Pressemitteilung: ‹Friends in Residence› – Großes Abschlusswochenende auf Gut Holzhausen

Zum Abschluss der diesjährigen Festivalsaison macht das Literatur- und Musikfestival ‹Wege durch das Land› ein ganzes Wochenende lang Station auf Gut Holzhausen in Nieheim. Unter dem Motto ‹Friends in Residence› sind dabei von Donnerstag, 28. Juli, bis Sonntag, 31. Juli, zahlreiche bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Künstlerinnen und Künstler, die in den letzten Jahren das Festival mitgeprägt haben, eingeladen, um am Ende des Festivals ein kleines eigenes Festival zu gestalten. Für alle Veranstaltungen des Wochenendes gibt es noch Karten.

Das Abschlusswochenende ist gleichzeitig auch das letzte Wochenende von Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs bei ‹Wege durch das Land›, die sieben Jahre lang die künstlerische Leitung des Festivals innehatten und sich nun mit diesem besonderen Ereignis vom Publikum verabschieden wollen. An vier Tagen wollen sie sieben Veranstaltungen präsentieren, bei denen in improvisierten oder von langer Hand vorbereiteten Formaten die unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler aufeinandertreffen und so etwas Neues entstehen lassen.

Das Wochenende beginnt am Donnerstag, 28. Juli, unter anderem mit dem Schauspieler Ulrich Noethen, der in den letzten sechs Jahren durchgehend beim Festival zu Gast war und diesmal aus dem surrealistischen Band ‹Das Haus der Angst› der britischen Autorin Leonora Carrington lesen wird. Außerdem wird die Autorin Alina Bronsky ihren neuen Roman ‹Barbara stirbt nicht› vorstellen; musikalisch begleitet wird der Abend von der Geigerin Carolin Widmann. Der zweite Abend, am Freitag, 29. Juli, steht ganz im Zeichen von Komik und Melancholie. Helene Grass und der Schauspieler Dietrich Hollinderbäumer lesen Texte zu diesem Thema, unter anderem von Heinrich Heine, Christian Morgenstern und Robert Gernhardt. Der Hamburger Autor Christian Maintz wird in einer Auftragsarbeit von ‹Wege durch das Land› in die Kunst des komischen Gedichts einführen und der Gitarrist Claus Boesser-Ferrari gestaltet den Abend musikalisch mit Improvisationen zu Jimi Hendrix, Charles Mingus, Hanns Eisler sowie Volksliedern und eigenen Kompositionen.

Am Samstag, 30. Juli, ist der Abend mit dem Motto ‹Der Spaß am Ende› überschrieben. Unter diesem Titel wird der Wiener Autor Elias Hirschl seinen Text – ebenfalls eine Auftragsarbeit von ‹Wege durch das Land› – vorstellen. Die Schauspielerinnen Birgit Minichmayr, Meike Droste und Bibiana Beglau tauchen ein in den abgründigen und beißenden Humor des österreichischen Autor Werner Schwab und lesen aus seinem Stück ‹Die Präsidentinnen›, und der Singer-Songwriter Jochen Distelmeyer wird gemeinsam mit seiner Band Songs aus seinem brandneuen Album ‹Gefühlte Wahrheiten› vorstellen. Abgeschlossen wird das Wochenende am Sonntag, 31. Juli, von einem DADA-Abend: die Schauspielerinnen Bibiana Beglau, Meike Droste und Ulrike C. Tscharre sowie der Schauspieler Dietrich Hollinderbäumer widmen sich in (Laut-)Gedichten, kurzen Texten und kleinen Dramen dem wilden Humor des Dadaismus und werden musikalisch begleitet vom Trio Xu-Sommer-Wiget.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr. Von Freitag bis Sonntag finden zusätzlich um 15 Uhr kurze einstündige Nachmittagsveranstaltungen statt, in denen einzelne Schauspielerinnen und Schauspieler mit Begleitung der Musikerinnen und Musiker ihre Lieblingstexte lesen. Karten gibt es auf der Website des Festivals unter www.wege-durch-das-land.de/karten. Es gibt Einzelkarten für die Nachmittags- oder Abendveranstaltungen, Tageskarten und Abo-Karten für das gesamte Wochenende.

