St. Petersburg und war zudem auch bei populärem Rundfunk wie dem ORF1, SWR2, BR-Klassik und Radio Klassik zu hören. Gemeinsam veröffentlichte das Duo Aliada bereits verschiedene Projekte, zuletzt das ‹East – West›-Projekt oder ihr Debütalbum ‹New colours of the past›, welches für den OPUS KLASSIK Preis in den Kategorien ‹Kammermusik› und ‹Klassik ohne Grenzen› nominiert wurde. Neben dem 1. Preis beim 12. Fidelio Wettbewerb und dem 3. Preis beim M-Prize Wettbewerb, wurde das Duo 2016 mit österreichischen Förderungsprogramm ‹The New Austrian Sound of Music› ausgezeichnet.
Duo Murat Coşkun & Beatriz Picas
Murat Coşkun und Beatriz Picas verbindet ihre große Leidenschaft für die Musik, die zwischen den Welten und Stilen entsteht. Nach einer erfolgreichen CD-Release-Tour in der Türkei zahlreichen Konzerten in Deutschland und Portugal sind die beiden zu einem packenden Duo zusammengewachsen: Picas, deren Stimme mit ihrer individuellen Klangfarbe unmittelbar berührt, geht in der Verbindung von Cello und Vocals einen ganz eigenen Weg. Coşkun beherrscht als Meister seines Faches sein großes Percussion-Instrumentarium so virtuos, dass er sich scheinbar blind und intuitiv in die gemeinsame Musik geben kann.
Die erst einmal überraschend klingende Kombination mit Worldpercussion, Cello und Stimmen wird zu einem neuartigem aber überzeugenden Klangerlebnis: Mit dem Cello singen, mit der Stimme spielen, die Percussion zum Weinen und Lachen bringen.
Die Live-Performance lebt durch den intensiven und spontanen Austausch im Augenblick und dem Entdecken neuer Klang- und Spielräume. Hier trifft rhythmische Präzision mühelos und virtuos auf fantasievoll umgesetzte Phrasen und spontan aufgenommene Impulse. Ihre portugiesischen und türkischen Wurzeln sind als Resonanzboden der gemeinsamen Kompositionen zu erahnen − und so meint man, die Melancholie aus dem Meer oder den mit Seelenschmerz gewürzten Übermut aus den Bergen zu spüren.
Mit
Murat Coşkun: Rahmentrommeln, Percussion, Hang, Stimme
Beatriz Picas: Cello, Stimme
Duo Oxymoron
Anna Steinkogler und Valentin Butt verstehen die Kombination ihrer Instrumente Harfe und Akkordeon mitnichten als Widerspruch, sondern als Gegensatzpaar, als überraschende, spannungsgeladene Verbindung, durch die sie bisher Ungehörtes und Unerhörtes zum Ausdruck bringen und lebendig werden lassen. Gemeinsam bilden sie das Duo Oxymoron. Die Harfenistin Anna Steinkogler ist Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe und sowohl als Solistin als auch in diversen Formationen in Deutschland, Holland, Österreich und Frankreich zu Gast. Butt arbeitet u. a. an den großen Berliner Theatern als Musiker, Komponist und musikalischer Leiter und ist als Studiomusiker an Hörspielen und Filmmusikaufnahmen beteiligt. Im Vordergrund der Arrangements der beiden Musiker:innen steht nicht Imitation, sondern das Kreieren von Farben, Reibung und Spannungen und das Eröffnen frischer Perspektiven auf Altbekanntes. In den gut gelaunten Eigenkompositionen erkundet Duo Oxymoron die individuelle Ästhetik der Besetzung Harfe und Akkordeon, für die es weder Vorbilder noch Rollenzuschreibungen gibt. Im Programm ‹Scented Rushes›, lassen Steinkogler und Butt die Grenzen von U- und E-Musik hinter sich und erschaffen ein hochattraktives, eigenständiges Klanguniversum in dem sie Jazz, Neoklassik, Klassik und zeitgenössische Spieltechniken kombinieren. Eine im wahrsten Sinne des Wortes märchenhafte Hommage an Lewis Carroll, Autor der beiden Alice-Romane, aus Freiheitsliebe, Experimentierfreudigkeit und Humor.
Pavel Efremov
Pavel Efremov, geboren 1994 in Chișinău, der Hauptstadt der Republik Moldau, ist ein herausragender Akkordeonist, dessen musikalische Reise durch exzellente Ausbildungsstätten und beeindruckende Bühnen Europas führt. Sein künstlerischer Werdegang begann unter der Anleitung von Segiu Mirzac am „Stefan Neaga“ Musikkolleg in Chișinău, bevor er sein Bachelorstudium bei Marko Kassl an der renommierten Hochschule für Musik Detmold erfolgreich abschloss.
Im Rahmen des Erasmus-Programms vertiefte Pavel seine musikalischen Fertigkeiten am Centro Superior del Pais Vasco „Musikene“ bei Inaki Alberdi. Das Jahr 2021 markiert den Beginn seines Masterstudiums an der renommierten Folkwang Universität der Künste, wo er derzeit ein Konzertexamen-Studium unter der Leitung von Prof. Mie Miki absolviert.
Pavel Efremov erhielt entscheidende künstlerische Impulse von renommierten Persönlichkeiten wie Janne Rättyä, Claudio Jacomucci, Veli Kujala, Grzegosz Stopa, Maciej Frąckiewicz, Georg Friedrich Schenck und Richard Galliano. Pavel Efremov wurde als Stipendiat der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung in Herdecke sowie mit dem GWK-Förderpreis Musik der GWK-Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit, Münster, ausgezeichnet. Im Dezember 2021 erhielt er in Chișinău den Preis als bester moldawischer Student des Jahres in der Kategorie „Kunst“. 2022 wurde er Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now Rhein-Ruhr und erhielt den Folkwang DAAD-Preis als bester ausländischer Student des Jahres. Im Jahr 2024 war er mit dem renommierten Folkwang-Preis in der Kategorie Musik ausgezeichnet.
Sein musikalisches Talent führte Pavel Efremov auf Bühnen weltweit, von der Elbphilharmonie in Hamburg über das Musikzentrum De Bijloke in Gent bis hin zum Nationaltheater in Bagdad und dem Festspielhaus in Baden-Baden. Er trat mit renommierten Ensembles wie dem Gürzenich-Orchester Köln, der Deutschen Oper am Rhein, dem Moldovan National Youth Orchestra sowie dem Choreos-Ensemble und dem Symphonischen Orchester der Moldawischen Nationalphilharmonie auf.
Pavel ist nicht nur ein virtuoser Solist und Kammermusiker, sondern auch ein engagierter Kulturdiplomat. Als Präsident der Non-Government Organisation „SonArte“ in Chișinău, gegründet im Jahr 2019, setzt er sich aktiv für die Förderung junger Akkordeonisten in der Republik Moldau ein. Im selben Jahr organisiert er das erste Akkordeonfestival in Moldawien, und im Jahr 2024 gründet er die Sommerakademie „Summer Music Camp“, das einen bedeutenden Beitrag zur lokalen Musikszene leistete.
Der Akkordeonist spielt im Duo zusammen mit dem Gitarrist Rusu Matei, Saxophonist Luis Gonzales Garrido und mit der Panflötistin Andreea Chira.
Christian Erdmann
Der Schauspieler Christian Erdmann, geboren 1975 in Rudolstadt, begann seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Nach Engagements am Staatsschauspiel Dresden und am Düsseldorfer Schauspielhaus, wendete er sich vermehrt Film- und Fernsehproduktionen zu. So war er zum Beispiel in ‹Aufbruch in die Freiheit› (Deutscher Fernsehpreis 2019), in Emily Atefs ‹Irgendwann werden wir uns alles erzählen› (Berlinale 2023) und als Hauptkommissar Frank Weller in den ‹Ostfriesenkrimis› zu sehen. Erdmanns Darstellungen reichen von klassischen Dramen bis hin zu zeitgenössischen Stücken mit denen er Anerkennung für seine nuancierte und kraftvolle Schauspielkunst erhielt. 2001 wurde Erdmann mit dem Ulrich-Burkhardt-Förderpreis für seine schauspielerischen Leistungen im Theater ausgezeichnet.
Carolina Eyck
Die deutsch-sorbische Musikerin und Komponistin Carolina Eyck ist die weltweit führende Interpretin auf dem Theremin. 2015 erhielt sie den ECHO Klassik in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres“. Im Alter von 16 Jahren entwickelte Eyck ihre eigene präzise 8-Fingerposition-Spieltechnik und veröffentlichte das erste umfangreiche Lehrbuch „Die Kunst des Thereminspiels“. Ihre Technik wird inzwischen von Thereministen auf der ganzen Welt angewendet und hat die Spielweise des Instruments revolutioniert. Sie gab Konzerte in über 30 Ländern und spielte als Solistin u. a. mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem BBC Philharmonic Orchestra, den Brüsseler Philharmonikern und
dem Orquesta Sinfónica Nacional de Argentina. Für Eyck schrieben die Komponisten Kalevi Aho, Andrew Norman, Dalit Warshaw und Régis Campo Concertos für Theremin und Orchester. Sie spielte außerdem die Uraufführungen von Fazil Says Symphonien „Universe“ und „Mesopotamia“. 2016 veröffentlichte sie mit dem American Contemporary Music Ensemble eine LP mit ihrer eigenen Komposition „Fantasias for Theremin and String Quartet“. Seit 2016 konzertiert Carolina Eyck mit ihrem innovativen Solo-Programm „Theremin & Voice“. Kunstvoll übereinandergeschichtete Loops und Chöre, live auf der Bühne entwickelt, fliegen mit Hilfe eines Surround-Soundsystems synchron zu ihrer tänzerischen Performance durch den Raum. Angesiedelt zwischen Minimal Music und Progressiv Electronic lassen Carolinas melodische, teils
festgeschriebene Kompositionen viel Raum für ihre virtuosen Improvisationen. Eycks Transkription von Ennio Morricones „The Ecstasy of Gold“ wurde mehr als 15 Millionen Mal online angesehen. Sie veröffentlichte mehrere Solo-Alben, unter anderem „Elegies for Theremin & Voice” (2019) und „Thetis 2086” (2022). Gemeinsame Auftritte und Aufnahmen mit zeitgenössischen Künstlern aus verschiedenen Genres, wie Rocklegende Steve Vai, dem Singer-Songwriter Gotye, DJ Jeff Mills,
dem Gitarristen Jim Moginie, Tangerine Dream, dem Multi-Instrumentalisten Jacob Collier und dem Sänger Theo Bleckmann, inspirieren Eycks Spiel. Eyck gibt weltweit Workshops und Theremin-Unterricht. Sie ist künstlerische Leiterin der Theremin-Akademien in Colmar (Frankreich), Leipzig und Berlin. 2018 hielt sie einen TEDx Talk
über die Symbiose von Selbstkontrolle und Freiheit beim Thereminspiel. Eine Dokumentation über ihr Schaffen, „Carolina and the Waves“, ist derzeit in Produktion.
Kritiken
„Carolina Eyck ist die Königin des Theremins.“ – Cicero
„Universalgelehrte in Sachen Theremin.“ – Neue Musikzeitung
„Plainspoken and funny on stage, she’s a serious artist and avid advocate of her instrument, which she has worked into numerous musical settings.“ – Blogcritics
„Carolina Eyck is one of the worlds leading theremin players and is a pioneer of this relatively new
instrument.“ – BBC
„If there’s anyone who can harness the theremin’s wild potential, it’s Eyck, who as a teenager
developed her own method of playing the instrument.” – Boston Globe
Benno Fürmann
Benno Fürmann wurde 1972 in Westberlin geboren und zählt zu den angesehensten Schauspielern Deutschlands. Er überzeugt vor allem mit seinen ausdrucksstarken Charakterdarstellungen. Ob im Kino, im Fernsehen oder auf der Theaterbühne, seit mehr als 30 Jahren zieht er die Zuschauer mit seinem Charisma, seiner Wandlungsfähigkeit und
Tiefgründigkeit in seinen Bann. Für sein Schauspiel wurde er mehrfach geehrt, darunter mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Jupiter Award und dem Bayerischen Filmpreis.