Pressemitteilung: Ausnahmekünstlerin in besonderem Ambiente

Am Sonntag, 17. Juli 2022, um 18 Uhr, ist das Literatur- und Musikfestival ‹Wege durch das Land› beim Blomberger Unternehmen SynFlex Elektro zu Gast. Im besonderen Ambiente der Logistikhalle wird die Perkussionistin und Ausnahmekünstlerin Evelyn Glennie, die oft ‹First Lady of Percussion› genannt wird, zu erleben sein. Außerdem werden Claudia Michelsen und Peter Lohmeyer aus ‹König Ubu› lesen.
Es gibt noch Karten.

Bei dem Blomberger Unternehmen SynFlex Elektro, das Isoliermaterialien für den Bau von Elektromotoren und Transformatoren herstellt, wird das Publikum in der großen Logistikhalle sitzen, die für Kommissionierung und Verladung genutzt wird. Eine Industriehalle war es auch, in der die Perkussionistin Evelyn Glennie ihre erste CD mit improvisierter Musik aufnahm. Sie stand am Beginn einer Weltkarriere, die sie zu einer der bekanntesten Interpretinnen zeitgenössischer Musik gemacht hat. Mit zwölf Jahren fing Glennie an, Pauke, Trommeln und Xylophon zu spielen. Aufgrund einer Nervenkrankheit verschlechterte sich zur gleichen Zeit ihr Hörvermögen so stark, dass sie es bald weitestgehend verlor. Seitdem hat sie gelernt, ‹anders zu hören› und nutzt ihren ganzen Körper als Resonanzraum, um den Klang zu spüren, zu ‹berühren›, wie sie sagt. ‹Touch the Sound› heißt denn auch der Dokumentarfilm, der im Jahr 2004 erschien und Glennie einem breiteren Publikum bekannt machte. Bis die Pandemie sie stoppte, spielte Glennie, die auch eine erfolgreiche Komponistin etwa für Filmmusik ist, weltweit über einhundert Konzerte im Jahr, trat u. a. bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London auf und veröffentlichte ihre Biografie ‹Good Vibrations›, die in mehreren Ländern ein Bestseller wurde. Ihre Sammlung von Perkussionsinstrumenten umfasst mehr als 1.800 Objekte und gilt als eine der größten überhaupt. In einem Solo-Rezital wird Evelyn Glennie Werke unterschiedlicher Komponistinnen und Komponisten wie zum Beispiel die berühmte ‹Clapping Music› von Steve Reich aber auch eigene Kompositionen vorstellen.

Der erste Teil des Abends widmet sich einem literarischen Klassiker des anarchistischen Humors und stellt Alfred Jarrys 1896 uraufgeführtes Drama ‹König Ubu› vor. Es entstand als Schülerwitz und wurde zum Skandalstück, das bei seiner Premiere für minutenlange Tumulte im Publikum sorgte. Schon sein erstes Wort ‹Merdre› (im deutschen etwa als ‹Schoiße› übersetzt) war ein Tabubruch. Solch eine deftige, respektlose Sprache war bis dahin nicht im Theater zu hören. Jarrys Figurenzeichnung hat rein gar nichts mit der um die Jahrhundertwende üblichen psychologisch-realistischen Mode zu tun. Die Figur Ubu ist eine Mischung aus Hanswurst und Massenmörder, der von seiner intriganten Frau angestiftet wird, den König von Polen umzubringen und sich an seine Stelle zu setzen. Das Attentat gelingt, Ubu wird zuerst bejubelt, dann aber gehasst, weil er zum Mörder und Diktator mutiert. Bis heute einzigartig ist die Mischung aus derber, alberner Komik und Schrecken verbreitenden Taten. Immer wieder bleibt den Zuschauerinnen und Zuschauern das Lachen im Halse stecken, Entsetzen und Spaß wechseln sich ab. Die Schauspielerin Claudia Michelsen und der Schauspieler Peter Lohmeyer werden das Stück in einer Lesefassung vorstellen.

Pressemitteilung: Hochkarätig besetzte Veranstaltung in der OWL-Arena

Am Samstag, 9. Juli 2022, um 18 Uhr, ist das Literatur- und Musikfestival ‹Wege durch das Land› mit einer hochkarätig besetzten Veranstaltung in der OWL-Arena in Halle (Westfalen) zu Gast. Passend zum Veranstaltungsort wird die Sportart Tennis thematisch im Mittelpunkt des Abends stehen.
Es gibt noch Karten.

‹Unendlicher Spaß› lautet das Motto der diesjährigen Festivalsaison von ‹Wege durch das Land› – es ist dem Titel eines Romans von David Foster Wallace entliehen. Darin beschreibt der 2008 verstorbene US-amerikanische Schriftsteller nicht nur seine Liebe zum Tennis, sondern sieht diese Sportart auch als ein Symbol für die Vermarktung aller Lebensbereiche in der spätkapitalistischen Gesellschaft. Ein Großteil der Handlung spielt auf der ‹Enfield Tennis Academy›, einem Eliteinternat, das begabte Jugendliche zu Tennisprofis drillen will. Im Mittelpunkt steht der 17-jährige Hal Incandenza, der versucht, durch Drogenkonsum dem immensen Druck, der auf den Schülerinnen und Schülern lastet, standzuhalten, und der immer wieder in abstruse und aberwitzige Situationen gerät. Bei Foster Wallace wird die Sprache selbst zum Tennisspiel. Schachtelsätze wirken wie lange Ballwechsel. Pointe folgt auf Pointe, wie As auf As im Wimbledon-Finale. Die Schauspieler Bjarne Mädel und Tom Schilling werden aus ‹Unendlicher Spaß› und aus Wallaces Essay ‹Federer aus Fleisch und nicht› lesen und treten in der OWL-Arena zum ersten Mal gemeinsam auf.
Das Tennisspiel steht auch im Mittelpunkt von ‹Mein Leben als Tennisroman›. Der Autor und Journalist Andreas Merkel, der Inhaber einer abgelaufenen C-Lizenz als Tennistrainer ist, beschreibt mit viel Liebe zum Sport einen Schriftsteller, der einen autobiografischen Tennisroman schreiben möchte und merkt, dass sein Leben weder zum Romanschreiben noch zum guten Tennisspiel taugt. Und so macht er sich auf eine einjährige Reise nach Hawaii, zum Lago Maggiore, nach Köln und Kühlungsborn, um zu verstehen, dass man die beiden großen Einzelsportarten Tennis und Schreiben doch nicht ganz alleine spielen kann.
Beide Romane werden an einem passenden Ort vorgestellt: auf dem Center-Court der OWL-Arena in Halle, die eines der größten Tennisstadien des Landes ist. Musikalisch wird der Abend von der Berliner Band DOTA gestaltet. Ihr steht die Sängerin Dota Kehr vor, die früher auch als Straßenmusikerin Kleingeldprinzessin aufgetreten ist. Kehr veröffentlichte im letzten Jahr gleich zwei Platten. Mit ‹Mascha Kaléko› hat sie im Winter ein intimes Album vorgelegt, das allein aus vertonten Texten der gleichnamigen Lyrikerin besteht. Im Frühling erschien ‹Wir Rufen Dich, Galaktika›, das, wie üblich bei DOTA, aus eingängigen Popsongs mit lyrischen Texten besteht. Die Figur Galaktika stammt aus der Kinderpuppenserie ‹Hallo Spencer› und wurde immer dann gerufen, wenn alles drunter und drüber ging und die Puppen nicht mehr weiterwussten. So ist es auch mit DOTAs Album, das uns in einer Zeit, die viele Fragen stellt, Trost und Antworten gibt. ‹Wir rufen dich Galaktika / Renk es ein! Mach, dass es geht! / Von deinem Stern Andromeda. Bitte komm bald. Es ist noch nicht zu spät›.