Benno Fürmann absolvierte seine Schauspielausbildung an dem renommierten Lee Strasberg-Theatre Institute in New York. Nach mehreren kleineren Rollen im deutschen Fernsehen, erreichte er ab 1994 als Günni in den „Und Tschüss“-Filmen größere Popularität. Sein erster Karrierehöhepunkt kam 1998 in dem Zweiteiler „Die Bubi Scholz Story“ von Roland Suso Richter. Für seine Leistung als Boxlegende erhielt er den Deutschen Fernsehpreis als Bester Hauptdarsteller. Die Kritiker waren von seiner Wandelbarkeit angetan. Bald folgten auch vermehrt Kinoprojekte: 1998 spielte Benno Fürmann in Til Schweigers
Regiedebüt DER EISBÄR und übernahm ein Jahr später Rollen in Sönke Wortmanns ST. PAULI NACHT (1999) und in Caroline Links PÜNKTCHEN UND ANTON (1999). Es folgten weitere
Hauptrollen in Tom Tykwers DER KRIEGER UND DIE KAISERIN (1999) und in Martin Eiglers FREUNDE (1999), wofür er den Bayerischen Filmpreis als Bester Darsteller erhielt. 2000 überzeugte Benno Fürmann alle mit seinem psychopatischen Auftritt an der Seite von Franka Potente in dem Thriller ANATOMNIE (2000) von Stefan Ruzowitzky. Danach wurde er 2001 auf der Berlinale als einer der European Shooting Stars vorgestellt.
Eine weitere erfolgreiche Produktion des charismatischen Schauspielers war Doris Dörries Beziehungskomödie NACKT (2002) an der Seite von Heike Makatsch und Nina Hoss. Im gleichen Jahr nahm Benno Führmann für das Drama WOLFSBURG zusammen mit dem
Regisseur Christian Petzold und der Schauspielerin Nina Hoss den Adolf-Grimme-Preis in Gold entgegen.
2005 unternahm der talentierte deutsche Schauspieler auch einen Abstecher nach Hollywood. Als Gegenspieler von Heath Ledger wurde er in dem Fantasy-Thriller SIN EATER – DIE SEELE DES BÖSEN von Brian Helgeland besetzt, gefolgt von der preisgekrönten
internationalen Produktion MERRY CHRISTMAS (2005) von Christian Carion, die als Bester Fremdsprachiger Film sowohl für den Oscar® als auch für den Golden Globe nominiert war. Es folgten die Kinder- und Jugendfilme über DIE WILDEN HÜHNER (2006-2009), Marc
Rothemunds Komödie PORNORAMA (2007), Philipp Stölzls Bergsteigerdrama NORDWAND (2008), die melodramatische Dreiecksgeschichte JERICHOW (2008) von Christian Petzold und
das Mystery-Drama HINTER KAIFECK (2009) von Esther Gronenborn. 2011 ist Benno Fürmann in Agnieszka Hollands preisgekrönten und Oscar®-nominierten Drama IN DARKNESS zu sehen. Sein umfangreiches Kino-Repertoire umfasst weiter Filme wie DER FAST PERFEKTE MANN (2013) von Vanessa Jopp, VOLT (2016) von Tarek Ehlail, das internationale Drama INTRIGO – TOD EINES AUTORS (2018) von Daniel Alfredson und André Erkaus GOTT, DU
KANNST EIN ARSCH SEIN! (2020). In Marc-Uwe Klings Fortsetzung DIE KÄNGURU VERSCHWÖRUNG (2022) übernahm Benno Fürmann den manipulierenden Part des Verschwörungs-Gurus Adam Krieger.
Seine Fernsehauftritte sind ebenso umfangreich wie seine Kinoerfolge. Zu den wichtigsten Produktionen, in denen Benno Fürmann als Oberst Gottfried Wendt eiskalt überzeugt gehört
die 3. Staffel der preisgekrönten Erfolgsserie „Babylon Berlin“ (2020). Weitere nennenswerte
Fernsehproduktionen sind u.a. die hochgelobte Krimiserie „Sperling“ (1996-1999) von Dominik Graf, der Thriller „Die Grenze“ (2010) von Roland Suso Richter, „Der Mauerschütze“ (2010) von Jan Ruzicka, die Tragikomödie „Zweimal zweites Leben“ (2016) von Peter Henning
und Claudia Prietzel, „Die vierte Gewalt“ (2016) von Brigitte Bertele sowie die Komödie „Neu in unserer Familie“ (2016) von Stefan Krohmer.
Alexej Gerassimez
Alexej Gerassimez ist Multiperkussionist und aufstrebender Star der Szene. Neben den üblichen Schlag- und Rhythmusinstrumenten bindet er Gegenstände aus eigentlich musikfernen Kontexten wie Flaschen, Bremsscheiben, Fässer oder Schiffsschrauben in seine Musik ein. Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen. Alexej Gerassimez‘ Ausbildung begann als Jungstudent bei Christian Roderburg und Stefan Hüge an der Hochschule für Musik in Köln, er wechselte später zur Hanns Eisler Hochschule für Musik in Berlin und schloss sein Studium 2014 bei Peter Sadlo an der Hochschule für Musik und Theater in München mit dem Master ab. Er wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Yamaha Music Foundation of Europe gefördert. Seit November 2017 ist Alexej Gerassimez Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München. Als Solist ist Gerassimez Gast international renommierter Orchester, unter anderem der NDR Radiophilharmonie Hannover, des Konzerthausorchesters Berlin oder des SWR Symphonieorchesters und unter der Leitung von Dirigenten wie Tan Dun, Kristjan Järvi, Eivind Gullberg Jensen, Jonathan Stockhammer, John Axelrod und Michel Tabachnik tätig. Im Oktober 2021 wird er in der Berliner Philharmonie das neue Schlagzeugkonzert von John Psathas mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Markus Poschner uraufführen. In China, Südkorea, den USA, der Schweiz, der Niederlande und auf Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Bonner Beethovenfest oder den Niedersächsischen Musiktage war Gerassimez bereits zu erleben. Im Mai 2021 ist sein Album ‹Starry Night› mit dem SIGNUM saxophone quartet bei Berlin Classics erschienen.
Carlos Gimenez
Die Stimme des Saxophon
Carlos Gimenez ist ein spanischer klassischer Saxophonist und Preisträger diverser internationaler Wettbewerbe. Seit seinem Solodebüt mit Orchester in Valencia im Jahr 2012 im Alter von 19 Jahren ist er als Solist, Kammer- und Orchestermusiker aktiv. Seit 2023 lebt er in Deutschland und hat mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem DSO Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der NDR Radiophilharmonie Hannover und dem Nederlands Philharmonisch Orkest gespielt.
Als Kammermusiker arbeitet Carlos Gimenez mit Ensembles, Chören, Komponisten und Instrumentalisten zusammen und deckt ein breites Spektrum an Formaten und Repertoire ab. Seit 2023 ist er Sopransaxophonist des renommierten Clair-obscur Saxophonquartetts. Er wird gelobt für seine lyrische Phrasierung, Ausdruckskraft und technische Brillanz. Mit Leidenschaft tritt er für die Präsenz des Saxophons auf Kammermusikbühnen und in Orchesterprogrammen ein.
Sein neuestes Rezital-Projekt mit Klavier „Cantar del Alma” ist eine sehr persönliche Reise mit Vokalmusik von Wagner, Rachmaninow und aus Spanien – neu gedacht für das Saxophon. Das Programm wurde kürzlich in der Philharmonie Berlin aufgeführt und wird 2026 als seine Debüt-CD bei Musikproduktion Dabringhaus & Grimm erscheinen.
Joey Goebel
Joey Goebel, 1980 in Henderson, Kentucky, geboren, ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Musiker – ein weltweit gefeiertes Multitalent. Seine Romane ›Vincent‹, ›Freaks‹ und ›Heartland‹ wurden in 14 Sprachen übersetzt. Joey Goebel hat einen Sohn und lebt in Henderson, wo er englische Literatur unterrichtet.
Helene Grass
Helene Grass erhielt ihre Ausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Nach ihrem Debüt am Staatstheater Braunschweig nahm sie Theater-Engagements u. a. am Theater Neumarkt in Zürich, am Schauspielhaus Hamburg, am Theater Basel und am Théâtre National De La Colline in Paris wahr. Sie ist in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen präsent, z. B. im Hauptcast der Serien ‹Legal Affairs› und ‹Doktor Ballouz› oder des ‹Wendland-Krimis›. Außerdem arbeitet sie als Sprecherin bei verschiedenen Hörfunksendern und nimmt Hörbücher wie zum Beispiel ‹Unterleuten› von Juli Zeh und ‹Underground Railroad› von Colson Whitehead auf. Von 2016 bis 2022 übernahm Helene Grass gemeinsam mit Albrecht Simons von Bockum Dolffs die künstlerische Leitung des Literatur- und Musikfestivals ‹Wege durch das Land›.
Hans Löw
Hans Löw, 1976 in Bremen geboren, studierte von 1997 bis 2001 Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Von 2001 bis 2009 hatte Hans Löw sein erstes Festengagement am Thalia Theater in Hamburg. Er spielte viele tragende Rollen u. a. in Inszenierungen von Andreas Kriegenburg wie ‹King Lear› von Shakespeare, ‹Unschuld› von Dea Loher, Michael Thalheimer ‹Hamlet› von Shakespeare, ‹Liebelei› von Arthur Schnitzler, Stephan Kimmig ‹Hedda Gabler› von Henrik Ibsen, Martin Kusej ‹Floh im Ohr› von Feydeau und Armin Petras ‹we are camera›, ‹zeit zu lieben zeit zu sterben› von Fritz Kater. Nach seiner Zeit im Festengagement war Hans Löw als Gast am Deutschen Theater Berlin, wo er u. a. mit Andreas Kriegenburg, Alize Zandwijk und Bastian Kraft arbeitete, spielte am Maxim Gorki Theater, am Schauspiel Stuttgart und am St. Pauli Theater Hamburg. Löw spielte in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen, u. a. ‹Alles ist gut›, ‹Hedi Schneider steckt fest› oder ‹in my room›, wofür er 2019 als Bester Schauspieler in einer Hauptrolle für den Deutschen Schauspielpreis nominiert war. Hans Löw wurde 2004 mit dem Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung für Hamburger Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. 2019 erhielt er von der Deutschen Akademie für Fernsehen den Preis als bester Nebendarsteller im Fernsehfilm „Alles Isy“ von Mark Monheim und Max Eipp. Ab der Spielzeit 2020/21 ist Hans Löw wieder fest im Ensemble des Thalia Theater.
Franziska Hartmann
Franziska Hartmann, geboren 1984 bei München, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Felix-Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig. Schon währenddessen spielte sie an mehreren Theatern, bevor sie 2009 festes Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg wurde. Dort ist sie in zahlreichen Produktionen zu sehen, zum Beispiel in ‹Panikherz›, ‹Tschick› oder ‹Das Achte Leben›. Sie arbeitet unter anderem mit den Regisseur:innen Antú Romero Nunes, Jette Steckel und Christopher Rüping. Seit 2018 ist Franziska Hartmann als freie Schauspielerin sehr erfolgreich für Film und Fernsehen tätig. Unter anderem konnte man sie in dem Drama ‹Über Barbarossaplatz› von Jan Bonny sehen, wofür sie von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste mit dem Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistung ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr erhielt sie den Deutschen Hörbuchpreis. Für ihre Darstellung in dem Kinofilm ‹Sterne über uns› von Tina Ebelt wurde sie 2020 unter anderem in der Kategorie Schauspielerin in einer Hauptrolle mit dem Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet. 2023 konnte sie mit dem Kinofilm ‹Monster im Kopf› diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen. Der Film lief auf zahlreichen Festivals und konnte diverse Nominierungen, Preise und Auszeichnungen gewinnen. Zuletzt war Franziska Hartmann in Stephan Lacants Film ‹Kalt, im Polizeiruf – Du gehörst mir› von Jens Wischnewski und in ihrer eigenen ZDF-Reihe ‹Katharina Tempel› zu sehen. 2023 gewinnt sie mit der Miniserie ‹Neuland› den Grimme Preis im Wettbewerb Fiktion.
Zhehao He begann sein Masterstudium Viola an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Peijun Xu. Zuvor absolvierte er sein Bachelorstudium am Shanghai Conservatory of Music bei Prof. Jensen Lam und Prof. Nian Liu. In der Spielzeit 2024/25 war er Praktikant beim WDR Funkhausorchester Köln sowie bei der NDR Radiophilharmonie Hannover und sammelte dabei wertvolle musikalische Erfahrungen. Außerdem war er Mitglied der Mahler Chamber Orchestra Academy und spielte als Mitglied des Asian Youth Orchestra. Seit September 2025 ist Zhehao He Akademist der Joseph Joachim Akademie.
Judith Hermann
Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt »Sommerhaus, später« (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien »Alice«, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, »Aller Liebe Anfang«. 2016 folgten die Erzählungen »Lettipark«, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien der Roman »Daheim«, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Judith Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien 2023 bei S. FISCHER »Wir hätten uns alles gesagt«, basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.
Literaturpreise:
Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023
Preis der LiteraTour Nord 2022
Bremer Literaturpreis 2022
Rheingau Literatur Preis 2021
Blixenprisen 2018 für »Lettipark«
Erich-Fried-Preis 2014
Friedrich-Hölderlin-Preis 2009
Kleist-Preis 2001
Hugo-Ball-Förderpreis 1999
Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 1999
Thomas Hettche
Die Jury des Deutschen Buchpreises nannte Thomas Hettche ‹einen der elegantesten und raffiniertesten Stilisten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur›. Er studierte Germanistik, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main und lebt als freier Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz. Hettche hat Essays und Reportagen u. a. für die FAZ und die Neue Zürcher Zeitung publiziert, debütierte 1989 mit dem Roman ‹Ludwig muss sterben› und gab 1999 für ein Jahr die Online-Anthologie ‹NULL› heraus, eines der ersten deutschsprachigen Literaturprojekte im Internet. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen ‹Woraus wir gemacht sind› (2006) und ‹Pfaueninsel› (2014), die beide auf der Short-List des Deutschen Buchpreises standen. Von 1995 bis 1999 war Hettche Juror des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt sowie von 2002 bis 2015 Juryvorsitzender des ‹Spycher: Literaturpreises Leuk›. Thomas Hettche erhielt u. a. den Rauriser Literaturpreis (1990), den Premio Grinzane Cavour (2005), den Düsseldorfer Literaturpreis (2013) und den Bayerischen Buchpreis (2014). Sein neuester Roman »Liebe« erschien 2026.
Fabian Hinrichs
Der in Hamburg geborene Schauspieler Fabian Hinrichs arbeitet als Schauspieler, Autor und Produzent. Nach dem Schauspielstudium führte ihn sein erstes Theaterengagement an das Schauspielhaus Bochum. Von 2000 bis 2005 arbeitete er als Ensemblemitglied der Berliner Volksbühne mit Regisseuren wie Frank Castorf und Christoph Schlingensief. Seitdem ist er auch auf anderen Bühnen zu sehen, darunter das Burgtheater Wien, die Münchener Kammerspiele, das Deutsche Schauspielhaus Hamburg und immer wieder an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz in Berlin. Für seine Arbeit wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis, dem Max-Ophüls-Ehrenpreis sowie dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis. Seit 2003 ist er zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter auch in seiner bekanntesten Rolle als Kommissar im Franken-Tatort Felix Voss. Seit 2008 schreibt und produziert Fabian Hinrichs auch eigene Theaterstücke und Essays. Aktuell ist er u. a. in ‹ZERV – Zeit der Abrechnung› in der ARD-Mediathek sowie in ‹Geht es dir gut?› von Pollesch/Hinrichs in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin zu sehen. 2023 wird sein erstes Sachbuch im Propyläen-Verlag erscheinen.
Felicitas Hoppe
Felicitas Hoppe, geboren 1960 in Hameln, Trägerin des Georg-Büchner-Preises, lebt als Schriftstellerin in Berlin und Leuk. Seit 1996 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Essays und ist reisend und schreibend, übersetzend und vortragend nonstop rund um die Welt unterwegs. 2012 erschien der Roman ‚Hoppe‘, 2018 ‚Prawda. Eine amerikanische Reise‘, 2021 folgten ‚Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm‘. Zuletzt wurde sie mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet.
Pascal Houdus
Pascal Houdus, 1986 bei Bielefeld geboren, absolvierte 2009 seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Im Rahmen seines Studiums spielte er bereits am BAT Studiotheater und am Deutschen Theater, Berlin (Das Ding, Regie: Daniela Löffner).
Pascal Houdus kam 2013 ans Thalia Theater, wo er u. a. mit Christopher Rüping, Jan Bosse, Stefan Bachmann, Luk Perceval, Hakan Savaş Mican und Leander Haußmann arbeitete.
Parallel zu seiner Arbeit am Theater wirkt er auch immer wieder in Film- und Fernsehproduktionen mit. Bereits 2008 spielte er in Stephen Daldrys Verfilmung des Romans Der Vorleser von Bernhard Schlink mit.
Henri Jakobs
Geboren in München. Studierte E-Bass am Richard-Strauss-Konservatorium und Musikjournalismus an der Hochschule für Musik und Theater in München. Noch während des Studiums Mitglied zahlreicher Musikprojekte. Später sowohl Sänger und Bassist seiner eigenen Band TUBBE (Audiolith Records) als auch Live-Bassist von Sookee, Lulu und die Einhornfarm, The toten Crackhuren im Kofferraum u. a. Mit TUBBE Veröffentlichung von zwei Alben. Touren durch Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich. 2019 gemeinsam mit Christina Wolf Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises in der Kategorie Podcast für »Transformer«. Neben seinem Schaffen als Musiker auch Tätigkeit als Autor und Synchronsprecher. Sein Roman »Paradiesische Zustände« erscheint im Juni 2023 bei KiWi.
Julia Jentsch
Julia Jentsch, geboren 1978 in Berlin, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Ihr erstes Engagement führte sie an die Münchner Kammerspiele, wo sie von 2001 bis 2006 Hauptrollen u. a. in den Stücken ‹Antigone›, ‹Die Nibelungen› oder ‹Othello› spielte. Bekanntheit erlangte die Schauspielerin mit dem Film ‹Die fetten Jahre sind vorbei› (2004). Ein Jahr darauf erhielt sie den silbernen Bären und den Europäischen Filmpreis für ihre Darstellung der Sophie Scholl in dem Film ‹Sophie Scholl – Die letzten Tage› (2005). Ebenso wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis 2017 als beste Schauspielerin in dem Film ‹Das Verschwinden› und dem Bayrischen Fernsehpreis in 2018 als beste Darstellerin ausgezeichnet. Im Jahr 2018 erhielt Jentsch den Bundesverdienstorden für ihre besonderen Leistungen. Zuletzt war sie in dem Fernsehfilm ‹Das weiße Schweigen› (2022) und in der Serie ‹Der Pass› (2021-2023) zu sehen.
Marko Kassl ist ein vielseitiger und kreativer Akkordeonist, der die grenzenlosen Möglichkeiten seines Instruments erkundet – schließlich ist das Leben zu kurz, um sich von Grenzen einschränken zu lassen.
Mit Black Pencil reist er durch über tausend Jahre Musikgeschichte, von mittelalterlichen Klängen bis hin zu den Experimenten der zeitgenössischen Avantgarde.
Mit Firasso bringt er eigene Kompositionen auf die Bühne, die den Geist von Tango, Klezmer, Balkanmusik und Jazz atmen.
Im Duo MARES erweitert er das Repertoire für die faszinierende Kombination aus Bratsche und Akkordeon und lässt neue Klangwelten entstehen.
Regelmäßiig arbeitet er mit Orchestern, zeitgenössischen Ensembles sowie Tanz- und Theaterkompanien zusammen – stets auf der Suche nach frischen künstlerischen Begegnungen.
Neben seinen Auftritten leitet Marko Kassl eine Akkordeonklasse an der Hochschule für Musik Detmold, wo er seine Leidenschaft für das Instrument weitergibt.
Eine detaillierte Biografie sowie hochauflösende Fotos finden Sie unter dem Button Press Kit.
Kebyart
Gegründet in Barcelona zählt Kebyart zu den aufregendsten Ensembles der aktuellen Musikszene. Es besteht aus den vier spanischen Musikern Pere Méndez (Sopransaxophon), Víctor Serra (Altsaxophon), Robert Seara (Tenorsaxophon) und Daniel Miguel (Baritonsaxophon). Sie teilen nicht nur die Leidenschaft für Kammermusik, sondern auch den Wunsch, frischen Wind in die klassische Musik zu bringen. Hier haben sich vier musikalische Freigeister zusammengefunden, um völlig neue Klangseiten der Instrumentierung zu erschließen. Jeder ihrer Auftritte verspricht eine fesselnde Inszenierung zu werden und ihr Name ist Programm: Das balinesische ‹kebyar› bedeutet so viel wie ‹plötzlich aufflackern› oder ‹aufplatzen› – eine wunderbare Metapher für das so energiegeladene und hochvirtuose Musizieren der vier Spanier. Die Unverwechselbarkeit der experimentierfreudigen Kebyart liegt in ihrem kreativen und offenen Umgang mit dem Repertoire, das mehrere Facetten aufweist: Originalliteratur sowie eigene Arrangements verschiedenster Stilrichtungen werden beständig um neue Auftragswerke erweitert. Die jungen Musiker von Kebyart sind derzeit nicht nur in ihrer spanischen Heimat angesagtes Gesprächsthema, sondern machen auch europaweit von sich reden und hören. Als ECHO Rising Stars (European Concert Hall Organisation) waren Kebyart in der Saison 2021/22 im Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Wiener Musikverein, dem Festspielhaus Baden-Baden und vielen weiteren europäischen Sälen zu erleben. In der Saison 2024/2025 ist das Quartett erstmals in Rom und Istanbul zu Gast und folgt vielen Wiedereinladungen, u.a. der Philharmonie de Paris und des Heidelberger Frühlings. Im April 2025 erschien bei Outhere Linn Records ihr neues Album ‹Unraveled›, eine Hommage zum 150. Geburtstag des Komponisten Maurice Ravel.
Kira Elisabeth Koch und Karla Haltenwanger
Kira Elisabeth Koch, geboren 2010 in Berlin, zählt mit ihrer außergewöhnlichen Musikalität zu den herausragenden jungen Geigentalenten in Deutschland. Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren. Sie besucht das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach und wird seit 2017 von der renommierten Geigenpädagogin Michiko Feuerlein unterrichtet, die ihre künstlerische Entwicklung maßgeblich geprägt hat. 2022 wurde sie in das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin aufgenommen. Wichtige Impulse erhielt sie durch Meisterkurse unter anderem bei Midori, Augustin Hadelich und Alf Richard Kraggerud.
Bereits mit sechs Jahren gewann Kira ihren ersten 1. Preis bei „Jugend musiziert“ mit Höchstpunktzahl. Es folgten weitere nationale und internationale Auszeichnungen, darunter Preise beim Dussmann-Wettbewerb, dem Carl-Bechstein- und Carl-Schröder-Wettbewerb sowie dem Kocian Violin Competition und dem Piccolo violino magico. Einen weiteren Höhepunkt bildete der 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Young Ludwig“.
Seit 2025 ist Kira Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim dortigen Instrumentenwettbewerb gewann sie eines der Spitzeninstrumente der Stiftung: eine kostbare Guarneri Filius Andrea, gebaut um 1697–1700, die sie seit Februar 2025 spielt.
Im selben Jahr errang sie erstmals als Solistin einen 1. Bundespreis bei „Jugend musiziert“, ein Meilenstein in ihrer bisherigen Laufbahn. Sie wurde zudem mit dem Jütting-Preis ausgezeichnet und erhielt ein Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung – Ehrungen, die sowohl ihre technische Brillanz als auch ihre künstlerische Ausdruckskraft würdigen.
2022 gründete sie gemeinsam mit Laila Honda, Roman Spirin und Lennard Voigt das Piaschowa Quartett, mit dem sie 2023 den Eduard-Söring-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben erhielt.
Als Konzertmeisterin des Kinderopernorchesters der Staatsoper Unter den Linden sammelte Kira von 2022 bis 2024 unter der Leitung von Giuseppe Mentucci wichtige Orchestererfahrungen.
Solistische Auftritte mit Orchestern wie der Accademia d’Archi Arrigoni, dem FVG Orchestra Sinfonica Venezia, dem Underground Youth Orchestra Athen und dem Loh-Orchester Sondershausen bereichern ihre Bühnenerfahrung. Kira konzertierte in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Staatsoper Unter den Linden, im Beethoven-Haus Bonn und dem Musikinstrumenten-Museum Berlin. Internationale Engagements führten sie u. a. nach Athen in den Palast von Parnassos.