Pressemitteilung: Eine Sommernacht mit Lesungen und Konzerten auf Gut Holthausen

Am kommenden Samstag, 25. Juni 2022, ist das Literatur- und Musikfestival ‹Wege durch das Land› mit einer
hochkarätig besetzten Veranstaltung auf dem Gut Holthausen zu Gast. Eine Nacht lang kann das Publikum Lesungen und Konzerten unter dem Sternenhimmel lauschen. Für jede Besucherin und jeden Besucher steht ein Liegestuhl zur Verfügung – träumen, wegdösen und die Gedanken ziehen lassen ist selbstverständlich erlaubt.
Es gibt noch Karten.

William Shakespeares Sonette und Dramen sind weltberühmt – der Dramatiker hatte eine ganz besondere Beziehung zum Schlaf, zur Nacht und zur Schlaflosigkeit. Einerseits war der Schlaf für ihn der Ort, an dem sich der Mensch von sich selbst erholen kann, indem er träumt und ausruht. Andererseits birgt er Gefahren und steht
metaphorisch für den Tod. ‹Wege durch das Land› wird gemeinsam mit William Shakespeare eine ganze Nacht
durchmachen. Neben ausgewählten Szenen aus Shakespeares Stücken werden auch seine Sonette zu hören sein,
ebenso wie viele andere Texte zum Thema, wie etwa Gedichte von Mascha Kaléko und Erich Kästner oder Kurzgeschichten von Dorothy Parker. Die Schauspielerin Eva Meckbach und der Schauspieler Dimitrij Schaad werden von zehn Uhr abends bis zum Sonnenaufgang immer wieder Sonette und Texte lesen, während die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Sternennacht hinaufschauen können. Nach Mitternacht wird der Autor Bernd Brunner, dessen Bücher stets an der Schnittstelle zwischen Kunst- und Wissenschaftsgeschichte stehen, ‹Das Buch der Nacht› vorstellen, in dem er unzählige Fakten, Geschichten und Mythen über die Nacht, den Schlaf und die Dunkelheit versammelt. Morpheus, der griechische Gott der Träume – Sohn des Hypnos, des Gottes des Schlafes – verkörpert die Vielschichtigkeit, die Mehrdeutigkeit, die Wandelbarkeit, wenn all unsere vermeintlichen Gewissheiten am Übergang vom Wachen zum Schlafen zwischen den Fingern des Verstandes zerrinnen. Und so ist es nur logisch, dass uns die Musikerinnen und Musiker von Morpheus auf unserer Reise durch die Nacht begleiten werden. ‹Oh, let me, forever, ever weep / my eyes no more / no more shall welcome sleep› heißt es in Henry Purcells ‹The Fairy Queen›. In seinem Programm ‹Hush!› widmet sich das Quartett der Musik Purcells jenseits der Genregrenzen – mal eng am Notentext, mal in atmosphärischen, ausschweifenden Improvisationen. Aus Bassposaune, Althorn und Altsaxophon entsteht ein so eigenwilliger wie homogener Klang, der mit vierstimmigem A-cappella-Gesang wechselt oder in eine ephemere Skizze übergeht, die mit Toypiano und Spieluhr in die Welt der Träume entführt und sich immer wieder auch eng mit den Lesungen verwebt.

Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung draußen unter dem Sternenhimmel, in der Nähe des alten Klosters
Holthausen bei Büren, statt. Das alte Zisterzienserkloster, das schon im 13. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt
wurde und seit 200 Jahren ein landwirtschaftliches Gut ist, liegt in wunderbarer Ruhe nahe der Alme, zwischen
Pferdekoppeln, üppigen Wäldern und Rapsfeldern. Die Veranstaltung endet mit einem gemeinsamen Frühstück bei Sonnenaufgang.

Pressemitteilung: ‹Wege durch das Land› endlich wieder in voller Stärke – Der Kartenverkauf beginnt

Nach zwei unsicheren Jahren freut sich das Literatur- und Musikfestival ‹Wege durch das Land› in seiner 23. Saison darauf, wieder in voller Stärke mit 28 Veranstaltungen ganz Ostwestfalen-Lippe zu bespielen. Der Kartenverkauf für die diesjährige Saison beginnt am 24. April 2022 ab 10.00 Uhr.

Vom 14. Mai bis zum 31. Juli zieht das Festival durch die Region und setzt sich mit dem aktuellen Motto ‹Unendlicher Spaß› auseinander: Wie steht es um den Witz und den Spaß in unserer (post-)pandemischen Zeit? Wie wirkt er in Zeiten der Krise? Und wie verwenden ihn Musikerinnen und Musiker, Autorinnen und Autoren in ihren Werken? Als Inspiration für das Motto diente der 1996 erschienene Roman ‹Unendlicher Spaß› des US-amerikanischen Autors David Foster Wallace. Darin produziert die Figur James Incandenza einen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern.

Auf ihre letzte Saison freuen sich die künstlerische Leiterin Helene Grass und der leitende Dramaturg Albrecht Simons von Bockum Dolffs: ‹Kultur während dieser sieben sehr bewegten Jahre in Ostwestfalen-Lippe gestalten zu dürfen, ist eine große Herausforderung und ein noch größeres Glück. Wir werden die Zeit bei ‹Wege durch das Land› sehr vermissen und freuen uns aber umso mehr, in dieser Saison noch einmal aus dem Vollen schöpfen zu können.›

Das diesjährige Programm zeichnet sich wieder durch innovative und kreative Veranstaltungskonzepte mit Uraufführungen und Auftragsarbeiten aus: So begibt sich ‹Wege durch das Land› auf eine Wanderung durch das Schwelentruper Becken, widmet sich eine ganze Nacht lang bis zum Sonnenaufgang William Shakespeare und tanzt zur Eröffnung zu Swing. Es werden sieben Eigenpublikationen – u. a. von Verena Güntner und Christian Maintz – veröffentlicht und zwei Auftragskompositionen ihre Uraufführung erleben. Der Dreiklang aus Musik, Literatur und Ort spiegelt sich auch in diesem Jahr in den Auftragsarbeiten ‹Rede an die Sprache› von Katharina Hacker, ‹Rede an die Musik› von Elke Heidenreich und ‹Rede an die Architektur› von Piero Bruno wider. Das Festival bespielt neben Stammsitzen wie dem Schloss Wendlinghausen und dem Schloss Wehrden auch zwölf ganz neue Orte, darunter das Rittergut Haddenhausen, die Logistikhalle des Blomberger Unternehmens Synflex Elektro und den Center-Court der OWL-Arena in Halle (Westf.). Wieder gibt es zwei Veranstaltungen, die sich speziell an Familien richten, z. B. im Museum Peter August Böckstiegel zu einer Live-Illustration des Comic-Zeichners Mawil, und auch einen Abend, der für ein Publikum ab 16+ konzipiert wurde: Im Alarmtheater Bielefeld präsentiert Autorin Lisa Krusche ihren Roman ‹Unsere anarchistischen Herzen›, anschließend spielt der Singer-Songwriter Betterov aus seinem Debütalbum ‹Viertel vor Irgendwas›.