Ihr Repertoire reicht von Konzerten von Vivaldi, Bach, Mozart, Mendelssohn, Saint-Saëns, Tschaikowski und Paganini bis zu Solo- und Kammermusikwerken von Beethoven, Brahms, Dvorak, Grieg und Sarasate.
Mit ihrer außergewöhnlichen Begabung, Bühnenpräsenz und tiefgründigen Musikalität begeistert Kira Elisabeth KochPublikum und Fachwelt gleichermaßen.
Die in Bukarest geborene Pianistin Karla Haltenwanger schloss ihr Studium bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling mit Auszeichnung ab und erhielt weitere künstlerische Impulse von Prof. Homero Francesch in Zürich, Prof. Georg Sava in Berlin und Ferenc Rados in Wien/Budapest. Im Jahre 2006 gründete sie gemeinsam mit Birgit Erz und Ilona Kindt das mittlerweile weltweit renommierte Boulanger Trio. Als Pianistin des Ensembles folgt Karla Haltenwanger Einladungen zu den wichtigsten Musikfestivals wie Rheingaufestival, Schleswig Holstein Musikfestival oder Beethovenfestival Warschau und in den angesehensten Konzerthäusern, wie Elbphilharmonie Hamburg, Musikverein Wien, Wigmore Hall London, hat eine Diskografie, die Einspielungen u.a. von Beethoven, Schumann, Brahms, Schönberg, Schostakowitsch bis hin zu Rihm umfasst, und veranstaltet eine eigene Konzertreihe „Boulangerie“ mit Gästen wie Matthias Pintscher, Kaja Saariaho, Friedrich Cerha oder Beat Furrer. Karla Haltenwanger ist Dozentin für Kammermusik an der ECMA Music, die von Prof. Hatto Beyerle ins Leben gerufene Europäischen Kammermusikakademie.
Thomas Kissling (*1980) studierte Architektur an der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich (ETH) und war zwischen 2010 bis 2021 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberassistent an der Professur von Günther Vogt an der ETH tätig.
In Lehre und Forschung beschäftigte er sich schwergewichtig mit urbanen Transformationsprozessen in alpinen Territorien, der Bedeutung und Nutzung öffentlicher Räume in der Stadt sowie Fragen der Methodik und Didaktik in der Architekturausbildung. Thomas Kissling war Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Potsdam (2020/2021) und Dozent am DARCH der ETH (2022/2023).
Seit 2021 verantwortet er als Co-Bürogesamtleiter von VOGT Landschaftsarchitekten die strategischen und operativen Belange des Unternehmens mit Niederlassungen in Zürich, Berlin, Paris und London. Das Unternehmen entwirft und baut landschaftsarchitektonische Projekte in verschiedenen Massstäben (u. a. Innenraum der Masoalahalle Zoo Zürich, Park vor der Allianz Arena in München, Plätze der Tate Modern London, Städtebauliche Freiraumplanung des Grasbrook in Hamburg, Roof Top Garden auf dem MET New York oder die Gärten unter dem Eiffelturm in Paris).
Thomas Kissling ist Herausgeber der Publikationen „Landschaft als Wunderkammer“, „Mutation und Morphose“, „Solid-Fluid- Biotic“ und „Lucius Burckhardt: Anthologie Landschaft” (alle Lars Müller Publishers, Zürich).
Wolfram Koch
Wolfram Koch sammelte bereits im Alter von 13 Jahren erste Theatererfahrungen und stand 1975 für seine erste Filmproduktion ‹Ansichten eines Clowns› nach der Romanvorlage von Heinrich Böll vor der Kamera. Er studierte an der Hochschule für Musik und bildende Kunst in Frankfurt am Main und ging währenddessen erste Theaterengagements z. B. am Berliner Staatstheater ein. 1995 folgte eine feste Besetzung am Schauspielhaus Bochum. 2011 wurde Wolfram Koch mit dem Theaterpreis Berlin für herausragende Verdienste um das deutsche Theater ausgezeichnet, 2013 erhielt er den SNCGI-Award als bester europäischer Schauspieler für ‹Die feinen Unterschiede› und 2017 einen Grimme-Preis für seine Hauptrolle in Marc Bauders ‹Dead Man Working›. 2018 folgte eine Nominierung für den Faust-Theaterpreis für seine Rolle als Richard Herzog von Gloucester in Shakespeares ‹Richard III›. Im selben Jahr übernahm er die Rolle des Magnus Nielsen in der beliebten Netflix-Produktion ‹Dark›. Seit 2015 ist Wolfram Koch als Kriminalhauptkommissar Paul Brix regelmäßig im Frankfurter ‹Tatort› zu sehen. Er arbeitet als freischaffender Künstler und ist neben seinen Engagements bei diversen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen auch als Hörbuchsprecher aktiv.
Ulrich Köhler studierte Geowissenschaften in München und in São Paulo. Nach einem ersten Engagement am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) folgte ein Forschungsaufenthalt an der Brown University in den USA. Seit 2002 ist er am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin und beschäftigt sich mit der Auswertung von Bilddaten von Raumfahrtmissionen im Sonnensystem. Als 1963 geborenes „Kind“ des Apollo-Zeitalters ist er seit 50 Jahren der Raumfahrt zum Mond verbunden. Sein wissenschaftliches Interesse gilt der Geologie des Mondes, insbesondere dessen Vulkanismus.
Imogen Kogge
Sie studierte in ihrer Heimatstadt Berlin an der Hochschule der Künste. Ihr erstes Engagement führte Imogen Kogge von 1980 bis 1984 an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. 1985 wechselte sie an die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, wo sie bis 1997 blieb. Weitere Stationen ihres Theaterschaffens waren das Maxim-Gorki-Theater, die Salzburger Festspiele, das Schauspielhaus Zürich, das Württembergische Staatstheater Stuttgart, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Schauspiel Frankfurt. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Claus Peymann, Jérôme Savary, Augusto Fernandes, Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Andrea Breth, Luc Bondy, Robert Wilson, Werner Düggelin, Christof Nel, Elmar Goerden und vielen mehr zusammen.
In ihrer Zeit als festes Ensemblemitglied am Bochumer Schauspielhaus von 2005 bis 2010 wurde ihr der Bochumer Theaterpreis verliehen. 2017 war Imogen Kogge Jurorin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises, der beim Berliner Theatertreffen verliehen wird. Darüber hinaus war und ist Imogen Kogge in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Zu ihren Kinofilmen zählen u. a. der Berlinale Beitrag 1999 NACHTGESTALTEN (Regie: Andreas Dresen), BARFUSS (Regie: Till Schweiger), WER WENN NICHT WIR (Regie: Andres Veiel), PHOENIX (Regie: Christian Petzold) und OSTWIND 2 (Regie: Katja von Garnier). 2006 erhielt Imogen Kogge für den Film REQUIEM (Regie: Hans-Christian Schmid), der seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2006 erlebte, den Deutschen Filmpreis. Unter der Regie von Visar Morina drehte Imogen Kogge 2019 EXIL.
Auch im Fernsehen ist Imogen Kogge häufiger Gast. Von 2001 bis 2010 verkörperte sie die Rolle der Kommissarin Johanna Herz in der ARD Reihe POLIZEIRUF 110. Für dessen Folge KLEINE FRAU sie 2006 mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt wurde. Zu Imogen Kogges letzten TV-Produktionen zählen ZARAH, SO WEIT DAS MEER und KEINER SCHIEBT UNS WEG. 2020 war sie in DIE GETRIEBENEN als Angela Merkel zu sehen. Der Film rekonstruiert die Flüchtlingskrise in Europa ab 2015.
Uwe Kolbe
Uwe Kolbe, 1957 in Ostberlin geboren, übersiedelte 1988 nach Hamburg und lebt heute in Dresden. Seit 2007 war er mehrfach als »Poet in Residence« in den USA. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Stipendium der Villa Massimo, dem Preis der Literaturhäuser, dem Heinrich-Mann-Preis und dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschienen zuletzt: der Roman »Die Lüge« (2014), der Essay »Brecht. Rollenmodell eines Dichters« (2016) sowie die Gedichtbände »Lietzenlieder«
Sebastian Krunnies
Nadja Küchenmeister
Nadja Küchenmeister, geboren 1981 in Berlin, lebt dort als freie Schriftstellerin. Für ihre viel beachteten Gedichtbände erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Mondseer Lyrikpreis (2010), den Ulla-Hahn-Autorenpreis (2012), den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis (2015) sowie den Basler Lyrikpreis (2022). Für ihr neuestes Langedicht »Der große Wagen« wurde sie mit dem Bettina Brentano-Preis, sowie dem Peter-Huchel Preis für Gegenwartslyrik ausgezeichnet.
Nina Kunzendorf
Die Schauspielerin Nina Kunzendorf, 1971 geboren in Mannheim, studierte von 1992 bis 1996 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Nachdem sie zunächst vom Nationaltheater Mannheim engagiert wurde, spielte sie von 1998 bis 2001 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, bevor sie bis 2004 im Ensemble der Münchner Kammerspiele engagiert war. Ihr Fernsehdebüt hatte sie 2002 in Jo Baiers Nachkriegs-Saga ‹Verlorenes Land›. Sie erhielt für ihre darstellerische Leistungen einige Male den Grimme Preis, so 2006 für ihre Rolle im ‹Polizeiruf 110 – Der scharlachrote Engel›, 2011 für ‹In aller Stille› und 2012 für ‹Liebesjahre›. Im Jahr 2015 erhielt sie den Deutschen Filmpreis für ihre Rolle im Spielfilm ‹Phoenix› von Christian Petzold. 2021 war sie in der dritten Staffel der Fernsehserie ‹Charité› und 2022 in der Serie ‹Das Haus der Träume› zu sehen. 2023 war sie mit dem Film ‹Das Mädchen von früher› für den Hessischen Film- und Kinopreis nominiert.
Stefan Kurt
Sennu Laine
Die finnische Cellistin Sennu Laine begann mit sechs Jahren, bei dem ungarischen Pädagogen Csaba Szilvay Violoncello zu spielen. Sie studierte an der Sibelius Akademie Helsinki bei Prof. Erkki Rautio und am Edsberg Musik Institut in Stockholm bei Prof. Frans Helmerson. 1990 erhielt Laine den 3. Preis beim Turku Nordic Cello Wettbewerb, und 1996 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. 1997 wurde sie als 1. Solo-Cellistin an die Staatskapelle Berlin engagiert und arbeitet dort auch als Mentorin für Violoncello. Sennu Laine war Gast bei renommierten Festivals wie z. B. dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem MDR Musik Sommer, dem Jerusalem Chamber Music Festival und dem Barge Music Festival in New York.
Eva Löbau
Eva Löbau, geboren 1972, erhielt ihre Ausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien und an der Filmakademie Baden-Württemberg. Die vielseitige Schauspielerin beteiligt sich häufig an spartenübergreifenden Projekten mit geteilten Autor·innenschaften und ist seit 2000 Mitglied des Münchner Theaterkollektivs Die Bairishe Geisha. Eva Löbau war in Produktionen u.a. von Andreas Ammer, Santiago Blaum, Angela Richter, Ilan Ronen, Susanne Kennedy, Rabih Mroué, Anja Gronau und Patrick Wengenroth zu sehen und von 2018 bis 2020 Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Gastspiele führten sie außerdem an Kampnagel Hamburg, an das Deutsches Schauspielhaus Hamburg, das Theater Basel, das Hebbel am Ufer und in die Sophiensæle Berlin.
Filme wie Der Wald vor lauter Bäumen von Maren Ade, Hotel Very Welcome von Sonja Heiss und Worst Case Scenario von Franz Müller verbinden sie mit dem deutschen Autorenkino. Für ihre Rolle der Julia König im Kinofilm Einsamkeit und Sex und Mitleid von Lars Montag und Helmut Krausser wurde sie für den Deutschen Filmpreis nominiert. Zuletzt war sie in den Produktionen Das Lehrerzimmer (2023), Reise nach Jerusalem (2018) und diversen Filmen der Familie Bundschuh-Reihe zu sehen. Zudem verkörpert sie die Hauptkommissarin im Schwarzwald-Tatort, spielte in der Serie King of Stonks und arbeitet regelmäßig für Fernsehfilme.
Eva Löbau wurde vielfach als „Beste Darstellerin“ ausgezeichnet: so etwa 2018 beim achtung berlin Festival, 2005 beim Buenos Aires Filmfestival Internacional de Cine Independiente, 2005 beim Newport International Film Festival und 2001 beim Festival Internacional de Cine de Gijón. Außerdem war sie für den Ulrich-Wildgruber-Preis nominiert.
Eva Löbau war erstmals 2010 im Rahmen des Young Directors Project in Jon Fosses Tod in Theben (Regie: Angela Richter) bei den Salzburger Festspielen zu Gast.
Eva Löbau war erstmals 2010 im Rahmen des Young Directors Project in Jon Fosses Tod in Theben (Regie: Angela Richter) bei den Salzburger Festspielen zu Gast; im Festspielsommer 2020 spielte sie in Friederike Hellers Uraufführungsinszenierung von Handkes Zdeněk Adamec.
Marina & The Kats
Die erfolgreiche Indie-Swing Band Marina & The Kats, bestehende aus den Österreichern Marina Zettl (Gesang & Drums), Thomas Mauerhofer (Gitarre), Harald Baumgartner (Drums & Gesang) und Peter Schönbauer (Bass & Base Drum) prägen seit Jahren die Swingmusik der Gegenwart. Wer dachte, die in Wien beheimatete Band hätten mit ‹Different› ihr bisher originellstes Album vorgelegt, muss sich eines Besseren belehren lassen: Stillstand gehört nämlich nicht zum Vokabular der Band. ‹Friendly Fire› heißt der neueste Longplayer, aus dem sie auch beim ‹Wege durch das Land 2024› Festival spielen werden. Mit ihrer Mischung aus modernen Indie-Sounds und klassischem Swing-Rhythmen begeistern sie ihr Publikum seit ihres Debütalbums ‹Small› das 2016 das Licht der Musikwelt erblickte. Es entsteht eine spannende Dynamik, die sowohl diejenigen anspricht, die einen Hang zum Nostalgischen pflegen, als auch diejenigen, die auf der Suche nach neuen Klängen sind. Kurzum: ein fesselnder Mix aus Alt und Neu, der vertraut und frisch zugleich klingt. Wer Marina & The Kats noch nicht kennt, hat erstens etwas verpasst und sollte zweitens folgendes wissen: Gleich drei der vier Bandmitglieder spielen aktiv Schlagzeug beziehungsweise teilen sich ein Drumset. Das Konzept ‹Shared Drums› ist in den letzten Jahren zu ihrem Markenzeichen geworden und trägt maßgeblich zum völlig eigenständigen Bandsound bei.
Matthias Matschke
Matthias Matschke, geboren 1968, studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin. Heute gehört er zu den gefragtesten Schauspielern, der spielend zwischen komödiantischen und dramatischen Rollen wechselt. Zu seinem Repertoire zählen internationale Kinoproduktionen wie ‹The Grand Budapest Hotel›, der Politthriller ‹Der Fall Barschel›, genauso wie die Kult-Comedy-Serie ‹Pastewka›, die Krimiserie ‹Professor T.›, die Kinokomödie ‹Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt› oder die Sky-Original Comedyserie ‹Die Wespe›. 2020 wurde er für seine Lesung des Hörbuchs ‹Achtsam morden› von Karsten Dusse mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Und Matthias Matschke kann auch schreiben: Im September 2022 erschien sein erster Roman ‹Falschgeld› im Hoffman und Campe Verlag.
Thomas Melle
Thomas Melle studierte in Tübingen, Austin (Texas) sowie Berlin vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie. Bereits mit seinem 2011 erschienen Debütroman ‹Sickster› wurde er für den Deutschen Buchpreis nominiert und gewann den Franz-Hessel-Preis. Es folgten die 2014 und 2016 die Romane ‹3000 Euro› und ‹Die Welt im Rücken›, die beide auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises standen.
Neben seiner Tätigkeit als Romancier verfasst er auch Theaterstücke und arbeitet als Übersetzer, zum Beispiel 2006 an ‹Huren für Gloria› von William T. Vollmann. 2018 erhielt er die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung.
Claudia Michelsen
Die Schauspielerin Claudia Michelsen wurde in Dresden geboren und absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie debütierte bereits während ihrer Studienzeit 1988 im Kinofilm ‹Die Besteigung des Chimborazo› von Rainer Simon und an der Berliner Volksbühne, an der sie noch während ihrer Studienzeit engagiert wurde. 1995 wurde sie für die Hauptrolle in dem Fernsehspiel ‹Das schafft die nie› als beste Nachwuchsdarstellerin mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. 2008 wurde sie mit dem Fipa d`Or als beste Schauspielerin für ‹12 heißt: ich liebe dich› geehrt und erhielt 2009 dafür sowohl eine Nominierung zur Auszeichnung mit der Goldenen Kamera als auch für den Deutschen Fernsehpreis. 2013 wurde Claudia Michelsen für ihre Darstellung in dem Zweiteiler ‹Der Turm› für den Deutschen Fernsehpreis nominiert und gewann den Hessischen Filmpreis, die Goldene Kamera und den Grimme-Preis. 2014 erhielt sie ihren zweiten Grimme Preis für die Romanverfilmung ‹Grenzgang›. Seit 2013 ermittelt sie regelmäßig im Polizeiruf 110 in Magdeburg als Hauptkommissarin Doreen Brasch. 2021 erhielt sie beim Festival des deutschen Films den Preis für Schaupielkunst als herausragende Persönlichkeit ihrer Zunft und wurde mit der Goldenen Henne – dem größten Publikumspreis – in der Kategorie Schauspiel ausgezeichnet. Neben ihrer Filmkarriere liest Claudia Michelsen auf zahlreichen Lesungen Werke national und international bekannter Autorinnen und Autoren und spricht immer wieder Hörbücher ein. Claudia Michelsen engagiert sich für das christliche Kinder- und Jugendhilfswerk e.V. ‹Die Arche›.
Mahan Mirarab
Mahan Mirarab ist ein Musiker und Komponist. Er wuchs in der iranischen Hauptstadt Teheran auf und lebt in Wien. Wer Mirarab auf seiner mehrhälsigen Gitarre spielen hört, versteht die „ehrliche Sprache“, die der Künstler in seiner Musik spricht.
Europäische Elemente der Kammermusik verbinden sich mit zeitgenössischen Formen des Jazz. Sie eröffnen eine Neuinterpretation der klassischen iranischen Musik, als ob Mozart mit mikrotonalen Maqam-Melodien spielte.
Er repräsentiert eine Generation junger Musiker mit Migrationshintergrund in Europa, die die Klanggrenzen in der Musikindustrie verändern und sich für mehr Vielfalt in Bezug auf Qualität, Dialog und Kreativität einsetzen. Sein Ziel ist es, durch die Musik ein neues Narrativ in Bezug auf die Kulturen des Nahen Ostens und den Jazz einzuführen, und dabei ist es ihm gelungen, seinen komplexen und doch zugänglichen Stil zu schaffen.
Seine Herangehensweise an Komposition und Arrangement führt eine einzigartige Mischung aus Rhythmen und Harmonien ein, die sein reiches musikalisches Vokabular sowie seine profunden Kenntnisse in vielen verschiedenen Musikstilen zur Geltung bringt. Dadurch vermeiden seine Kompositionen auf brillante Weise Klischees und erweitern das Verständnis dafür, wie jeder Stil interpretiert werden kann. Mirarab komponiert, arrangiert und spielt in vielen Jazz-, Experimental-, Akustik/Elektronik-, Folk- und traditionellen Projekten sowie in Film, Tanz und Theater.
Im Jahr 2022 gab Mirarab über 70 Konzerte in der ganzen Welt. Außerdem veröffentlichte er sein neuestes Album, das er mit seinem festen Sextett während der Corona Pandemic aufgenommen hat. Mit „Say Your Most Beautiful Word“ findet Mirarab einen Weg der Artikulation, der über das Gitarrenspiel hinausgeht. Es ist sowohl eine Aufforderung als auch ein Leitfaden für die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und deren Mitteilung – eine Lebenseinstellung, die auf Vertrauen basiert und in einem Wort gipfelt: Hoffnung.
Jazz wird von Mirarab also als eine Art Philosophie definiert. Es ist ein Weg der Solidarität, wie man für seine Identität kämpfen kann, sagt er. „Als Migrant in Europa bringe ich starke Einflüsse aus meinem kulturellen Hintergrund mit“, ergänzt Mirarab. „Durch die Philosophie des Jazz finde ich meine eigene Sprache, mit deren Hilfe ich aus den traditionellen Konventionen ausbrechen kann.“
Dass sich diese Befreiung in der Kombination von Elementen der europäischen und persischen klassischen Musik zeigt, wird Mirarab immer wichtiger. Er führt die Tradition nicht vor, sondern stellt sie neu dar – in einer Musik, die praktische Abwechslung und analytische Vielschichtigkeit provoziert, aber immer von der Beziehung des Rhythmus zum Körper bestimmt ist: „Auch wenn die Stücke schwierig zu spielen sind, geht es darum, sie zum Grooven zu bringen.“
Ulrich Noethen
Ulrich Noethen ist einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen. Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart führten ihn Theaterengagements u. a. nach Freiburg, Köln und Berlin, wo er mit Regisseuren wie Frank Castorf und Hans Neuenfels arbeitete. Einem breiten Kinopublikum wurde er durch seine Darstellung des A-Cappella-Sängers Harry Frommermann im erfolgreichen Film ‹Comedian Harmonists› bekannt. Für diese Rolle wurde er mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller (1998) ausgezeichnet. In den darauffolgenden Jahren war er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu erleben, u. a. in ‹Der Untergang› (2004), ‹Hannah Arendt› (2011), ‹Das Tagebuch der Anne Frank› (2016) und zuletzt in ‹Unterleuten – Das zerrissene Dorf› (2020) nach der Romanvorlage von Juli Zeh. Für seine zahlreichen Rollen wurde er mit Auszeichnungen wie dem Bayerischen Filmpreis, dem Deutschen Fernsehpreis (2006), der Goldenen Kamera (2006), dem Adolf-Grimme-Preis (2009 und 2010) sowie dem Deutschen Schauspielerpreis (2012) geehrt. Ulrich Noethen ist darüber hinaus ein renommierter Hörbuchsprecher, für seine Lesung des Romans ‹Nackter Mann, der brennt› von Friedrich Ani gewann er 2017 den Deutschen Hörbuchpreis.
Katerina Poladjan
Die Schriftstellerin Katerina Poljadan studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg und Darstellende Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München. Sie schreibt Theatertexte sowie Essays und debütierte 2011 mit ihrem Roman ‹In einer Nacht, woanders›. Ihre Texte wurden mit Stipendien wie dem Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung, dem Stipendium der Kulturakademie Tarabya in Istanbul, dem Stipendium des Deutschen Literaturfonds und dem Senatsstipendium der Stadt Berlin gefördert und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. 2015 wurde ihr Roman ‹Vielleicht Marseille› für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und die gebürtige Moskauerin als Teilnehmerin zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen. Im selben Jahr produzierte sie gemeinsam mit dem Radioautor und Theaterregisseur Andreas Kebelmann das Radiofeature ‹Zwischen Aragaz und Ararat›, in welchem sie mit Unterstützung des SWR den Wurzeln ihrer Familie in Armenien vor dem Genozid 1915-17 nahegeht. Auf dieser Grundlage erschien 2019 der Roman ‹Hier sind Löwen›, welcher für den Deutschen Buchpreis nominiert war und für welchen die Schriftstellerin im Dezember 2021 mit dem Dortmunder Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet wird. Ihr Roman »Goldstrand« wurde 2026 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
Claudio Puntin
Der 1965 in Zug geborene Klarinettist und Komponist Claudio Puntin absolvierte nach der Ausbildung zum Goldschmied sein Musikstudium in Köln und Rotterdam. Eine prägende Erfahrung war zudem der Unterricht bei Sergiu Celibidache. Er ist in mehr als 80 Ländern aufgetreten und hat mit so unterschiedlichen Künstlern wie Carla Bley, Fred Frith, Sidsel En-dresen, Hermeto Pascoal, Steve Reich, Steffen Schorn, Steve Swallow und Ricardo Villalobos, aber auch mit Formationen wie dem Ensemble Modern, dem Ensemble Musikfabrik oder dem Zürcher Tonhalle-Orchester zusammengearbeitet. Momentan beschäftigt ihn vor allem die Arbeit im Trio Ambiq. Als Komponist hat er u. a. Film- und Theatermusiken vorgelegt, so für den Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 1998, Sunset in Venice. Claudio Puntin wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Goldene Amadeus» beim Musik-Kreativ Wettbewerb Frankfurt (1993) und der WDR Jazzpreis (2004).