Insgesamt treten in diesem Jahr 129 Künstlerinnen und Künstler aus 22 Nationen bei ‹Wege durch das Land› auf, darunter z. B. aus Israel, Australien, der Ukraine und Russland. Neben prominenten Autorinnen und Autoren wie Eva Menasse, Natascha Wodin und Bernd Brunner sind auch herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler wie Birgit Minichmayr, Sophie Rois, Tom Schilling und Bjarne Mädel zu Gast. Das Festival führt 2022 fort, was unter der künstlerischen Leitung von Helene Grass und Albrecht Simons von Bockum Dolffs begann: Neben klassischer Musik, u. a. von Dorothee Oberlinger und Carolin Widmann, finden vermehrt auch Pop, Jazz und Swing Einzug ins Programm. Die Bühnen auf Zeit werden in diesem Jahr wieder bei Schlössern, in Museen, Gutshöfen, Industriehallen und in einem Bergwerk aufgebaut. Eröffnet wird die 23. Saison in diesem Jahr im Kreis Gütersloh, in der Tanzschule Stüwe-Weißenberg traditionell mit der ‹Rede an die Sprache›.

Selbstverständlich werden alle Veranstaltungen von ‹Wege durch das Land› in Übereinstimmung mit den zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen, behördlich angeordneten Corona-Regelungen durchgeführt. Für die Saison 2022 stehen rund 8.200 Karten zwischen 55 und 22 Euro zur Verfügung, für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende wird eine ermäßigte Karte für 15 Euro angeboten. Zudem bietet das Festival auch in diesem Jahr wieder die ‹Soziale Karte› für Menschen mit geringem Einkommen an: Eine solche Karte kostet 5 Euro für jede Veranstaltung und unabhängig der Kategorie.

Das diesjährige Programm wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW sowie durch die jährlichen Beiträge der neun Gesellschafter gefördert und durch zahlreiche Stiftungen, Sponsorinnen und Sponsoren sowie Spenderinnen und Spender unterstützt.

Pressemitteilung: Neue Geschäftsführerin für Wege durch das Land und das Literaturbüro OWL

Sandra Mathews ist die neue Geschäftsführerin des Literatur- und Musikfestivals ‹Wege durch das Land› und des Literaturbüros OWL. Zum 11. Januar 2022 übernahm sie die kaufmännische Leitung der beiden ostwestfälisch-lippischen Kultureinrichtungen von Frank Schäfer, der Ende des vergangenen Jahres verstorben ist.

Sandra Mathews ist seit Mai 2017 bei der Wege durch das Land gGmbH tätig. In dieser Zeit hat die gelernte Industriekauffrau die finanzielle Neuaufstellung beider Institutionen begleitet und wichtige Impulse gegeben. In enger Zusammenarbeit mit ihrem Vorgänger hat die Detmolderin bereits im vergangenen Jahr wichtige Aufgabenbereiche übernommen und verantwortet. Auf die neue Aufgabe freut sich die 42-Jährige: »Ich möchte die erfolgreiche Arbeit aus den Vorjahren fortführen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sowohl das Festival als auch das Literaturbüro weiterhin hochkarätige Kulturveranstaltungen in der Region anbieten können.«

Sowohl der Vorstand des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Detmold e. V. als auch die Gesellschafterversammlung der Wege durch das Land gGmbH entschieden sich einstimmig für die Neubesetzung der Stelle durch Sandra Mathews. »Wir haben großes Vertrauen in die Arbeit von Sandra Mathews und sind überzeugt, dass sie die Geschicke der Wege durch das Land gGmbH auch zukünftig mit viel Expertise leiten wird«, formuliert Klaus Schumacher, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Ute Schäfer, Vorstandvorsitzende des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Detmold e. V., ergänzt: »Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit Sandra Mathews die positiven Entwicklungen des Literaturbüros OWL auch zukünftig fortsetzen können und freuen uns auf die Zusammenarbeit.«

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