Christoph Ransmayr
Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Neben seinen Romanen »Die Schrecken des Eises und der Finsternis«, »Die letzte Welt«, »Morbus Kitahara«, »Der fliegende Berg«, »Cox oder Der Lauf der Zeit«, »Der Fallmeister. Eine kurze Geschichte vom Töten« und dem »Atlas eines ängstlichen Mannes« erscheinen Spielformen des Erzählens, darunter »Damen & Herren unter Wasser«, »Geständnisse eines Touristen«, »Der Wolfsjäger« (gemeinsam mit Martin Pollack) und »Arznei gegen die Sterblichkeit«. 2022 erschien die Sammlung von Gedichten und Balladen »Unter einem Zuckerhimmel« (illustriert von Anselm Kiefer), 2024 der Erzählband »Als ich noch unsterblich war« sowie der Band »Egal wohin, Baby« mit Fotografien des Autors. Zum Werk Christoph Ransmayrs erschien der Band »Bericht am Feuer«. Für seine Bücher, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka, Bertolt Brecht und Heinrich von Kleist benannten Literaturpreise, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union, den Prix du meilleur livre étranger und den Prix Jean Monnet de Littérature Européenne, zuletzt im Jahr 2023 den südkoreanischen Park-Kyung-ni-Preis.
Literaturpreise:
Anton-Wildgans Preis der österreichischen Industrie (1989), Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1992), Franz-Kafka-Preis (1995), Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz (1996), Aristeion-Preis der Europäischen Union (1996, gemeinsam mit Salman Rushdie), Solothurner Literaturpreis (1997), Premio Letterario Internazionale Mondello (1997), Landeskulturpreis für Literatur des Bundeslandes Oberösterreich (1997), Friedrich Hölderlin Preis der Stadt Bad Homburg (1998), Nestroy-Preis (Bestes Stück – Autorenpreis) für »Die Unsichtbare« (2001), Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg (2004), Heinrich-Böll-Preis (2007), Premio Itas (2009), Premio La voce dei lettori (2009), Premio Gambrinus (2010), Ernst-Toller-Preis (2013), Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau (2013), Franz-Josef-Altenburg-Preis (2014), Donauland Sachbuchpreis (2014), Fontane-Preis für Literatur (2014), Prix Jean Monnet de Littératures Européennes (2015), Prix du Meilleur livre étranger (2015), Marieluise-Fleißer-Preis (2017), Würth-Preis für Europäische Literatur (2018), Kleist-Preis (2018), Nominierung für den Man Booker International Prize (2018), Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (2018), Ludwig-Börne-Preis (2020), Premio Navicella d’Oro der Società Geografica Italiana (2023), Park-Kyung-ni-Literaturpreis (2023)
Meike Rötzer
Die Schauspielerin und Verlegerin Meike Rötzer, geboren 1971 in Bünde, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. 1996 debütierte sie am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und spielte ab 2000 auf den Städtischen Bühnen Kiel. Weitere freie Produktionen wie u.a. an dem Berliner Theater Berliner Sophiensæle folgten. Ihr Debüt vor der Kamera begann direkt auf großer Leinwand in Kinofilmen wie ‹Einer meiner ältesten Freunde› (1994) und ‹Ab nach Tibet!› (1994). Meike Rötzer spricht seit 2007 für Hörspiele und Hörbücher ein, wie z. B. ‹Wir müssen die Liebe neu erfinden› (2023) von Mona Chollet oder ‹Eva› (2023) von Verena Keßler. Für ihre Arbeit an Katja Petrowskajas ‹Vielleicht Esther› wurde sie im Jahr 2023 für den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin nominiert. In dem von ihr produzierten Podcast ‹NATURerKUNDEN› bespricht sie seit 2021 die Themen Natur und Tiere mit wechselnden Gesprächspartner:innen. Von 2008 bis 2022 wirkte sie als Lektorin für Belletristik im Verlag Matthes & Seitz Berlin. Rötzer gründete 2022 den Erzählbuchverlag, über den sie Hörbücher publiziert. Die Dramen und Romane der Weltliteratur werden verdichtet und in gegenwärtiger Sprache erzählt. Sie tritt mit den Erzählsoli u. a. am Deutschen Theater Berlin, Literaturhaus Frankfurt auf, der rbb strahlt seit 2023 allmonatlich die von ihr mitbegründete Erzähllounge aus.
Jaroslav Rudiš
Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u. a. als Lehrer und Journalist. Bei Luchterhand sind erschienen u. a. seine Romane ‹Grand Hotel›, ‹Vom Ende des Punks in Helsinki›, ‹Nationalstraße›, ‹Winterbergs letzte Reise› und bei btb ‹Der Himmel unter Berlin›. Zudem publizierte er die Graphic Novels ‹Alois Nebel› (mit Jaromír 99) und ‹Nachtgestalten› (mit Nicolas Mahler). 2012 bis 2013 hatte Rudiš die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 wurde er mit dem Usedomer Literaturpreis ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Preis der Literaturhäuser. 2019 wurde er für seinen Roman ‹Winterbergs letzte Reise› – der erste Band, den er auf Deutsch verfasst hat – auf der Leipziger Buchmesse in der Kategorie ‹Belletristik› nominiert. 2020 erhielt er dafür den Chamisso-Preis. Rudiš‘ Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. 2021 wurde er zudem als ‹einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien› mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Die deutsche Schauspielerin Anneke Kim Sarnau absolvierte von 1993 bis 1996 eine Schauspielausbildung an der Hochschule in Stuttgart. Bis 1998 war sie am Burgtheater in Wien engagiert, ab 2003 folgten Gastspiele in Düsseldorf und Hamburg. Ab 2000 war sie schließlich auch in Filmproduktionen zu sehen und wurde seither häufig für ihre darstellerische Leistung prämiert. Insgesamt dreimal wurde ihr der Grimme-Preis verliehen, 2002 für ‹Ende der Saison› zusammen mit Hannelore Elsner, ein weiteres Mal 2003 für ‹Die Hoffnung stirbt zuletzt› und erst letztes Jahr für ‹Polizeiruf 110: Sabine›. Dieses Jahr war sie in dem Spielfilm ‹Knochen und Namen› unter der Regie von Fabian Stumm zu sehen, der auf der Berlinale 2023 seine Weltpremiere feierte.
Bernhard Schimpelsberger
Der österreichische Percussion-Künstler Bernhard Schimpelsberger spielt auf einem vielschichtigen und melodiösen Percussion-Instrument. Die Chicago Tribune beschreibt seinen einzigartigen Stil als »packende, reaktionsschnelle Solo-Percussion«, laut der Zeitschrift Confluence »in einem Stil, der dem eines Tabla-Virtuosen treu bleibt«.
Schimpelsberger studierte die indisch klassische Rhythmustradition bei Großmeistern wie Suresh Talwalkar und Trilok Gurtu. Tourneen mit den Stars der indischen Kunst Anoushka Shankar (Sitar) und Akram Khan (Tanz) führten ihn um die ganze Welt.
Schimpelsberger gilt als gekonnter Brückenbauer zwischen indischen und europäischen Rhythmus- und Musikkonzepten. Sein vielfach preisgekröntes Film- und Musikprojekt »Rhythm Diaries« führte ihn zu Studien und musikalischen Kooperationen nach Kuba, Brasilien, Südafrika, Indien und quer durch Europa.
Er tourt derzeit als Gastsolist mit dem südafrikanischen Cello-Shootingstar Abel Selaocoe und mit seinen eigenen Percussion Concertos. So trat er unter anderem mit dem London Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra oder dem Finnish Radio Symphony Orchestra auf.
Nadine Schneider
Nadine Schneider, geboren 1990 in Nürnberg, stammt aus einer rumäniendeutschen Familie. Sie studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Regensburg, Cremona und Berlin. Ihr erster Roman »Drei Kilometer« wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda. 2021 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Im selben Jahr erschien ihr zweiter Roman »Wohin ich immer gehe«. Nadine Schneider lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg.
Anna Schudt
Anna Schudt studierte Schauspiel in München und gehörte anschließend fest zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Zudem spielte sie u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus und an der Berliner Schaubühne. Neben ihrer erfolgreichen Karriere als Theaterschauspielerin war Anna Schudt auch in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen. Vor allem mit der Rolle der Hauptkommissarin Martina Bönisch im Tatort Dortmund, die sie bis 2022 bekleidete, wurde sie einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Zahlreiche weitere TV-Auftritte folgten, wie z. B. Jan Georg Schüttes Impro-Film ‹Klassentreffen› (2019), ‹Eine harte Tour› (2020), die Krimi-Reihe ‹Mordshunger› (seit 2015) oder neustens in der Serie ‹PUSH› (2023). Auch in verschiedenen Kinofilmen wirkte Anna Schudt mit, so unter anderem in Hans Steinbichlers ‹Winterreise› (2006) und in ‹Keine Angst› (2009) unter der Regie von Aelrun Götte. Sie ist Preisträgerin des International Emmy Awards als beste Darstellerin in ‹Ein Schnupfen hätte auch gereicht› (2016), und wurde für ihre Leistung in ‹Aufbruch in die Freiheit› (2017) mit dem Bayerischen Filmpreis sowie mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
Maria Simon
Maria Simon wurde 1976 in Ostdeutschland, in Leipzig, geboren. 1990 zog sie in die Vereinigten Staaten, um bei ihrem Vater zu leben, der zu dieser Zeit als Computerspezialist für die UNO in New York arbeitete. Nach dem Abschluss ihrer Schulausbildung kehrte Maria
nach Deutschland zurück, um an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin zu studieren. 1999 schloss sie ihr Schauspielstudium mit dem Diplom ab und arbeitet seither als Schauspielerin für Film und Fernsehen. Ihren Durchbruch feierte Maria mit ihrer ersten Kinorolle in Zornige Küsse (2000), für die sie
beim Internationalen Filmfestival Moskau als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Anschließend erhielt sie für ihre eindrucksvolle Darstellung in Erste Ehe (2002) den Preis als beste Nachwuchsschauspielerin beim Max-Ophüls-Preis. Im selben Jahr erschienen zwei weitere Filme mit ihr – Good Bye, Lenin! (2001) und Lichter (2002) –, die beide bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin uraufgeführt wurden. Im darauffolgenden Jahr wurde
Maria Simon von den Internationalen Filmfestspielen Berlin als European Shooting Star 2004 ausgezeichnet.
Heute kann Maria auf über 70 Film- und Fernsehproduktionen zurückblicken. Sie wirkte sowohl in Low-Budget- und Independent-Filmen als auch in großen Studio-Produktionen mit und zählt zu den großen deutschen Schauspielerinnen ihrer Generation. Im Februar
2016 erhielt sie die Goldene Kamera für ihre mitreißende Darstellung im deutschen Fernsehfilm Silvia S. – Blinde Wut (2016).
International war Maria Simon 2019 in Terrence Malicks Spielfilm „Radegund“ an der Seite von August Diehl im Kino zu sehen.
Es folgten zahlreiche Fernsehproduktionen, darunter der Märchenfilm „Zwerg Nase“, die Mini-Serie „Gestern waren wir noch Kinder“ sowie Auftritte in den Serien „Der Bergdoktor“ und „Der Fall für Zwei“.
Der Kinofilm „Mädchen in Uniform“ wurde Ende 2025 fertiggestellt. Ebenfalls 2025 erscheint die Streaming-Serie „Ludwig II“, in der Maria Simon die Rolle der Ludovica von Bayern verkörpert.
Von 2024 bis 2025 stand Maria Simon in dem Drama „Linkerhand“ von Franziska Linkerhand auf der Bühne des Maxim Gorki Theaters Berlin.
Maria Simon lebt in Templin, wo sie einen Bio-Hof betreibt.
Spark
Das Quintett Spark stellt Bach, Vivaldi, Mozart & Co in einen frischen Kontext und schafft Anknüpfungsmomente mit den Klängen und dem Lebensgefühl der Gegenwart. Im Jahr 2007 gegründet und 2011 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, hat sich die Gruppe längst einen festen Platz an der Spitze der jungen kreativen Klassikszene erspielt. Im Kern klassisch, nach außen eigenwillig, neugierig und unangepasst, schlägt die Gruppe ihr Ideenzelt auf einem offenen Feld zwischen Klassik, Minimal Music und Avantgarde auf. Lustvoll und lässig werden Stile gemixt und die zahlreichen Klangvariationen ausgelotet, die ihr reiches Instrumentarium aus über 40 verschiedenen Flöten, Violine, Viola, Violoncello, Melodica und Klavier zu bieten hat. Kein Stück gleicht dem anderen, und doch tragen sie alle die ureigene, unverwechselbare Handschrift des Ensembles. Weltweit ist sie auf den renommiertesten Bühnen und Festivals zuhause – sei es in kammermusikalischen Auftritten zu fünft, aufregenden Kooperationsprojekten oder als Solistenensemble mit Orchester. Von ihren Fans wird die abenteuerlustige Formation vor allem für ihre mitreißenden, hoch energetischen Live-Performances geliebt. Mit überschäumender Vitalität und der pulsierenden Kraft einer Rockband leben sich die fünf Gruppenmitglieder auf der Bühne aus. Gemeinsam präsentieren sie eine leidenschaftliche Musik, die zündet.
Claudio Spieler
Konzertdiplom mit Auszeichnung für klassisches Schlagzeug am Landeskonservatorium Vorarlberg, Österreich.
2004–2012 Meisterschüler von Hakim Ludin; 2008 Gründung des Duos Percussion Discussion mit Hakim Ludin.
Masterclasses bei Luis Conte, Karuna Moorthy, Juan-Carlos Melian, Steve Smith, Swapan Chaudhuri, Rhani Krija, Lenny Castro, Alex Acuña, Pete Lockett, Richie Gajate-Garcia, Sankha Chatterjee, Ramón Porrina, Rubem Dantas, Jorge Pardo, Paquito Gonzalez, Ángel Sánchez Cepillo, Selva Ganesh.
Special guest bei Lehr-DVD Produktionen „modern percussionist vol. 5, playing modern congas“ und „vol. 6, groove basics on cajon“ von Hakim Ludin.
CD-Produktionen: Nachtvolk (2005), Emotionsdesign (2009), Mondpunk (2010), Trio Nadear (2010), Astrocat Lullaby (2011), New Tango Songbook (2012 Naxos, Sony), World of Strings (2013), Byzantine Silhouette (2013), Svefnljod (2014), Tevana vol.1 (2014), Barokan (2015), Töfrabörn (2019), Austrian Syndicate (2023)
Peter Stamm
Peter Stamm, geboren 1963, studierte einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie und übte verschiedene Berufe aus, u.a. in Paris und New York. Er lebt in der Schweiz. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele. Seit seinem Romandebüt »Agnes« 1998 erschienen sechs weitere Romane, fünf Erzählungssammlungen und ein Band mit Theaterstücken, zuletzt die Romane »Weit über das Land«, »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt«, »Das Archiv der Gefühle« und zuletzt »In einer dunkelblauen Stunde« sowie die Erzählung »Marcia aus Vermont«. Unter dem Titel »Die Vertreibung aus dem Paradies« erschienen 2014 seine Bamberger Poetikvorlesungen sowie 2024 die Züricher Poetikvorlesungen »Eine Fantasie der Zeit«. »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt« wurde mit dem Schweizer Buchpreis 2018 ausgezeichnet.
Literaturpreise:
Rheingau Literatur Preis 2000
Bodensee-Literaturpreis 2012
Friedrich-Hölderlin-Preis 2014
Cotta Literaturpreis 2017
ZKB-Schillerpreis 2017
Solothurner Literaturpreis 2018
Schweizer Buchpreis 2018
Saša Stanišić
Saša Stanišić wurde 1978 in Jugoslawien geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Bereits während des Studiums beginnt er mit dem Verfassen von deutschsprachigen poetischen Texten, Essays und Kurzgeschichten, die seit 2001 in mehreren Anthologien und Literaturzeitschriften erschienen sind. Das autobiographisch gefärbte und humorvolle Werk ‹Was wir im Keller spielen›, dass den Krieg in Ex-Jugoslawien aus der Sicht eines Kindes Revue passieren lässt, wurde mit dem Kelag-Publikumspreis ausgezeichnet. Sein Debütroman ‹Wie der Soldat das Grammofon repariert› (2006) ist weltweit in zahlreichen Übersetzungen erschienen. 2006 und 2007 war Stanišić Stadtschreiber von Graz. 2008 erhielt er Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Förderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis, sowie 2014 den Preis der Leipziger Buchmesse für seinen zweiten Roman ‹Vor dem Fest›. Den Deutschen Buchpreis erhielt der Schriftsteller in 2019 für seinen Roman ‹Herkunft›. Auch für Kinder und Jugendliche schreibt Stanišić: ‹Hey, hey, hey, Taxi!› und ‹Panda-Pand› – sowie den Jugendroman ‹WOLF›. 2024 erschien ‹Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne›, gefolgt von »Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird. Eine Ermutigung« im Jahr 2025.
Anna Stieblich
Anna Stieblich wurde am 20. Februar 1965 in Bremen geboren. Von 1986 bis 1990 absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, gefolgt von Engagements am Stadttheater Luzern (1990/91) und am Hessischen Staatstheater Wiesbaden (1992/93). Parallel dazu besuchte sie Seminare zur Stimmbildung am Roy Hart Theatre im südfranzösischen Thoiras (1990-92).
Nach zahlreichen weiteren Theaterengagements, unter anderem am Theater Basel und dem Staatstheater Dresden, übernahm Stieblich mit Beginn der 2000er Jahre immer öfter auch kleinere Fernsehrollen. Ihr Kinodebüt gab sie 2005 mit einer Nebenrolle als Standesbeamtin in der preisgekrönten Beziehungsgeschichte „KussKuss“. Eine größere Nebenrolle spielte sie in Didi Danquarts Komödie „Offset“ (2006).
Einem größeren Publikum wurde Anna Stieblich durch die Rolle der Doris in der erfolgreichen Vorabendserie „Türkisch für Anfänger“ (2006-2008) bekannt. 2009 bekam sie eine feste Rolle als Rechtsmedizinerin in der Krimiserie „SOKO Leipzig“. Daneben sah man Stieblich in Fernsehspielen sowie in Episodenrollen anderer Serien. Kino-Nebenrollen hatte sie als als Mutter der jungen Hauptfigur in „Mein Freund aus Faro“ (2008) und als Schulsekretärin in dem historischen Fußballfilm „Der ganz große Traum“ (2011).
Eine Hauptrolle spielte sie unter der Regie von Didi Danquart in dem Drama „Bittere Kirschen“ (2011), als Schauspielerin, die sich nach dem Tod der Mutter auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie begibt. 2012 schlüpfte sie für den Kinofilm „Türkisch für Anfänger“ erneut in die Rolle der Doris. In den nächsten Jahren sah man Stieblich immer häufiger auf der Kinoleinwand. Sie war die Mutter der weiblichen Hauptfigur in „Schoßgebete“ (2014), eine Mutter in der jüdischen Coming-of-Age-Geschichte „Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut“ (2015) und eine Pilgerin in „Ich bin dann mal weg“ (2015).
Im Fernsehen spielte sie Hauptrollen in der Mutter-Tochter-Geschichte „Meine Mutter, meine Männer“ (2014) und der Culture-Clash-Komödie „Der Hodscha und die Piepenkötter“ (2016). Außerdem hatte sie feste Serienrollen in „Phoenixsee“ (2016), „Die Mockridges – Eine Knallerfamilie“ (2016) und „Gipfelstürmer – Das Berginternat“ (2019). In „SOKO Leipzig“ verkörperte sie weiterhin die Rechtsmedizinerin Sabine Rossi. 2021 startete „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ in den Kinos, mit Stieblich als herrisch-kontrollsüchtiger Tochter eines pflegebedürftigen Seniors.
Catrin Striebeck
Nach ihrer Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien gehörte Catrin Striebeck von 1991 bis 2001 zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, arbeitete mit Regisseuren wie Christoph Marthaler, Dimiter Gotscheff und Jürgen Gosch. Sie spielte die Julia in „Romeo & Julia“ (Michael Bogdanov), die Marie in „Woyzeck“ (Franz Xaver Kroetz) und die Cordelia in „König Lear“ (Dimiter Gotscheff). In Hamburg begann auch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur René Pollesch in „slums.de“. Es folgen Inszenierungen an der Volksbühne Berlin und am Burgtheater Wien. Sie spielte am Schauspielhaus Bochum – in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Dieter Giesing – dort u.a. auch in „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“ mit Guntbert Warns und in der Regie von Burghart Klaußner – und am Schauspielhaus Zürich mit Matthias Hartmann. Von 2009 bis 2016 war Catrin Striebeck Ensemblemitglied am Burgtheater Wien. Mit „Die lächerliche Finsternis“ in der Regie von Dušan David Pařizek war sie 2015 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. In Hamburg war sie am Thalia Theater als Sidonie Knobbe in Jette Steckels „Die Ratten“ zu sehen. In „Les Troyens“ unter der Regie von Michael Thalheimer gab sie in der Saison 2015/16 ihr Debüt an der Hamburgischen Staatsoper. 2018 folgte hier in Kooperation mit Kampnagel „Frankenstein“, Regie: Philip Stölzl, Komponist: Jan Dvorak, mit Catrin Striebeck als Sprecherin des „Monsters“. 2019 spielte sie in einer Eigenproduktion des Hamburger Theaterfestivals Lady Macbeth in „Macbeth“ in der Regie von Matthias Hartmann.
Mit der gespielten Lesung „Die Vodkagespräche“ (Text Arne Nielsen), die in eigener Regie entstanden ist, gastiert Catrin Striebeck zusammen mit Karoline Eichhorn an verschiedenen Theatern.
Bekannt ist Catrin Striebeck auch durch ihre Arbeit für Film und Fernsehen wie den Kinofilmen von Fatih Akin („Gegen die Wand“, „Soul Kitchen“), „Das Milan-Protokoll“ (Peter Ott), „Zwischen den Jahren“ (Lars Henning) und „Gipsy Queen“ (Hüseyin Tabak) sowie zahlreichen Fernsehproduktionen u.a. „You Are Wanted“ (Matthias Schweighöfer), „Toulouse“ (Michael Sturminger),
Sebastian Ströbel
Der Schauspieler Sebastian Ströbel studierte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg. Im Alter von 27 Jahren war er in seiner ersten Hauptrolle im deutschen Fernsehen zu sehen, arbeitet mit vielen namenhaften Schauspieler:innen zusammen und ist regelmäßig im TV und auf der Kinoleinwand zu erleben, wie in ‹Herzstolpern› (2022). Im Kino beispielsweise in ‹Abseitsfalle› (2012) und ‹Unter Frauen› (2011). Seit 2014 spielt er die Hauptrolle Markus Kofler in der beliebten Fernsehserie ‹Die Bergretter›. In seinem Podcast ‹Zuckerbrot und Kneipe› spricht der Schauspieler seit 2022 mit zwei weiteren Kollegen über das Dasein als Vater und Familienmensch. Aktuell sieht man Ströbel u. a. in der Dokureihe ‹Meine Alpen›.
Stephan Szász
Stephan Szász studierte von 1990 bis 1995 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover Schauspiel. Danach folgten Engagements diversen Theatern im deutschsprachigen Raum u. a. Schauspiel Köln, Schauspielhaus Zürich, Nationaltheater Mannheim und viele andere mehr. Er spielte etliche Hauptrollen und wurde als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erfolgte sein Filmdebüt in ‹Das Experiment›, das unter anderem den Publikumspreis des Deutschen Filmpreises 2001 gewann. Seitdem war er in unzähligen deutschen und internationalen Filmen und Serien zu sehen, etwa im ‹Tatort›, ‹Polizeiruf 110› im BBC-Dreiteiler ‹37 Days› in den Kinofilmen ‹3/4› und ‹Albträumer›. Derzeit ist er in einer Hauptrolle als Ermittler Georg König in der Reihe der ZDF Reihe ‹Katharina Tempel› zu erleben. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit unterrichtet er seit 2014 Schauspielstudierende an verschiedenen Hochschulen, u. a. an der Ernst Busch Hochschule in Berlin und arbeitet als Dozent bei der Deutsche Welle Akademie und der Audi Akademie. Seit September 2023 ist Stephan Szász künstlerischer Leiter des Festivals ‹Wege durch das Land›.
Tetra Brass
Das Quartett Tetra Brass bestehend aus den Trompetern Luca Chiché und Aljoscha Zierow, sowie den Posaunisten Christian Traute und Jakob Grimm zeichnet sich durch Kreativität, unendliche Neugier und experimentelle Offenheit aus. 2018 gegründet, pflegen sie einen offenen Umgang mit einem vielfältigen Repertoire aus Original-Werken der Spätromantik und des 20. Jahrhunderts, sowie mit eigens für das Ensemble komponierter Musik. Tetra Brass wurde mehrfach mit 1. Preisen in internationalen Wettbewerben in Berlin, Paris, Wien, Chieri und Vršac ausgezeichnet. Seit 2020 studiert das Quartett an der Hochschule für Musik und Theater München, um von renommierten Künstlern wie Raphaël Merlin und Reto Bieri ihr Wissen und Können in der Kammermusik zu erweitern. Seit 2022 ist Tetra Brass Mitglied der ‹European Chamber Music Academy› (ECMA) und somit Teil eines lebendigen Netzwerks, in dem sie im regen Austausch zur europäischen Kammermusik-Tradition sind.
Hans-Ulrich Treichel
Hans-Ulrich Treichel, am 12.8.1952 in Versmold/Westfalen geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Er studierte Germanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 1984 mit einer Arbeit über Wolfgang Koeppen. Er war Lektor für deutsche Sprache an der Universität Salerno und an der Scuola Normale Superiore Pisa. Von 1985-1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin und habilitierte sich 1993. Von 1995 bis 2018 war Hans-Ulrich Treichel Professor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig. Seine Werke sind in 28 Sprachen übersetzt.
‹Was kann klassische Musik heute?› Das Orchester im Treppenhaus arbeitet seit einigen Jahren an einem erweiterten Konzertbegriff. Mit spielerischem Forschungstrieb untersucht es die Grenzen der Live-Situation Konzert, öffnet Türen zu neuen Hörerlebnissen, intimen Momenten und überraschenden Inhalten. Konzert als Erlebnis. Klassische Musik als Performance. Immer mit überraschenden Anbindungen an unsere Wirklichkeit. Das vielfach preisgekrönte 20-köpfige Ensemble hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Vertreter der innovativen Klassikszene in Deutschland und Europa entwickelt. Mit seinen Formatentwicklungen wie Dark Room, Dark Ride, Hygge, Dating Konzert, Notfallkonzerte, Disco oder der Corona-Produktion Circles forscht es, oft auch gemeinsam mit Videokünstlerinnen und -künstlern, Regisseurinnen und Regisseuren, Schauspielerinnen und Schauspielern und Komponistinnen und Komponisten, in seiner Laborstadt Hannover und wird regelmäßig zu nationalen und internationalen Locations und Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Heidelbergerer Frühling oder dem Fusion Festival eingeladen. Seit 2020 veranstaltet das Orchester außerdem jedes Jahr das einmonatige Festival Sea Sounds auf der Nordseeinsel Norderney, im Oktober 2022 startet zusätzlich die erste Ausgabe des Klangblasen:Festival in Hannover.
Anke Helfrich wuchs in Deutschland und Namibia auf. Sie studierte Jazzpiano in den Niederlanden und New York City, wo sie 1996 ihr Trio gründete.
Als Bandleaderin hat sie bisher fünf hochgelobte Alben mit internationalen Gastsolisten wie Mark Turner, Roy Hargrove und Tim Hagans aufgenommen.
Ihr Trio gewann zahlreiche Preise und 2016 erhielt Helfrich einen „ECHO Jazz“ (Instrumentalist Piano/Keyboards national) für ihr Album Dedication.
2017 wurde sie vom „Hessischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst“ ausgezeichnet und 2019 zur Kulturbotschafterin ihrer Heimatstadt ernannt.
Eine von Helfrich’s Kompositionen wurde in das von Terri Lyne Carrington kuratierte und 2022 veröffentlichte Buch „New Standards, by Women Composers“ aufgenommen.
2023 veröffentlichte Helfrich ihr Album „We’ll Rise“ auf Enja & Yellowbird Records. Die CD wurde für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ und für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Album des Jahres“ nominiert. 2024 wurde sie vom Bundespräsidenten eingeladen, ein Trio Konzert als „Leading Women in Jazz“ im Schloss Bellevue in Berlin zu spielen.
Helfrich war 13 Jahre als Dozentin an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim tätig. 2011 gründete sie die heutige Jazzabteilung am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main, wo sie als Dozentin für Jazzklavier, Ensemble, Gehörbildung und Theorie arbeitet. Seit vielen Jahren gibt sie Workshops im In- und Ausland.
Trio Dell-Lillinger-Westergaard
Auf der Suche nach neuer Musik bewegt sich das Trio Dell-Lillinger-Westergaard seit 2010 im Spannungsfeld von zeitgenössischer Musik, Experimental und Avantgarde-Jazz. Das Ensemble besteht aus Christopher Dell (Vibraphon), Christian Lillinger (Schlagzeug, Perkussion) und Jonas Westergaard (Kontrabass), die gleichermaßen als Komponisten und Interpreten fungieren.
Die Musik von Dell-Lillinger-Westergaard zeichnet sich durch ihre energiegeladene Intensität, Körperlichkeit und architektonische Komplexität aus. Herkömmliche Genregrenzen sprengend, ist sie zudem von großer Tiefenschärfe und Plastizität geprägt. Zwischen offener Form und festen Strukturen erforschen Dell-Lillinger-Westergaard das musikalische Material, beleuchten es immer wieder neu und entwickeln klanglichen Reichtum.
Das Ensemble versteht sich auch als Plattform, die Raum für experimentierfreudige Gäste bietet. Mit dem Trio als Kern wird das Verfahren der Ko-Komposition erweitert angewendet, beispielsweise mit Tamara Stefanovich, Johannes Brecht, Mat Maneri, Bob Degen, Sofia Jernberg, Martin Adámek, Sonar Quartett oder Klangforum Wien. Dabei bildet die langjährig gewachsene Wissensstruktur des Ensembles eine stabile Basis für die musikalische Forschungsarbeit.
Dell-Lillinger-Westergaard spielen regelmäßig Konzerte an unterschiedlichsten Orten, ob in Philharmonie, Resonanzraum oder Neuer Nationalgalerie, Konzerthaus oder Club, sind zu Gast bei Festivals wie Moers, Klangspuren, Contrapunkt, Fri Resonans, Saalfelden, Donaueschingen oder den Wittener Tagen für neue Kammermusik und touren durch Europa von Skandinavien bis Portugal. 2023-2024 veranstaltete das Ensemble erstmals auch eigene Festivals in Paris, Köln, Berlin und Hamburg und lud dazu Tamara Stefanovich, Benedict Kloeckner, Sofia Jernberg, Klangforum Wien, Sonar Quartet, Zafraan Ensemble, Trio Catch und Ensemble Resonanz ein.
Das Schaffen von Dell-Lillinger-Westergaard ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, die bei Plaist, enw, HGBS Blue und bastille musique erschienen sind. Die Veröffentlichung „DLW: Extended Beats” wurde 2024 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Johann von Bülow
Johann von Bülow ist Absolvent der Otto-Falckenberg-Schule in München und gab 1995 mit ‹Nach Fünf im Urwald› sein Filmdebüt. Danach war er festes Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz, am Schauspielhaus Zürich und Leipzig. Es folgte ein Engagement am Schauspielhaus Bochum, weitere Kinofilme und zahlreiche Rollen in Fernsehfilmen und -serien. Darunter ‹Das Adlon›, ‹Mord mit Aussicht› und mehrere Tatorte. Seit 2018 spielt er die männliche Hauptrolle in der ZDF-Krimireihe ‹Herr und Frau Bulle›. Auf der Kinoleinwand sah man ihn zuletzt Anfang des Jahres in der Neuverfilmung von ‹Lassie›. Außerdem arbeitet Johann von Bülow regelmäßig als Sprecher von Hörspielen und Hörbüchern. 2014 las er den Roman ‹Butcher’s Crossing› für den RBB und den DAV als Hörbuch ein und war ab 2015 die Stimme von Sherlock Holmes in der Hörspielreihe ‹Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street›. Mit den drei Musikerinnen des Boulanger Trio realisierte er mehrere musikalische Lesungen. Außerdem tourt er seit 2014 mit dem Loriot Abend ‹der ganz offene Brief› durch die Republik.
Hans-Jochen Wagner
Geboren 1968 in Tübingen. Studium an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Erstes Engagement 1997 am Burgtheater Wien, dort u. a. Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels (»Amphitryon« von Sophokles, 1997) und mit Johann Kressnik (»Wiener Blut« von Johann Strauss, 1999).
1999 Wechsel ans Deutsche Theater Berlin, wo er mehrmals mit Thomas Langhoff arbeitete, u. a. in »Jubiläum« von George Tabori (2000), und in »König Lear« von William Shakespeare, (2001). Weitere Stationen am Stadttheater Freiburg und Maxim Gorki Theater Berlin. Von der Spielzeit 2006/2007 bis 2008/2009 war er festes Ensemblemitglied am Düsseldorfer Schauspielhaus, seit 2009 gehört er dort zu den regelmäßigen Gästen. Hier spielte er u. a. in »Hedda Gabler« von Henrik Ibsen (Regie: Stephan Rottkamp, 2004) und in »Die schmutzigen Hände« von Jean-Paul Sartre (Regie: Sebastian Baumgarten, 2006).
Seine erste Filmhauptrolle spielte er 2003 in »Sie haben Knut« (Regie: Stefan Krohmer). Seither Auftritte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, u. a. in »Tatort – Blutgeld« (Regie: Martin Eigler, 2010) und »Tatort – Der tiefe Schlaf« (Regie: Alexander Adolph, 2012), in »Alle anderen« (Regie: Maren Ade, 2008, Silberner Bär der Berlinale), »Ende der Schonzeit« (Regie: Franziska Schlotterer, 2011), »Lore« (Regie: Cate Shortland, 2012), »Die Neue« (Regie: Buket Alakuş, 2015). Seit 2013 spielt er die zweite Hauptrolle der Krimireihe »Kommissarin Heller«, seit 2017 ist er als Kommissar Friedemann Berg im neuen Schwarzwald-Tatort und seit 2023 in der Fernsehserie »Deutsches Haus« zu sehen.
Christian Wegscheider beginnt seine Laufbahn als Autodidakt an der väterlichen Heimorgel mit Fuß-Bass und Rhythmusgerät. Später studiert er Jazzklavier an der Kunstuniversität Graz und bekommt das Österreichische Staatsstipendium für Jazz 1993. In den 1990er Jahren lebt er in NYC als freier Musiker und nimmt Privatstudien bei Gary Dial. Zurück in Europa erarbeitet er sich den Ruf als vielgefragter Jazzpianist und nimmt so an zahllosen Produktionen auch als Komponist und Arrangeur teil. Wegscheider arbeitet unter anderem mit dem Jazzorchester Tirol, der Pepe Lienhard Big Band (Udo Jürgens), Willi Resetarits, John Arman, Leroy Emmanuel, Florian Bramböck und veröffentlicht zahlreiche Alben mit seiner Musik. Wegscheider widmet sich auch der intensiven Auseinandersetzung mit Komposition für klassische Ensembles, u.a. mit Auftragskompositionen für das Symphonieorchester Luzern, das Tiroler Symphonieorchester, die Mittelsächsische Philharmonie, und Jazzorchester Tirol. Zudem ist er Lektor für Jazzpiano, Theorie und Jazzgeschichte am Mozarteum Salzburg. Er gibt Fortbildungsveranstaltungen und Jugendworkshops. Für sein Lehrheft »JazzClub« erhielt er 2012 den Preis der deutschen Musikverleger »Best Edition«.
Hanns spielt in über 200 internationalen und nationalen Kino- und Fernsehfilmen, darunter Filme von Jean-Luc Godard, Wim Wenders und Steven Spielberg. Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist er als Autor, Sprecher, Fotograf und Herausgeber tätig. Sein Debütroman „Der zerrissene Brief“ erscheint im Februar 2020 im Galiani Verlag. Für das Wallraf Richartz Museum in Köln hat er 2022 die Ausstellung „Bann und Befreiung – Über Lesen und Schreiben“ kuratiert. In Timm Krögers Film „Die Theorie von Allem“, der beim Filmfestival in Venedig Premiere feierte und beim Deutschen Filmpreis mit drei Lolas ausgezeichnet wurde, übernimmt er eine Hauptrolle. 2025 hat er unter der Regie des polnischen Oscargewinners Pawel Pawlikowski und an der Seite von Sandra Hüller den Kinofilm „1949“ abgedreht, in dem er Thomas Mann verkörpert.